Gallensteine

Vorbeugen und handeln: Ernährung bei Gallensteinen

Vorbeugen und handeln: Ernährung bei Gallensteinen
geschrieben von Burkhard Strack

Alterskrankheit Gallensteine – jeder sechste Deutsche ist betroffen. Es macht Sinn, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Eine gesunde Ernährung hilft.

Mehr als 80 Prozent der Gallenstein-Patienten in Deutschland entwickeln Cholesterinsteine. Bei den restlichen Betroffenen lassen sich Mischsteine mit einem hohen Cholesterinanteil nachweisen. Das zeigt auf, wo das Hauptproblem bei der Ernährung liegen kann – beim Cholesterin.

Patienten, die bereits Gallensteine und Gallenbeschwerden haben, müssen aber noch mehr beachten.

Falsche Ernährung als Risikofaktor

In den Industrieländern stellen Gallensteine eine der typischen Alterserkrankungen dar. Dabei bereiten vor allem Cholesterin- und Mischsteine Probleme.

Pigmentsteine, wie sie nach Blutkrankheiten gebildet werden, kommen dagegen sehr selten vor. So ist es nicht überraschend, dass Übergewicht zu den wichtigsten Risikofaktoren bei Gallensteinen zählt. Auch sind hellhäutige Menschen öfter betroffen.

Das höchste Risiko tragen hellhäutige, übergewichtige Frauen, die mehrere Kinder bekommen haben und selber über 40 Jahre alt sind. In diesem Fall erhöht eine fettreiche, ungesunde Ernährung das Risiko nochmals enorm.

Gesunde Ernährung bei Gallensteinen ist fettarm

Viele Patienten spüren den Zusammenhang von Fett in der Nahrung und Gallensteinen am eigenen Leib, weil sie die ersten Symptome und Beschwerden nämlich genau dann verspüren, wenn sie eine große Portion fettreicher Nahrung gegessen haben.

Die zur Verdauung in großen Mengen gebildete Gallenflüssigkeit kann aufgrund der Steine nicht ablaufen und so entstehen Schmerzen und Übelkeit.

Deshalb gilt: Patienten mit einem hohen Gallenstein-Risiko, bestehender oder bereits durchlebter Erkrankung sollten nicht mehr als 60 bis 70 Gramm Fett pro Tag zu sich nehmen.

Am besten sind dabei hochwertige Fette, wie sie in Fisch, Leinöl oder Oliven enthalten sind.

Grundsätze der gallenschonenden Ernährung

Nicht nur der Fettgehalt der Nahrung spielt im Hinblick auf Gallensteine und Gallenbeschwerden eine wichtige Rolle. Auch der Anteil der Ballaststoffe ist entscheidend.

Je höher den Anteil in der Ernährung ist, desto besser können Darmperistaltik und -bakterien arbeiten – ein großer Vorteil in Hinblick auf die Galle.

Meiden oder zumindest nur in kleineren Mengen verzehren sollten Patienten diese Lebensmittel:

  • blähende Gemüsesorten (z. B. Kohl, Bohnen, Zwiebeln)
  • hartgekochte Eier
  • geröstete Lebensmittel (z. B. Grillgut)
  • Kaffee (auch entkoffeinierten Kaffee)

Bildnachweis: marilyn barbone / Adobe Stock

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.