Gallensteine

Routinesache Gallensteine: Prognose und geregelter Verlauf

Routinesache Gallensteine: Prognose und geregelter Verlauf
geschrieben von Burkhard Strack

Unbehandelte Gallensteine können lebensbedrohlich werden. Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Prognose heutzutage aber hervorragend.

„Gefahr erkannt – Gefahr gebannt“ – so lässt sich dank der modernen Medizin der Umgang mit Gallensteinen beschreiben. Auch wenn der Verlauf ganz unterschiedlich ausfallen kann, so ist die Prognose bestens und eine vollständige Genesung meist problemlos möglich.

Wenn die Behandlung ausbleibt: Schwerer Verlauf ohne Therapie

Zu den bei Gallensteinen typischen Beschwerden wie Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und Druckgefühl kommt es vor allem dann, wenn sich die Kristalle in den Gallenwegen verkantet haben und diese verstopfen.

Beim Versuch, die Gallensteine weiter voran zu treiben, entstehen die starken kolikartigen Schmerzen. Über den Rückstau der Gallenflüssigkeit können Entzündungen in Gallenblase, Leber und Pankreas entstehen, was wiederum starke Schmerzen auslöst.

Unbehandelt droht ein Gewebeschaden der Gallenblase, was zum Austreten von Galle und schweren Entzündungen im Bauchraum führen kann – eine lebensgefährliche Situation.

Richtig handeln: Wie lässt sich der Verlauf bewerten?

Sowohl Gallensteine, die leichte Symptome hervorrufen, als auch eine Gallenkolik, können einen schweren Verlauf nehmen, müssen es aber nicht. Auch Gallenkoliken können mit Medikamenten wie Krampflösern und Schmerzmitteln meist gut behandelt werden.

Wichtig ist trotzdem immer der Gang zum Arzt, um abzuschätzen, ob es zu einem Stau der Gallenflüssigkeit kommt, die schwere Folgeschäden hervorrufen könnten. Ist das nicht der Fall, ist die Prognose auch ohne Eingriff meist sehr gut.

Raus mit den Gallensteinen: Therapie mittels Laser, Endoskop und Medikamenten

Es gibt die Möglichkeit, Gallensteine im Körper zu zerstören, damit der Körper die Reste eigenständig abtransportieren kann. Das geschieht über ein Endoskop, medikamentös oder mithilfe von Laserenergie.

Diese Methoden sind recht erfolgreich, haben aber auf lange Sicht einen enormen Nachteil: In etwa 50 bis 80 Prozent der Fälle treten innerhalb von fünf Jahren erneut Gallensteine auf.

Auch wenn sich mit diesen Therapieformen ein guter Verlauf der akuten Erkrankung erreichen lässt, ist deshalb die Langzeitprognose nur befriedigend.

Entfernung der Gallenblase: Heute meist Mittel der Wahl

Weil Gallensteine häufig zurückkehren, ist heutzutage die Entfernung der Gallenblase meist die empfohlene Therapieoption. Je nach Art und Schwere der Erkrankung kann die Entfernung recht schnell erfolgen oder als geplante OP bei wiederkehrenden Beschwerden.

Das minimal-invasive Verfahren entfernt die Gallenblase über die Schlüssellochtechnik, ohne größere Narben zu hinterlassen. Auf lange Sicht stellt die Entfernung der Gallenblase die Behandlung mit der besten Prognose dar.

Bildnachweis: Freedomz / Adobe Stock

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.