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Burnout vs. Depression – was sind die Unterschiede?

Burnout vs. Depression - was sind die Unterschiede?
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geschrieben von Daniela Hoppaus

Das Burnout-Syndrom ist seit einiger Zeit in aller Munde. Fast jede/r Dritte leidet darunter, ohne wirklich zu wissen, was Burnout eigentlich ist. Auch von vielen Psychologen wird ein Burnout wie eine Depression behandelt. Dabei besteht zwischen den beiden Erkrankungen ein großer Unterschied, auch wenn die Symptomatik sehr ähnlich ist.

Was ist eine Depression

Eine Depression hat selbst verschiedene Abstufungen. So ist eine akute Depression völlig normal, wenn ein schwerer Schicksalsschlag unser Leben erschüttert. Eine akute Depression ist allerdings nach ein paar Monaten wieder verschwunden und bedarf keiner Behandlung, da sie ein normaler Prozess ist, um die seelische Gesundheit aufrecht zu erhalten. Jede/r, der/die schon einmal einen geliebten Menschen verloren hat, trauert eine gewisse Zeit lang. Wenn die Trauerphase nicht länger als ein Jahr dauert, liegt keine Depression im klinischen Sinne vor.

Heilungsaussichten und Dauer beim Burnout

Als Faustregel gilt: Ein Burnout braucht mindestens zwei Jahre, um vollständig auszuheilen. In unserer Gesellschaft wird aber kaum ein Arbeitgeber seinem Mitarbeiter diese Zeit gönnen. Auch das private Umfeld bringt wenig Verständnis für den Erschöpften auf. Und aus Angst vor dem Verlust der Arbeit bzw. des sozialen Umfeldes, halten diese Menschen durch, bis es zu bleibenden physischen bzw. psychischen Schäden kommt.

Früherkennung

Erste Anzeichen für ein Burnout sind:

  • Schlafstörungen
  • Gereiztheit
  • Ständiges Grübeln
  • Übermäßiges PMS
  • Verdauungsprobleme ohne physische Ursache, wie Durchfall

Die traditionelle chinesische Medizin bietet viele Möglichkeiten, da sie alleine schon davon ausgeht, dass Gesundheit etwas ist, an dem man aktiv arbeiten muss. So kann der Mensch gar nicht krank werden, denn so weit lässt es die TCM im Normalfall gar nicht kommen. Auch unserem Gesundheitssystem, welches eigentlich ein Krankheitssystem ist, stünde es gut an, mehr auf Vorbeugung und Ursachenforschung zu setzen.

Wenn ein Burnout nicht behandelt wird:

Folgende Krankheiten sind auf Burnout zurückzuführen:

  • Magengeschwüre
  • Herzinsuffizienzen
  • Krebs
  • u.v.a. mehr, hauptsächlich so genannte Zivilisationskrankheiten.

Burnouts sollten präventiv behandelt werden, also bevor wirklich die Stufe der völligen Erschöpfung erreicht wird. Langsam wächst zum Glück das Bewusstsein dafür, und Burnout-Präventionen boomen.

Unterschied zwischen akuter und chronischer Depression

Wird jedoch eine akute Depression nicht beachtet, keine Trauerarbeit geleistet oder das erschütternde Ereignis aus welchen Gründen auch immer nicht bearbeitet, geht die akute Depression in eine chronische Depression über. Um diese zu überwinden, wird professionelle Hilfe benötigt. Chronisch depressive Menschen werden mittels verschiedener Therapien, wie z. B. der Gesprächstherapie behandelt, welche durch Medikamente unterstützt wird, um das gestörte Hormongleichgewicht im Gehirn zu stabilisieren. Dabei ist es auch hilfreich, die Menschen wieder an einen normalen Tagesablauf zu gewöhnen und ihnen kleinere Aufgaben zu übertragen.

Kleine Aufgaben helfen bei Depressionen

In manchen Kuranstalten müssen die Patienten die Betten selber überziehen oder selber kochen. Diese kleinen Aufgaben helfen ihnen, ihrer sinnentleerten Existenz langsam wieder Inhalt zu geben. Da viele depressive Menschen nicht einmal in der Lage sind, am Morgen aufzustehen, hilft es auch, wenn man ihnen Verantwortung überträgt, z. B. indem man ihnen die Fürsorge über ein Tier übergibt. Ein Tier fordert eine gewisse Regelmäßigkeit ein und kann damit einen depressiven Menschen aus seiner Lethargie reißen.

Was ist ein Burnout

Ganz anders ist es bei an Burnout erkrankten Menschen. Sie haben durchaus einen Sinn in ihrem Leben. Unter Umständen war es genau dieser Sinn, der sie ins Burnout getrieben hat. Die zur Depression deckungsgleiche Symptomatik ist, dass auch Burnout-Patienten es eines Tages nicht mehr schaffen, am Morgen aufzustehen.

Gemeinsamkeiten in der Behandlung von Burnout und Depression

Die Gemeinsamkeiten bei der Behandlung von Burnout und Depression liegen in der Ernährungsumstellung und der allgemeinen Änderung der Lebensumstände.

Unterschiedliche Ursache

Allerdings liegt die Ursache beim Burnout nicht bei der Sinnlosigkeit des Daseins, sondern in der übermäßigen Erschöpfung, der auch mit Schlaf nicht mehr beizukommen ist. Viele Burnout-Patienten leiden an Schlafstörungen, grübeln Nachts oft stundenlang darüber nach, wie sie die Situation verändern könnten, um sich wieder besser zu fühlen und schlafen oft erst in den Morgenstunden ein.

Doch dieser Schlaf bringt keine Erholung, denn beim Aufwachen sind alle Probleme wieder da, das Unterbewusstsein hat keine Chance, alle anstehenden Verwicklungen des Burnouts zu verarbeiten. So drehen sich Burnoutkranke im Kreis, wollen ihre Leistung erbringen, scheitern an ihrer Kraftlosigkeit und werden jeden Tag frustrierter. Irgendwann lässt sie der Körper schließlich völlig im Stich.

Gemeinsamkeit in der Symptomatik von Depression und Burnout

Und dann sieht es aus wie eine chronische Depression. Der Fehler, den viele Psychologen machen, ist nun, die Patienten auf die gleiche Art wie Depressionen zu behandeln. Statt dem Burnout- Erkrankten endlich die Ruhe zu gönnen, die er/sie braucht und sanft darauf hinzuarbeiten, dem Patienten zu zeigen, wie er/sie sich entspannen kann, versuchen sie den ohnehin Erschöpften mit kleinen Aufgaben in den Alltag zu integrieren.

Oft übersteigen diese Aufgaben aber die Kraft des Patienten, was ihn/sie nur noch frustrierter macht. Dabei wäre es in einem solchen Fall viel hilfreicher, dem Patienten beizubringen, Aufgaben zu delegieren, „Nein“ sagen zu lernen und sich die Grenzen zu schaffen, die er/sie so nötig braucht, um nicht ständig über seine Limits gefordert zu werden.

Kraftreserven beim Burnout

Man kann sich das so vorstellen, als wäre die Kraft eines Patienten wie eine wieder aufladbare Batterie. Im gesunden Zustand macht man die Batterie nicht ganz leer und wenn doch, reicht ein Urlaub meist aus, um sie wieder zu füllen. Bei einem Burnout-Patienten hingegen ist die Batterie völlig leer und wird auch durch einen Urlaub nur bis zu einem Viertel wieder geladen.

Dort entsteht dann der so genannte Memory-Effekt, die Batterie wird um so schneller wieder leer und kann auch gar nicht mehr vollständig geladen werden, der Patient gibt sich selbst die Schuld an seiner verminderten Leistungsfähigkeit und meint, noch länger durchhalten zu müssen, bis der Körper schließlich zusammenbricht.

Hilfe für Burnout-Patienten durch Bachblüten

Bei Burnout hat sich oft auch eine Bachblüten-Therapie bewährt. Diese sollte allerdings nur in Zusammenarbeit mit einem Psychologen durchgeführt werden. Schwere Antidepressiva hingegen sind meiner Erfahrung nach kontraproduktiv, denn sie gaukeln dem Patienten eine Kraft vor, die er/sie gar nicht besitzt.

Bachblütenrezepte

Folgende Bachblüten helfen gegen Depressionen:

  • Wild Rose
  •  Sweet Chestnut
  • Mustard (auch als erste Hilfe)

Folgende Bachblüten helfen gegen Burnout:

  • Pine
  • White Chestnut
  • Oak

Sollten Panikattacken auftreten hilft Rock Rose.

Die Basismischung ist bei beiden gleich und besteht aus folgenden 5 Blüten:

  • Star of Betlehem (Schockblüte)
  • Elm (Stressblüte)
  • Walnut (Veränderungen)
  • Gorse (Pessimismus, Resignation)
  • Aspen (Ängste)

Anpassung der Mischung alle 2-3 Wochen

Diese Blüten sollten alle 2-3 Wochen nachjustiert werden und dienen keinesfalls als lebenslange Krücke. Zusätzlich empfiehlt es sich, mit Farben und Düften zu arbeiten.

!! Wichtig ist in jedem Fall eine begleitende Gesprächstherapie. !!

Bildnachweis: Elnur / stock.adobe.com

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