Bluthochdruck

Lärm macht krank: Bluthochdruckrisiko steigt durch Lärm und Luftverschmutzung

Lärm macht krank: Bluthochdruckrisiko steigt durch Lärm und Luftverschmutzung
geschrieben von Burkhard Strack

Nicht erst seit der Plaketten-Diskussion am Auto wissen wir – Lärm und Dreck sind schlecht für die Gesundheit. Eine Studie hat nun den Zusammenhang zwischen Lärm, Luftverschmutzung und Bluthochdruck in sieben Gegenden Europas untersucht. Die Ergebnisse bestätigen den Verdacht: Lärm schadet der Gesundheit und begünstigt Bluthochdruck.

Daten aus mehreren Studien 

Die Erhebung sammelte ihre Daten in enger Zusammenarbeit mit anderen Studien zum Thema Herzgesundheit und Lebensqualität. In Deutschland nahmen zwei Gegenden an der Studie teil: das Ruhrgebiet und die Stadt Augsburg. Andere teilnehmende Länder waren Schweden, Dänemark und Spanien. Im Schnitt erkrankten 15 Prozent der Probanden an Bluthochdruck. Dies galt so auch in den beiden deutschen teilnehmenden Gegenden. Das Ausmaß der Luftverschmutzung und der Lärmbelästigung wurde anhand von Fragebögen ermittelt und ist damit nicht vollständig objektiv.

Lärm ist ein Risikofaktor: Auswirkung auf den Blutdruck nachgewiesen

Die Studie konnte keinen Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Bluthochdruck nachweisen. Zumindest war die Zahl der Neuerkrankungen im Vergleich unverändert. Anders zeigt sich das bei Lärm: Hier gab es einen signifikanten Anstieg an Neuerkrankungen. Dies deckt sich mit früheren Studien zur Auswirkung von Lärm auf die Gesundheit. Vor allem rund um Hauptverkehrsstraßen aber auch in den Einflugschneisen der Flughäfen berichten viele Menschen über gesundheitliche Probleme, die nun auch schon mehrfach wissenschaftlich belegt wurden.

So kann jeder sein Bluthochdruckrisiko senken

Jeder kann selbst etwas dafür tun, um sich vor Lärm zu schützen. Dazu gehören folgende Maßnahmen:

  • Wohnortauswahl: Auf Straßen, Flughäfen und Bahnstrecken achten. Abstand halten, egal, wie verlockend eine Wohnung oder ein Haus scheinen mögen.
  • Gute Fenster: Mindestens Doppel-, besser Dreifachverglasung schützen vor Lärm und Dreck.
  • Nachtruhe: Wenn die Lärmbelästigung nicht vermeidbar ist, können Ohrstöpsel die Belastung senken.

 

Quelle: Oxford Journals

Bildnachweis: olly / stock.adobe.com

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.