Bluthochdruck

Blutspenden tut doppelt Gutes: Senkung des Blutdrucks beim Spender

Blutspenden tut doppelt Gutes: Senkung des Blutdrucks beim Spender
geschrieben von Burkhard Strack

Leben retten dank Blutspende – für viele Deutsche gehört die regelmäßige Spende zur Gewinnung von Blutkonserven zum Leben dazu. Die Vorteile für den Empfänger kennt jeder: Das Blut aus dem Infusionsbeutel kann das Zünglein an der Waage zwischen Leben und Tod sein. Aber auch der Spender profitiert von seiner Großzügigkeit, was nun eine Studie belegen konnte: Das Blutspenden senkt den Blutdruck und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Interessante Studie unter Blutspendern

Bis zu viermal im Jahr können gesunde Erwachsene zum Blutspenden gehen. Dabei werden ihnen knapp 500 ml Blut abgezapft. Für den Körper ist das eine gut zu verkraftende Menge, die innerhalb von ein bis zwei Monaten durch neues Blut ersetzt wird. In einer Studie an der renommierten Berliner Charité wurde nun untersucht, welche Auswirkungen die Blutspende auf die Gesundheit des Spenders hat. Die knapp 300 Teilnehmer waren allesamt Erstspender und wurden ein Jahr lang bei und nach ihren Blutspenden begleitet. Etwa die Hälfte der Teilnehmer litt zu Beginn der Studie an erhöhtem Blutdruck mit Werten über 140/90 mmHg.

Überzeugender Effekt – deutliche Blutdrucksenkung bei Bluthochdruck

Eine Auswirkung auf den Blutdruck zeigte sich schon nach der ersten Blutspende: Die Werte lagen im Schnitt bei allen Patienten mit erhöhtem Blutdruck unterhalb der Ausgangswerte. Mit jeder weiteren Blutspende sanken die Werte weiter, sodass sich im Durchschnitt Senkungen um 16 mmHg für den systolischen und 6 mmHg für den diastolischen Wert ergaben. Besonders deutlich war die Senkung bei Patienten, die vor den Blutspenden einen sehr hohen Blutdruck mit Werten über 160/100 mmHg hatten. Sie profitierten am stärksten von den positiven Effekten des Blutspendens. Die zweite Hälfte, bestehend aus Probanden mit normalen Blutdruckwerten vor der ersten Blutspende, zeigte übrigens keinerlei Veränderungen ihrer Blutdruckwerte.

Weitere Ursachen ausgeschlossen

Um sicherzustellen, dass auch wirklich die Blutspende für die deutliche Blutdrucksenkung innerhalb eines Jahres verantwortlich war, wurden die Patienten hinsichtlich ihrer Ernährungs- und Sportgewohnheiten befragt. Auch das Gewicht wurde regelmäßig festgehalten. Bis auf die Eisenwerte, die nach der Spende normalweise niedriger sind, um sich dann wieder zu erholen, zeigten sich die Blutwerte unverändert. Bei den niedrigeren Eisenwerten sehen die Forscher nun auch eine potentielle Ursache für den blutdrucksenkenden Effekt. Eine andere Möglichkeit wäre, dass der gezwungene Austausch von „alten“ gegen „neue“ rote Blutkörperchen den Blutfluss erleichtert und so zur Blutdrucksenkung führt.

Doppelter Effekt: Blutspenden rettet nicht nur das Leben des Empfängers, sondert ist auch für den Spender eine natürliche Gesundheitsmaßnahme. Die ausgeprägte Blutdrucksenkung kann das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko um mehr als ein Drittel reduzieren – ganz ohne Medikamente!

Quelle: Carstens Stiftung

Bildnachweis: Kzenon / Adobe Stock

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Please wait...

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.