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Bluthochdruck? Erkennen Sie die Symptome und Ursachen

Bluthochdruck? Erkennen Sie die Symptome und Ursachen
geschrieben von Andreas Brieschke

Statistisch erkranken 40% aller Deutschen an Bluthochdruck, dem „stillen Killer“. Frühzeitig erkannt lässt sich jedoch eine Menge tun, damit es nicht gefährlich wird. Lernen Sie mögliche Ursachen für Hypertonie kennen. Welche Bluthochdruck-Symptome sollten Sie unbedingt beachten und was können Sie selbst tun?

Was ist Bluthochdruck?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert Bluthochdruck, die arterielle Hypertonie wie folgt: eine dauerhafte, situationsunabhängige Erhöhung des systolischen Blutdrucks über 140 mmHg oder des diastolischen über 90 mmHg.

Dabei ist der systolische Wert die Druckspitze, die entsteht, wenn das Herz Blut ins arterielle System pumpt. Der diastolische Wert ist der immer vorhandene Druck, mit dem das Blut auch während der Entspannung des Herzens fließt. Eine Erhöhung des diastolischen Wertes ist in der Regel problematischer und führt schneller zu Schäden an Organen als kurzfristige Druckspitzen. Es werden drei Stufen von Bluthochdruck unterschieden:

Während Blutdruckwerte um 120/80 mmHg als normal gelten, beginnt die Stufe eins der Hypertonie bei 140/90. Stufe zwei bei 160/100 und Stufe drei bei über 180/110.

Besteht Stufe zwei längere Zeit, kommt es bereits zu ersten Organschäden, z. B. einer Vergrößerung des linken Herzens, das immer gegen den Druck anpumpen muss. In Stufe drei sind Organschäden bald manifest. Es kommt zum Beispiel zu Atemnot bei Belastung, Herzschäden, Nierenschädigung, Netzhauterkrankungen des Auges und Nervenschäden.

Die Ursachen von Bluthochdruck

Wir unterscheiden die primäre oder essentielle Hypertonie von der sekundären. Bei letzterer ist der Bluthochdruck die Folge einer anderen Erkrankung, meist der Nieren. Hier gilt es die Grunderkrankung zu behandeln. In über 90% der Fälle liegt aber eine essentielle Hypertonie vor. Hier ist die Ursache unbekannt. Das therapeutische Vorgehen ist hier rein symptomatisch.

Ziel ist es, mit einem oder mehreren Medikamenten den Blutdruck zu senken. Dieses Vorgehen ist in etwa 30% der Fälle nicht erfolgreich, der Hochdruck therapieresistent. In vielen anderen Fällen gelingt es den Blutdruck zu senken, aber auch hier ist der Erfolg oft nur partiell. Wenn bei Ihnen Bluthochdruck festgestellt wird, müssen in jedem Fall mögliche Ursachen überprüft werden:

  • Nierenerkrankungen (Nierenentzündung, Zystenniere, Nierengefäßerkrankungen
  • Medikamente oder Rauschmittel (Schilddrüsenhormone, Jod, Corticoide, Psychopharmaka, die Pille, Antirheumatika, Kokain, Amphetamine …)
  • Hormonell (Schilddrüsenüberfunktion, Schwangerschaft, Nebennierenstörungen …)
  • neurogen
  • gefäßbedingt

Sind keine dieser Ursachen feststellbar, handelt es sich um eine essentielle Hypertonie. Dies ist also eine Ausschlussdiagnose.

Bluthochdruck-Symptome

Bei vielen Menschen verläuft die Erkrankung schleichend und fast symptomlos. Daher auch der Name „stiller Killer“. Sie können bei Verdacht, insbesondere bei familiärer Belastung einfach mal Blutdruck messen. Folgende Symptome können Hinweise sein:

Kopfschmerz am Morgen, allgemeiner Kopfschmerz unklarer Ursache, Nasenbluten, Herzklopfen, Ohrensausen, Schwindel und Schweißausbrüche können Hinweise sein, insbesondere wenn diese unter Belastung auftreten.

Bei starkem Schwindel, Enge in der Brust und Sehstörungen ist der Blutdruck meist schon stark erhöht. Zeit, einen Heilpraktiker oder Arzt zu konsultieren. Insbesondere in den Anfangsstadien lässt sich durch Lebensführung und Naturheilkunde jede Menge tun, um den Verlauf der Erkrankung zu stoppen.

Was Sie selbst tun können

Zunächst einmal sollten Sie bei Verdacht auf Bluthochdruck einen Behandler aufsuchen. Gerade in den Anfangsstadien kann Ihnen ein erfahrener Heilpraktiker wahrscheinlich helfen.

Er hilft Ihnen auch, Ihr Risiko einzuschätzen. Außerdem können Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen besprochen werden und Lösungswege erarbeitet. Folgende Allgemeinmaßnahmen sind sicher sinnvoll und je nach Typ unterschiedlich wichtig:

  • Stressabbau – machen Sie regelmäßig Pausen
  • Bewegung – treiben Sie mehrmals in der Woche Sport, gehen Sie spazieren oder fahren Sie Rad
  • Rauchen aufhören
  • Übergewicht abbauen
  • Ernährungsumstellung, um den Cholesterinspiegel zu verbessern
  • Kochsalz reduzieren
  • Sinnvolle naturheilkundliche Mittel, Heilpflanzen etc. verwenden

Generell wird es bei einer so komplexen wie meist unerklärlichen Erkrankung immer ein Bündel von Maßnahmen sein, das zum Erfolg führt. Sie können sehr viel beitragen und selbst tun, wenn Sie nicht mit der Pillenschachtel enden möchten. Es lohnt sich.

Bildnachweis: Andrey Popov / stock.adobe.com

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