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Augenerkrankungen: Diagnose und Ursachen des Grauen Stars

Augenerkrankungen: Diagnose und Ursachen des Grauen Stars
Andrea Fettweis
geschrieben von Andrea Fettweis

Meist beginnt die Augenerkrankung zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr so schleichend, dass der Betroffene sie zunächst gar nicht wahrnimmt: Beim grauen Star trübt sich die Linse allmählich ein und führt zur Erblindung, wenn keine Behandlung erfolgt.

Ein anderer Grund für die eingeschränkte Sehfähigkeit kann eine veränderte Brechkraft der Linse sein. Wer unter einem grauen Star leidet, merkt dies meist erst im fortgeschrittenen Stadium. Dann fällt es plötzlich schwer, kleingedruckte Schrift zu lesen und Muster klar zu erkennen. Helle Farben erscheinen plötzlich schmutzig und Weiß vergilbt. Die Empfindlichkeit gegenüber hellem Sonnenlicht ist deutlich erhöht.

Der Graue Star betrifft sehr viele ältere Menschen

Der Graue Star ist eine häufige Augenerkrankung, die ab dem 60. Lebensjahr die meisten Menschen betrifft, jedoch nur die Hälfte von ihnen bemerkt eine Veränderung der Sehfähigkeit. Ein Grund, regelmäßig die Augen untersuchen zu lassen, auch wenn keine Fehlsichtigkeit besteht.

Sie müssen nicht gleich zum Augenarzt gehen, sondern können die meist kostenlosen Angebote der Optiker in Anspruch nehmen und ihre Augen dort untersuchen lassen. Erst wenn der Fachmann Veränderungen an Ihrem Auge erkennt, wird er Ihnen empfehlen, zum Augenarzt zu gehen.

Woher kommt der Graue Star?

Die Augenlinse ist normalerweise klar und beweglich. Der natürliche Alterungsprozess betrifft auch das Auge und so kommt es zu einer Eintrübung der Linse und zu einer veränderten Zusammensetzung der Flüssigkeit, die die Linse umgibt. In dieser Flüssigkeit befinden sich kleinste Eiweißteilchen, die die Sehkraft normalerweise nicht beeinträchtigen. Mit zunehmendem Alter kann es vorkommen, dass sich die Eiweißmoleküle miteinander verbinden und somit große Klumpen bilden. Diese produzieren dann eine Trübung der Linse.

Sauerstoff oder Zucker werden nicht vollständig abgebaut

Ein weiterer Grund für den grauen Star ist der unvollständige Abbau von Sauerstoff im Auge. Es entstehen radikale Stoffe, die die Membran der Linse angreifen. Auch Zuckermoleküle spielen bei dem Stoffwechsel des Auges eine wichtige Rolle. Wenn diese nicht vollständig abgebaut werden, verbleibt zu viel Wasser in den Zellen der Linse, dass die Sehkraft durch die veränderte Lichtbrechung vermindert.

Andere Ursachen für einen Grauen Star sind Stoffwechselstörungen, Kalziummangel, eine Überfunktion der Nebenschilddrüse, zu viel Eisen speicherndes Eiweiß oder eine Unverträglichkeit des Schleimzuckers der Muttermilch. Somit wird deutlich, dass der Graue Star auch Kinder betreffen kann.

Verletzungen und Infektionen können Grauen Star verursachen

Augenverletzungen wie Prellungen, Stichwunden oder Fremdkörper können ebenfalls zum grauen Star führen und daher auch andere Altersklassen betreffen.  Manche Kinder werden bereits mit einem grauen Star geboren, weil ihre Mütter während ihrer Schwangerschaften an einer Infektion erkrankt waren, zum Beispiel an Toxoplasmose, Röteln oder Herpes Viren.

Vorbeugungsmaßnahmen gegen Grauen Star

Um einem Grauen Star vorzubeugen, können Sie auf eine vollwertige Ernährung achten, die Ihnen alle wichtigen Nährstoffe liefert. Vorsichtig sollten Sie bei Medikamenten sein, von denen einige den Grauen Star begünstigen. Vergiftungen, radioaktive Strahlung und UV-Licht können weitere Auslöser sein, die es zu meiden gilt.

Glücklicherweise lässt sich der graue Star und durch eine einfache und unkomplizierte Operation beheben. Lesen Sie in dem Artikel „Wie wird eine Grauer Star behandelt?“, wie diese verläuft und wie Sie sich nach der OP verhalten sollten.

Bildnachweis: Africa Studio / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Andrea Fettweis

Andrea Fettweis

Andrea Fettweis sammelte durch ihre vielseitige Tätigkeit als Pharmazeutisch-technische Assistentin über 20 Jahre lang Erfahrungen in öffentlichen Apotheken, die sie ständig durch private medizinische Studien ergänzte. Seit 1995 schreibt sie für eine Fachzeitschrift des Deutschen Apothekerverlags, schloss ein Studium für Journalismus ab und ist seitdem u. a. für mehrere Online-Magazine als Autorin und Redakteurin tätig. Für experto.de schreibt sie aktuell über gesundheitliche Themen mit den Schwerpunkten Naturheilkunde, chronische Krankheiten, Ernährung, Pharmazie sowie Körper & Seele.