Kinder- & Jugendgesundheit

Vier häufig gestellte Fragen über Dyskalkulie

Vier häufig gestellte Fragen über Dyskalkulie
geschrieben von Burkhard Strack

Viele Kinder haben Schwierigkeiten im Mathematikunterricht, aber bei Lernstörungen wie Dyskalkulie bleiben diese Schwierigkeiten auch langfristig bestehen. Zwischen 3 und 6 Prozent der Kinder sind davon betroffen, bei denen man die Anzeichen der Erkrankung oft schon im Vorschulalter erkennen kann. Hier finden Sie die häufigsten Fragen, die Eltern zu Dyskalkulie stellen.

Dyskalkulie oder Rechenschwäche sind die am häufigsten verwendeten Begriffe für die Störung des arithmetischen oder mathematischen Denkens.

Dyskalkulie ist wie Legasthenie für Zahlen, aber im Gegensatz zur Legasthenie, weiß man nur wenig über ihre Prävalenz, Ursachen oder Behandlung. Nach derzeitigen Überlegungen handelt es sich um eine angeborene Krankheit, die durch die abnormale Funktion eines bestimmten Bereichs des Gehirns verursacht wird.

Frage 1: Was muss ich tun, wenn mein Kind Anzeichen von Dyskalkulie zeigt?

Wenn Sie den Verdacht hegen, dass Ihr Kind an Dyskalkulie leidet, sollten Sie zunächst mit dem Mathelehrer sprechen. Er kann sich über die Unterrichtsleistungen Ihres Kindes äußern und Ihnen sagen, wie sich Ihr Kind im Vergleich zum Rest der Klasse situiert. Der Schulpsychologe kann Sie ebenfalls beraten. In vielen Schulen wird einen Förderunterricht für Kinder mit Lernstörung angeboten, also befragen Sie die Lehrkräfte oder Schulberaterin hierzu.

Weiter können Sie Ihren Kinderarzt aufsuchen, um eine Überweisung zum Facharzt zu erhalten. Der Facharzt ist derjenige, der in der Lage ist, eine fachkundige Diagnose festzustellen und die geeignete Vorgehensweise zu empfehlen.

Frage 2: Wie wird Dyskalkulie diagnostiziert?

Der Facharzt wird zunächst eine Fragestellung durchführen, indem er ausführliche Informationen über die Schwierigkeiten und Entwicklung Ihres Kindes verlangen wird. Es folgen eine Reihe von standardisierten Tests, insbesondere Intelligenztests. Außerdem wird der Arzt auch eine physiologische Untersuchung betreiben, wie spezielle Hör- und Sehtests, um körperliche Probleme auszuschließen. Je nach Einzelfall können auch weitere Untersuchungen notwendig sein.

Frage 3: Ist Dyskalkulie heilbar?

Spezielle Förderung und möglichst frühzeitige Therapie haben einen bedeutenden positiven Einfluss auf Dyskalkulie, aber die Störung bleibt ein Leben lang bestehen. Dyskalkulie kann einigermaßen kompensiert werden, indem man mathematische Fertigkeiten durch spezielle Übungen aufbaut und sich einiger Hilfsmittel (zum Beispiel Taschenrechner) bedient. Wichtig ist, dass die Betroffenen die Unterstützung der Eltern, Lehrkräfte und Kollegen erhalten und mit der Beeinträchtigung bewusst umgehen.

Frage 4: Heißt es, dass mein Kind unintelligent ist?

Auf keinen Fall! Dass die Rechenschwäche mit niedriger Intelligenz zu tun habe, ist nur ein Vorurteil. Dyskalkulie ist von der Intelligenz unabhängig. Viele Betroffene weisen besondere Fähigkeiten und Leistungen in der Schule vor. Außerdem haben manche Kinder einen überdurchschnittlichen IQ.

Bildnachweis: Dan Race / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.