Kinder- & Jugendgesundheit

So werden Sie Kopfläuse wieder los

So werden Sie Kopfläuse wieder los
geschrieben von Burkhard Strack

Der Urlaub ist zu Ende, Schulen und Kindergärten haben nach den Ferien wieder geöffnet. Wie fast jedes Jahr haben die Fälle von Kopflausbefall wieder zugenommen. Viele Personen haben die Läuse aus dem Reiseland mitgebracht. Wie werden Kopfläuse übertragen? Was sollten Sie unternehmen, wenn Ihre Kinder oder Ihre Familienmitglieder Läusebefall haben?

Wie kann die Übertragung der Kopflaus erfolgt sein?

Die häufigste Übertragung von Läusen erfolgt von Mensch zu Mensch und von Kopf zu Kopf. Der nahe Körperkontakt kann dazu führen, dass die Kopfläuse ihren menschlichen Wirt problemlos wechseln können.

Auch die gemeinsame Benutzung von Handtüchern, Kopfbedeckungen, Kämmen, Kissen, Decken und Matratzen hilft den Kopfläusen dabei, von einem Menschen zum anderen zu gelangen.

Auch in Schlafsäcken fühlen sich die Läuse wohl. Sie lieben das feuchtwarme Klima. Mädchen sind vom Kopflausbefall fast doppelt so oft betroffen wie Jungs. Das liegt auch an den langen Haaren der Mädchen und am engen Körperkontakt untereinander. Oft wird behauptet, dass Läuse fliegen, springen und schwimmen könnten. Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit. Allerdings können Läuse in einer Minute bis zu etwa 30 cm kriechen.

Können Ihre Haustiere Kopfläuse übertragen?

Wenn Sie Haustiere haben, brauchen Sie nicht zu befürchten, dass Ihre Tiere Kopfläuse bekommen und übertragen könnten. Die Kopflaus ist auf Menschen spezialisiert. Ihr Hund oder Ihre Katze wird von der Kopflaus nicht geliebt. Somit kommen Ihre Haustiere als Überträger auch nicht in Frage.

Das sollten Sie gegen akuten Kopflausbefall unternehmen:

1. Die Behandlung

Behandeln Sie den oder die Patienten so schnell wie möglich mit einem Läuse-Shampoo oder einer Läuse-Lotion. Bitte beachten Sie, dass Sie nur solche Kopflausmittel verwenden, deren Wirkung auch klinisch getestet wurde. Die Läusemittel sind nur dann wirksam, wenn sie nach §18 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) gelistet sind.

Die Hersteller vermerken dies auf der Verpackung der Kopflausmittel. Nur diese Mittel dürfen von den Gesundheitsämtern für die Behandlung gegen Kopfläuse empfohlen werden. Untersuchen Sie alle Familienmitglieder gründlich nach Kopfläusen. Behandeln Sie alle Familienmitglieder vorsorglich gegen die Läuse.

2. Wäsche waschen

Waschen Sie die Wäsche der Betroffenen, besonders Kopfbedeckungen, Kissenbezüge und Handtücher mit einem speziellen Läusewaschmittel.

3. Umgebung behandeln

Viele Gegenstände, mit denen die Betroffenen in Berührung gekommen sind, lassen sich nicht waschen. Behandeln Sie deshalb zum Beispiel Autositze, Sessel, Sofa, Stofftiere, Matratzen, und Fahrradhelme mit einem speziellen Läuse-Textil-Spray.

4. Kontrolle regelmäßig durchführen

Nach einer Kopflausbehandlung sollten Sie täglich Ihre Familienmitglieder nach Kopfläusen absuchen. Wenn Sie noch lebende Läuse finden, muss eine Wiederholung der Behandlung sofort erfolgen. Finden Sie keine lebenden Kopfläuse mehr, ist je nach Läusemittel die Behandlung nach etwa einer Woche noch einmal durchzuführen, damit auch alle Läuse erfasst werden können.

Damit Ihr Kind künftig von Kopfläusen verschont bleibt, sollten Sie es darauf hinweisen, dass ein Austauschen von Kopfbedeckungen, Handtüchern und Haarbürsten mit anderen Kindern unterbleiben sollte.

Bildnachweis: vallejo123 / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.