Kinder- & Jugendgesundheit

Katzenhaarallergie bei Kindern – das müssen Sie wissen

Katzenhaarallergie bei Kindern - das müssen Sie wissen
geschrieben von Burkhard Strack

Liebevoll und ausgelassen, Katzen können herrliche Freunde für Kinder sein. Doch was passiert, wen der Kleine immer schnupft, wenn er in Kontakt mit dem pelzigen Spielfreund kommt? Gemäß Statistik leidet jeder zehnte Haustierhalter an einer Tierallergie, dabei ist eine Allergie gegen Katzen am häufigsten.

Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über die Katzenhaarallergien bei Kindern.

Allgemeines über Allergien – wer bekommt sie?

Das manche Kinder sensibler als andere sind, ist schon klar. Einige Kinder können gar keine Überempfindlichkeit vorweisen, während bei anderen immer wieder neue Sensibilisierungen auftauchen. Die generelle Neigung zur Entwicklung von Allergien ist oft erblich, das heißt, sie kann durch Gene übertragen werden. Allerdings bedeutet das nicht, dass alle Ihre Kinder allergisch reagieren werden, nur weil Sie oder Ihr Partner eine Allergie haben.

Vielmehr übernimmt man in der Regel nicht eine bestimmte Allergie, sondern nur die Neigung zur Entwicklung von Allergien. Jedoch bekommen einige Kinder Allergien, auch wenn kein Familienmitglied allergisch ist und ein Kind, das gegen eine bestimmte Substanz überempfindlich ist, wird wahrscheinlich auch gegen anderes allergisch sein.

Allgemein entwickeln sich Allergien bis zum Alter von zehn Jahren, aber die Symptome können erstmals im Erwachsenenalter vorkommen. Es ist unklar, ob es eine sichere Methode gibt, um Tierallergien bei Kindern vorzubeugen. Einige Studien zeigten, dass bei einem Kontakt mit Tieren im ersten Lebensjahr eines Kindes der Entwicklung von Allergien vorgebeugt wird, aber nicht alle Experten stimmen mit diesen Ergebnissen überein.

Wie sieht das Krankheitsbild aus?

Wenn es um Katzenallergien geht, nehmen viele die Katzenhaare als Allergen an. Eigentlich wird die Überempfindlichkeit in den meisten Fällen von den Proteinen aus dem Speichel, Urin und Talgdrüsen in der Haut der Katzen verursacht, die sich an die Katzenhaare anhaften. Wenn man in Kontakt mit einem dieser Allergene kommt, versucht das Immunsystem sie zu neutralisieren, so dass im Körper etwa vierzig Chemikalien freigesetzt werden. Eine dieser Chemikalien ist Histamin, das für die Entzündung der Nase und Atemwege verantwortlich ist. Häufige Symptome bei Katzenallergien sind laufende Nase, tränende Augen, Niesen, Husten und Keuchen.

Ein Arzt oder Allergologen kann eine Diagnose stellen, indem er eine detaillierte Überprüfung der Krankengeschichte des Kindes und eine vollständige körperliche Untersuchung durchführt. Der Arzt könnte sich auch für ein Haut- oder Bluttest entscheiden. Im Allgemeinen sind Hauttests zu bevorzugen, weil sie schneller und präzisere Ergebnisse als Bluttests liefern.

Kann man mit einer Katze im Haus weiterleben?

Die einfachste Lösung bei einer Allergie gegen Katzen wäre, keine Katze im Haus zu halten. Doch auch wenn man die Katze entfernt, dauert es noch einige Monate, bis man der Allergie los wird. Allergieauslösende Proteine setzen sich auf jede verfügbare Oberfläche und können nur durch eine gründliche Reinigung mit Schwebestofffiltern oder Entfernung der betroffenen Objekte beseitigt werden.

Wenn die Allergie Ihres Kindes nicht so stark ist und sie entscheiden sich, dass ihre Familie auf die Katze nicht verzichten kann, gibt es einige Methoden, um die Symptome des Kindes zu lindern und die Allergie im Griff zu halten.

  • Die Katze regelmäßig baden: durch ein regelmäßiges Baden kann man erhebliche Mengen an Allergenen aus dem Fell der Katze entfernen. Vergessen Sie nicht, auch die Spielzeuge und Bettwäsche Ihres Tieres oft zu waschen.
  • Das Fell bürsten: Regelmäßiges Bürsten kann auch helfen, denn es reduziert die lose Katzenhaare in der Luft, an welchen Speichel angehaftet ist. Wenn Ihre Katze nicht sehr begeistert über das Baden ist, wird das Bürsten sie sicherlich zum Schnurren bringen.
  • Ein katzenfreies Schlafzimmer einrichten: eine Maßnahme, mit welcher Kinder wahrscheinlich nicht zufrieden sein werden, aber völlig notwendig ist. Obwohl die Kleinen gern mit ihrer Katze schlafen würden, ist es besser, wenn Sie das Tier von seinem Schlafzimmer weghalten, so dass sie weniger mit den Allergenen in Kontakt kommen.
  • Die Luft reinigen: Durch regelmäßige Reinigung der Luft reduzieren Sie die Hautschuppen im Haus. Verwenden Sie dazu einen HEPA-Filter für den Luftreiniger und Staubsauger.
  • Behandlung durch Medikamente und Allergieimpfung: Nach Rücksprache mit dem Kinderarzt können Sie die Katzenallergie mit frei verkäuflichen oder verschreibungspflichtigen Medikamenten wie Dekongestiva und Antihistaminika kontrollieren und lindern. Eine andere Option kann die Allergieimpfung sein, wobei man die natürliche Immunantwort des Körpers auf der Katzenallergene durch periodische Impfungen stimuliert.

Bildnachweis:  Una / stock.adobe.com

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.