Kinder- & Jugendgesundheit

Hochbegabung: So erkennen Sie sie rechtzeitig

Hochbegabung: So erkennen Sie sie rechtzeitig
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geschrieben von Marion Walsdorff

In der Serie „Hochbegabung“ möchte ich auf die besonderen Probleme von hochbegabten Kindern und Erwachsenen aufmerksam machen. Um ein hochbegabtes Kind vor der Qual der permanenten Unterforderung und der Demotivation zu bewahren, die aus ihm einen Underachiever machen kann, ist es wichtig, dass Eltern oder Lehrer seine Hochbegabung erkennen.

Hochbegabung erkennen: Früherkennungsmerkmale

Natürlich kann man bei einem Säugling nicht sagen, dieses Kind wird einmal hochbegabt sein. Aber es gibt dennoch Anzeichen auch aus dieser Zeit, die Früherkennungszeichen sein können. So gelten hochbegabte Kinder als besonders wach und kommunikativ.

Dies zeigen sie auch bereits in der Säuglingszeit. So kann es sein, dass ein Kind mit zwei Monaten schon zurücklächelt, wenn die Mama in den Kinderwagen lacht oder das Köpfchen dreht, wenn es ein Geräusch hört. Auch die Fixierung von Gegenständen kann bei hochbegabten Kindern schon deutlich früher einsetzen als normalerweise.

Erkennungszeichen von Hochbegabung im Kleinkindalter

In der Kleinkindzeit zeigen diese Kinder ein verstärktes Neugierverhalten. Sie wollen alles wissen und erforschen. Ihr Erkenntnisdrang ist enorm. Eltern von hochbegabten Kindern erzählen häufig, dass ihr Kind überall rangegangen ist, dass es nicht zu stoppen war in seinem Erkundungsdrang und häufig auch ein vermindertes Risikobewusstsein gezeigt hat.

Auch die sprachliche Entwicklung findet in der Regel früher und schneller statt. So kann es sein, dass ein Kind bereits im Alter von 1 Jahr Drei-Wort-Sätze spricht oder die Baby-Sprache ganz auslässt. Ein umfangreicher Wortschatz und die Verwendung von Fremdworten und ungewöhnlichen Ausdrücken können ebenfalls ein Hinweis auf Hochbegabung sein.

Hochbegabungszeichen im Grundschulalter erkennen

Im Grundschulalter fällt zunächst das unbedingte Drängen auf, in die Schule gehen zu wollen. Das ausgesprochene Neugierverhalten, der Wissensdurst, der Forscherdrang treiben das Kind an. Es langweilt sich schnell in der Schule und verliert die Lust an der Schule, wenn es nicht besonders gefördert wird.

Es löst die gestellten Aufgaben schneller als seine Altersgenossen, es wartet mit ungewöhnlichen Lösungen auf oder stellt weitergehende Fragen. Häufig stellt sein Verhalten eine Herausforderung für die Lehrkräfte dar.

Hochbegabung – Lernfreude durch zusätzliche Förderung erhalten

Spätestens ab hier hängt seine Entwicklung von der Erkennung und Förderung seiner besonderen Begabung ab. Gelingt es jetzt (möglichst schon früher) die Lernfreude des Kindes durch besondere Aufgaben, zusätzliche Förderung und Anerkennung seiner Leistungsbereitschaft aufrecht zuhalten bzw. wieder zu erwecken, wird es eine positive Schulkarriere hinlegen.

Gelingt dies nicht, wird es sich zu einem so genannten Underachiever entwickeln und nicht die Leistung erbringen, die seiner Begabung entspricht.

Fazit:

Es gibt einige Anzeichen, die auf eine Hochbegabung bei einem Kind hinweisen können. In der Säuglingszeit ist eine besondere Wachheit und Kommunikativität ein wichtiger Hinweis. Hinzu kommen ein geringeres Schlafbedürfnis und eine frühe motorische Entwicklung. Eine besonders schnelle Entwicklung der sprachlichen Fähigkeiten mit Auslassen der Babysprache wird ebenfalls als Hinweis auf eine Hochbegabung gesehen.

In der Kleinkindzeit gelten ein ausgeprägtes Neugierverhalten, der enorme Wortschatz und eine ausgesprochen gute Merkfähigkeit als Hinweise auf eine Hochbegabung. In der Grundschule ist ebenfalls das außergewöhnlich gute Gedächtnis ein Hinweis auf Hochbegabung. Außerdem gelten das enorme Wissen, der Wissensdurst und die Schnelligkeit mit der die gestellten Aufgaben gelöst werden als Hinweis auf eine Hochbegabung.

Bildnachweis: detailblick-foto / stock.adobe.com

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