Homöopathie

Wie Sie Pruritus in der Schwangerschaft mit Schüßlersalzen behandeln

Wie Sie Pruritus in der Schwangerschaft mit Schüßlersalzen behandeln
Dr. Udo Döring
geschrieben von Dr. Udo Döring

Es kommt immer wieder vor, dass Schwangere wegen Juckreiz in die Praxis kommen. Der Pruritus (medizinisch für Juckreiz) kann viele Gründe haben. Hierbei ist es egal, ob der Juckreiz am Bauch, an den Beinen, im Intimbereich oder am gesamten Körper auftritt. Mit der richtigen Einnahme der Schüßlersalze kann man diesem Leiden ein Ende setzen.

Ein Fünftel aller schwangeren Frauen leiden unter einer Art Juckreiz auf der Haut. Für dieses „Leiden“ können mit unter die Hormone zuständig sein. Jedoch ist auch die schnelle Dehnung der Haut gerade am Bauch hierfür verantwortlich zu machen.

Des Weiteren bekommen ca. 2/3 der betroffenen Frauen neben dem Juckreiz auch rote Handflächen und Fußsohlen. Hierfür ist die Erhöhung des Östrogens wohl verantwortlich. Diese Anzeichen und auch der Juckreiz verschwinden direkt einige Tage nach der Geburt wieder.

Lassen Sie bei Juckreiz unbedingt einen Bluttest machen

Zuerst sollte bei der Schwangeren eine Blutuntersuchung stattfinden, da der aufgetretene Juckreiz auch ein Hinweis für die beginnende Gestose (Schwangerschaftsvergiftung) oder unter anderem auch ein Hinweis auf Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) sein kann. Sollte der Juckreiz jedoch sehr heftig sein und gerade im letzten Drittel verstärkt an Unterleib, Oberschenkeln, dem Po oder am gesamten Körper auftreten, so kann ein schweres Leberproblem, die Schwangerschafts-Cholestase aufgetreten sein.

In diesem Fall erstreckt sich der Pruritus (Juckreiz) über den gesamten Körper und häufig sind auch die Hände und Füße betroffen. Gesellen sich zum Juckreiz noch Nausea (Übelkeit), Emesis (Erbrechen), Müdigkeit, Appetitlosigkeit, weißlicher Fäzes (Stuhlgang) und ein Ikterus (Gelbsucht) hinzu, gehören die betroffene Schwangere umgehend in fachkompetente Hände eines Gynäkologen oder eines fachkundigen Heilpraktikers.

Durch einen entsprechenden Bluttest können die entsprechenden Transaminasen der Leber gemessen werden. Im Bedarfsfall kann dann mit entsprechenden Medikamenten die Leber wieder fit gemacht werden.

Hautveränderungen in der Schwangerschaft sind normal

Jedoch finden während der Gravidität (Schwangerschaft) sehr viele Hautveränderungen statt, die als völlig normal angesehen werden. Zur normalen Physiologie der Schwangerschaft gehört auch eine vermehrte Pigmentierung der Haut. Hierbei sind insbesondere die Mittellinie des Schwangerschaftsbauches und die Brustwarzenvorhöfe durch eine Verdunkelung der Haut erkennbar.

Da man jedoch die genauen Ursachen des Juckreizes während der Schwangerschaft nicht näher eingrenzen kann, werden diese Phänomene auch unter dem Begriff der Schwangerschaftsdermatose in der Medizin geführt.

Des Weiteren kann es im dritten Trimenon (Schwangerschaftsdrittel) zum PUPP-Syndrom, einer akuten Dermatose (Hauterkrankung) kommen. Es wird auch als polymorphes Exanthem oder Schwangerschaftsdermatose bezeichnet. Hierbei kommt es zu Hautrötungen, Pusteln oder gar Bläschenbildungen. Nach der Geburt bilden sich die Hauterscheinungen und der Juckreiz spontan wieder zurück.

Wie Sie den Juckreiz homöopathisch behandeln

Zur Behandlung des Juckreizes während der Gravidität haben sich praxismäßig folgende biochemische Mineralsalze nach Dr. med. W. Schüßler sehr bewährt:

Prinzipiell können bei Juckreiz der Haut von den biochemischen Mineralsalzen Nr. 6 Kalium sulfuricum D6 in Kombination mit Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 jeweils 3-mal täglich 3 Tabletten lutschend eingenommen werden.

In Zusammenhang mit einer entzündlichen Veränderung des Hautbildes können zusätzlich die Nr. 17 Manganum sulfuricum D6 und die Nr. 22 Calcium carbonicum D6 mit jeweils 2 Tabletten morgens und abends eingenommen werden.

Trockenheit im Genitalbereich

Tritt der Juckreiz mit einer Trockenheit im Genitalbereich auf, so sind die Schüßlersalze Nr. 8 Natrium chloratum D6 zusammen mit der Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 sehr hilfreich. Von diesen biochemischen Mineralsalzen braucht der Organismus dann über einen längeren Zeitraum 3-mal täglich 3 Tabletten, die lutschend eingenommen werden.

Was tun bei Hautekzem?

Kommt es über den Juckreiz zu einem hartnäckigen Hautekzem, so sollte man das biochemische Mineralsalz Nr. 13 Kalium arsenicosum zusammen mit dem Ergänzungssalz Nr. 20 Kalium aluminium sulfuricum D6 jeweils 3-mal täglich mit 4 Tabletten lutschend einnehmen.

Kommt es zusätzlich zum Hautjucken im Analbereich, so kann man nach jedem Stuhlgang den vorher gereinigten Analbereich mit der Salbe Nr. 3 Ferrum phosphoricum D3 wieder beruhigen.

Das hilft bei Hämorrhoiden

Sollten sich darüber hinaus auch Hämorrhoiden durch und während der Schwangerschaft eingestellt haben, so kann die Salbe mit der Nr. 1 Calcium fluoratum D12 morgens und abends gut eingesetzt werden. Sie hat die positiven Eigenschaften, das Bindegewebe zu stärken und gleichzeitig elastisch zu halten. Die Einnahme des biochemischen Mineralsalz Nr. 1 Calcium fluoratum D12 mit jeweils 3-mal 3 Tabletten lutschend kann auch angeraten werden.

Unterstützend haben sich auch Natronbäder als sehr hilfreich bei Pruritus bewährt. Hierzu nimmt man 6 Beutel Natron (aus der Apotheke oder dem Reformhaus) und löst diese in 35 bis 38°C warmen Wasser in einer Badewanne auf. Badedauer in diesem Vollbad sollte für die Schwangere nicht länger als 10 bis max. 15 Minuten betragen.

Nach dem Bad hat sich die beruhigende Salbung des Körpers mit der Schüßlersalz-Lotion (von der Firma DHU) Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 als wirksam herausgestellt.

Bildnachweis: Narong Jongsirikul / stock.adobe.com

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Dr. Udo Döring

Dr. Udo Döring

Den Beruf des Heilpraktikers sieht er als Berufung an, indem er die unterschiedlichsten Informationen aus dem Bereichen der Naturheilkunde für ganzheitliche Gesundheitsberatung für Mensch und Tier hier weiter gibt.