Homöopathie

Was Sie über Homöopathie Potenzen wissen sollten

Was Sie über Homöopathie Potenzen wissen sollten
geschrieben von Burkhard Strack

Entscheidend für die Wirkungsweise homöopathischer Arzneimittel ist die Potenzierung. Die Inhaltsstoffe erfahren während des potenzierenden Verfahrens eine Umwandlung: Das Wirkpotenzial wird schrittweise durch Verreibung oder Verschüttelung aufgeschlüsselt. Als Grundlage dient dabei die Ursubstanz. Erfahren Sie hier mehr über Homöopathie Potenzen.

Homöopathie Potenzen gibt es in unterschiedlichen Verdünnungsgraden. Die niedrigen Potenzen – vor allem D6 bis D12 – kommen in erster Linie bei Selbstbehandlungen zum Einsatz, die höheren nach einer Verschreibung durch einen Homöopathen. Neben den D-Potenzen sind C- und LM-Potenzen erhältlich.

Grundlage der Potenzierung: die Ursubstanz

Als Grundstoff homöopathischer Arzneimittel dienen hauptsächlich pflanzliche Bestandteile oder Auszüge, daneben auch Substanzen mineralischer oder tierischer Herkunft. Des Weiteren werden auch chemische Grundstoffe verwendet, die sich auch in der Schulmedizin bewährt haben, als Beispiel sei an dieser Stelle etwa Kortison genannt.

Unabhängig von der Ausgangssubstanz – die an sich bereits therapeutisch wirksame Bestandteile enthält, wie es beispielsweise bei Heilpflanzen der Fall ist – ist das besondere Herstellungsverfahren der Homöopathika kennzeichnend für diese Form der alternativen Medizin: die Potenzierung.

Aufgrund der Homöopathie Potenzen ist es möglich, Arzneimittel für eine Therapie einzusetzen, die im Normalfall, beispielsweise aufgrund ihrer Giftigkeit, nicht einsetzbar wären. Grundlage der Potenzierung ist die Ursubstanz. Handelt es sich beim gewünschten Ausgangsstoff um einen löslichen Stoff, so wird mittels eines alkoholischen Auszuges die Urtinktur daraus gewonnen.

Soll ein fester Stoff verwendet werden, wird dieser so lange mit Milchzucker verrieben, bis dieser ebenfalls mit Alkohol verdünnt werden kann.

Kraftentfaltung durch Potenzierung

Ihre eigentliche Wirkungskraft entfalten Homöopathika allerdings erst durch die Potenzierung. Die medizinische Wirkung der Ursubstanz, die noch auf den Inhaltsstoffen beruht, erfährt bei diesem Vorgang eine Umwandlung. Es gibt verschiedene Homöopathie Potenzen.

Die D-Potenzen – das „D“ steht dabei für „Dezimalskala“ – erfahren eine Verdünnung im Verhältnis 1 : 10. Das bedeutet, dass ein Tropfen der Ursubstanz mit neun Tropfen Alkohol vermischt und anschließend genau 10-mal geschüttelt wird. Auf diese Weise erhält man ein homöopathisches Arzneimittel der Potenz D1.

Um die Potenz D2 zu erhalten, wird ein Tropfen D1 mit neun Tropfen Alkohol vermischt und wieder 10-mal geschüttelt. Für höhere Potenzen setzt sich die Vermischung und Verschüttelung entsprechend der beschriebenen Weise weiter fort.

C-Potenzen zählen neben den D-Potenzen zu den häufig angewendeten Potenzen in der Homöopathie. Das „C“ steht dabei für „Centesimalskala“, was bedeutet, dass die Verdünnung im Verhältnis 1 : 100 erfolgt.

LM- oder gar Q-Potenzen werden eher selten angewendet und wenn, dann meist auf Anraten eines Homöopathen. Dabei handelt es sich um eine Verdünnung im Verhältnis 1 : 50.000.

Die Anwendung der Homöopathie Potenzen

Gerade am Anfang einer homöopathischen Behandlung werden zunächst einmal die niedrigen Potenzen eingesetzt. Wer eine Selbstbehandlung durchführen möchte, nutzt in der Regel die Potenzen D6 bis D12 oder auch Potenzen bis C30. Im Laufe einer Behandlung erfolgt oft eine Steigerung der Homöopathie Potenzen, vor allem wenn es sich um eine Konstitutionsbehandlung handelt.

Diese greift wesentlich tiefer als eine Selbstbehandlung und soll angeborene Schwächen therapieren, sodass immer wiederkehrende gesundheitliche Probleme an der Wurzel gepackt werden und nicht mehr auftreten. Eine Konstitutionsbehandlung beginnt meist mit der Potenz C30 und steigert sich im Laufe der Behandlung bis hin zu C1000.

In der Behandlung von Kindern setzt der Therapeut vorzugsweise Homöopathie Potenzen wie C6, C12 oder C30 ein. Bei den niedrigen Potenzen im D- bzw. C-Bereich besteht die übliche Dosierung aus fünf Globuli/fünf Tropfen/einer Tablette dreimal am Tag.

Mehr zu dem Thema finden Sie in Hier erfahren Sie mehr zu den richtigen Potenzen!

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.