Rückenprobleme beim Pferd homöopathisch behandeln

Rückenprobleme treten beim Pferd öfter auf.

Pferde haben oft Rückenprobleme, weil sie sich beim Training verspringen, der Sattel nicht richtig passt oder sie sich einfach mal vertreten. Mit homöopathischen Mitteln kann man diese Verspannungen wieder lösen und beheben.

Anzeichen von Rückenproblemen beim Pferd

Zeigt das Pferd beim Putzen durch Wegdrücken des Rückens an, dass ihm die Muskulatur wehtut oder es einfach nur sehr berührungsempfindlich am Rücken ist, sollte man daran denken, dass vielleicht Rückenprobleme bestehen.

Wenn der Rücken schmerzt, widersetzt sich das Pferd auch beim Reiten. Das ist in diesem Fall kein "Nicht wollen", sondern einfach nur ein gesteigertes Unwohlsein. Menschen müssen in diesem Fall sensibel reagieren.

Erste Hilfe können warme Umschläge auf die Muskulatur sein (z. B. heiße Kartoffeln, in einen Sack verpackt). Auch Wärmelampen sind empfehlenswert, damit die Muskeln sich entspannen können. Magnetfeldmatten können ebenfalls zur Entspannung beitragen.

Homöopathische Mittel bei Muskelverspannungen im Rücken

Arnica ist ein homöopathisches Mittel, das bei alle körperlichen Überanstrengungen immer sehr gut wirkt.

Nux vomica findet Anwendung, wenn das Pferd Wirbelsäulenverspannungen zeigt und eine starke Berührungsempfindlichkeit oder hohe Schmerzhaftigkeit im Rücken zu bemerken ist. Pferde, die Nux vomica benötigen, sind sehr reizbar, wenn sie nicht in Ordnung sind, wodurch sie sich weiterhin verspannen und so in einen Teufelskreis geraten.

Besonders Verspannungen im Rücken- und Kreuzbeinbereich reagieren gut auf Nux vomica. Diese Pferde sind keine Kandidaten für einen kurz entschiedenen Wanderritt, da sie vor dem Reiten meist erst mindestens eine halbe Stunde konzentriert gearbeitet werden müssen, damit sie sich langsam entspannen können.

Bei Beteiligung der Nerven, wenn diese durch die Verspannung eingeklemmt sein könnten, ist Hypericum das Mittel der Wahl. Dieses Mittel wird bei allen Nervenbeteiligungen zur Entspannung führen.

Belladonna kann eingesetzt werden, wenn starke Verkrampfungen der Muskulatur zu finden sind, auf die ein apathisches Verhalten folgt. Meist sind es leicht reizbare Pferde, die sehr lebhaft und nervös sind, aber auch fast stupides Verhalten ist möglich. Die Halsmuskulatur und eventuell auch die Nackenmuskulatur erscheinen geschwollen und die Sattellage ist schmerzhaft, wenn Belladonna angezeigt ist.

Verschlechterung tritt ein bei Berührung, Nässe, Kälte oder Hitze im Sommer. Besserung tritt auf bei Hochziehen des Kopfes, bei Ruhe und durch Wälzen.

Rhus toxicondendron oder Bryonia können auch hierbei oft helfen und sollten versucht werden, wenn die vorgenannten Mittel nicht zum Pferd passen. Weitere Mittel die eingesetzt werden könnten wären Lachnantes tinctoria, Rhododendron oder Strychninum.

Die homöopathischen Mittel werden in der D6, 3 x am Tag, in der D12, 2 x am Tag oder in der D30, 1 x am Tag gegeben.

Veröffentlicht am 5. Juni 2012