Homöopathie für Hunde

Stramonium für aggressive und ängstliche Hunde anwenden

Stramonium für aggressive und ängstliche Hunde anwenden
Gabriele Zuske
geschrieben von Gabriele Zuske

Hunde, die zu großer Heftigkeit und Gewalttätigkeit neigen, weisen oft ein starkes Ungleichgewicht im Nervensystem auf und mit einem normalen Training kommt man oft nicht weit bei diesen Hunden. Das homöopathische Mittel Stramonium kann für einen Ausgleich der Nerven sorgen.

Hunde, die Aggressionen und zugleich Angst zeigen, brauchen Stramonium

Stramonium, der Stechapfel, ist neben Belladonna und Hyoscyamus eines der gewalttätigsten und heftigsten homöopathischen Mittel. Gleichzeitig zeigt ein Stramonium-Hund aber auch Angst. Hunde, die in dieses Mittel passen, benehmen sich zerstörerisch, brutal, ja sogar manchmal fast bösartig und zeigen manchmal Mordlust. Es wird gebissen, geknurrt und gebellt, nur um zu zerstören. Es fehlt diesem Hund eindeutig an Selbstkontrolle, auch gegenüber sich selbst.

Auslöser für dieses Verhalten kann ein Schockerlebnis oder eine Krankheit des Gehirns oder eine Kopfverletzung, bzw. eine Infektion des zentralen Nervensystems sein. Ein Schockerlebnis kann durch einen sehr starken Angstzustand entstehen und meist ist dem Hundebesitzer dieses nicht mehr bewusst.

Aggressionen bestimmen das Leben dieses Hundes, treten ab und zu aber auch in den Hintergrund, um dann wieder unvermittelt hervorzubrechen. Bei Epilepsie sollte man auch an dieses Mittel denken, wenn die Anfälle plötzlich auftreten.

Aggressivität und Angst

Weitere Verhaltenssymptome, die auftreten können, sind Angst in der Dunkelheit bzw. in der Nacht. Der Hund vergisst vor lauter Angst dabei in der Nacht bzw. im Dunkeln sein Geschäft zu verrichten. Dadurch wird der Hund sogar absichtlich unsauber, um nicht hinaus zu müssen, wird aber nie sein eigenes Lager verschmutzen.

Auch Angst vor dem Alleine sein ist für den Stramonium-Hund ein schweres Problem, bei dem er seiner Angst mit Jaulen und Heulen Luft macht. Wenn die Lautäußerungen keinen Erfolg zeigen, kann die Angst des Hundes dazu führen, dass er beginnt, seiner Zerstörungswut freien Lauf zu lassen und er wird die Wohnungseinrichtung zerlegen.

Angst vor Tunneln, Angst vor geschlossenen und engen Räumen tritt ebenso auf und der Hund sollte deswegen nie, weil er vielleicht unsauber war oder die Einrichtung zerlegt hat in einen zu kleinen Raum eingesperrt werden, denn dort würde er total in Panik geraten. Manche Hunde zeigen auch Angst vor Wasser und weigern sich hineinzugehen. Zwingen Sie einen solchen Hund nie dazu, trotzdem ins Wasser zu gehen, indem Sie ihn ins Wasser werfen und meinen, er wird schon schwimmen. Er könnte vor Panik ertrinken.

Konzentrierte Arbeit ist mit einem Stramonium-Hund schwierig, weil er sich nicht mit der Arbeit beschäftigen mag, auch hier macht Zwang wenig Sinn. Modalitäten, die zu einer Verschlimmerung führen, sind Dunkelheit, Alleine sein, Wärme und Besserung tritt ein bei hellem Licht und in Gesellschaft.

Das Mittel wird bei Verhaltenssymptomen in der C30, 1 x täglich, 3-5 Globulis verabreicht. Am besten löst man die Globulis in 1-2 ml stillem Wasser auf und gibt die Lösung direkt ins Maul des Hundes ein. Die Eingabe kann 1-2 Wochen erfolgen und sollte möglichst nach Bedarf eingesetzt werden. So oft wie nötig und so selten wie möglich, wie bei allen homöopathischen Mitteln.

Bildnachweis: oleghz / stock.adobe.com

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Gabriele Zuske

Gabriele Zuske

Gabriele Zuske ist Expertin für Tierpsychologie und Tierhomöopathie. Auf experto.de zeigt sie Möglichkeiten auf, wie Ihre Tiere mit sanfter Methode behandelt werden können.