Homöopathie

Operation nach einem Unfall? Wie Homöopathie helfen kann, sich schnell zu erholen

Operation nach einem Unfall? Wie Homöopathie helfen kann, sich schnell zu erholen
geschrieben von Irmgard Maria Post

Sind Sie nach einem Unfall operiert worden, und fällt es Ihnen seitdem schwer, Ihre frühere Fitness wiederzuerlangen? Leiden Sie unter Schmerzen und Beschwerden wie z.B. Bewegungseinschränkungen? Wenn Ihnen Schulmedizin und Physiotherapie kaum Besserung verschaffen, fangen Sie an zu verzweifeln – häufig ohne Grund. Denn nicht selten lassen sich Ihre Beschwerden mit homöopathischen Mitteln in den Griff bekommen. Erfahren Sie nun, welche homöopathischen Arzneien helfen, sich nach Unfall und Operation zu regenerieren.

Nachoperative homöopathische Behandlung

Vielen von Ihnen sind die typischen Verletzungsarzneien wie Arnica, das Hauptmittel bei allen Verletzungen und Symphytum, das sich bei Knochen-, aber auch bei Gesichts- und Augenverletzungen zusammen mit Arnica bewährt hat, bekannt. Solche Arzneien lindern die Schmerzen, beschleunigen den Heilungsprozess und beugen Komplikationen vor.

Wenn Sie aber z.B. wegen einer komplizierten Fraktur operiert worden sind, haben Sie eine Reihe von Medikamenten verabreicht bekommen. Diese Substanzen müssen ausgeleitet werden, damit sie nicht den Heilungsprozess blockieren und Sie wieder genesen können. Wie dies im Einzelnen aussehen kann, werde ich Ihnen nun anhand zweier Fallbeispiele erläutern.

1. Fallbeispiel: Komplizierte, operierte Beinfraktur

Behandlung vor der Operation

Ein Mann, ein Familienangehöriger und Patient zugleich von mir, hatte sich bei einem Fußballspiel einen komplizierten Beinbruch zugezogen. Bevor man ihn ins Krankenhaus fuhr, fand ich gerade noch Zeit, in eine Flasche mit Mineralwasser die Tagesration von je 15 Tropfen von den Solunaten Nr. 12 und Nr. 17 abzufüllen und ihm zum Trinken – portionsweise bis abends – mitzugeben.

Diese beiden Solunate, Komplexhomöopathika, seit 1921 zur Behandlung von Augenleiden eingesetzt, enthalten Johanniskraut, auch Hypericum genannt, in einer besonders wirksamen Aufbereitung.

Hypericum , das als das Arnica der Nerven gilt, habe ich zwar auch als einzelne, homöopathische Arznei vorrätig, in Notfällen wie diesem, ziehe ich aber die beiden genannten Solunate vor, da sie effektiv Schmerzen beheben und obendrein noch Psyche und Körper stärken. Dies gilt vor allem bei Patienten, die zuvor nur wenig schulmedizinisch behandelt wurden.

In diesem Fall benötigte der Patient nach der Operation nur einmal, weil er noch keine weiteren Solunat-Tropfen als die zuerst verabreichten erhalten hatte, die von der Krankenschwester ausgeteilten Schmerzmittel.

Schulmedizinisch eingesetzte Medikamente

Im Krankenhaus ließ sich der Patient die zu seiner Behandlung eingesetzten schulmedizinischen Medikamente nennen und erfuhr, dass er

  • vor und nach der Operation als Schmerzmittel  Ibuprofen zusammen mit dem sogenannten „Magenschutz“, Pantoprazol erhält,
  • dass man ihm unmittelbar vor der Operation ein Breitband-Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine der 3. Generation, die die Blut-Hirn-Schranke überwinden, verabreicht,
  • als Narkotikum (Betäubungsmittel) Propofol,
  • als Schmerzmittel Fentanyl, ein synthetisches Opioid (eine chemisch hergestellte, opiumähnliche Substanz)
  • als Relaxans (muskuläres Entspannungsmittel) Rapifen, ebenfalls ein synthetisches Opioid,
  • direkt nach der Operation noch einmal ein Schmerzmittel, Dibidolor, ein weiteres synthetisches Opioid.
  • Außerdem versorgte man ihn nach der Operation mittels einer Dauertropf-Infusion mit Heparin, um einer Blutgerinnsel-Bildung und der Entstehung einer Embolie vorzubeugen.

Homöopathische Behandlung nach der Operation

Meine homöopathische Behandlung nach seiner Operation bestand darin, dem Patienten

  • die bekannten Verletzungsarzneien, Arnica und Symphytum in mittleren Potenzen zu geben (Von beidem hätte ich auch niedrige Potenzen wählen können.),
  • die ihm verabreichten, schulmedizinischen Substanzen mit den entsprechenden, aus ihnen hergestellten, homöopathischen Nosoden auszuleiten (Als „Nosode“ wird eine aus einer besonderen Substanz gewonnene homöopathische Arznei bezeichnet). Hier finden Sie die angewandten schulmedizinischen Medikamente und die analogen (entsprechenden) homöopathischen Nosoden einander gegenübergestellt:
Medikamenthomöopathische Nosode
Ibuprofen Ibuprofen D 200
Pantoprazol Pantoprazol  C 30*
Cephalosporin der 3. Generation Cefpodoxim C 30*
Propofol Propofol C 30*
Fentanyl Fentanyl  C 30*
Rapifen, Dibidolor Opium C 200**
Heparin Heparinum LM 30

*Anstelle dieser mittleren Potenzen hätte ich lieber  die Potenz C 200 eingesetzt, die ich aber nicht erhalten konnte. Diese Arzneien können Sie übrigens bei Homeocur beziehen.

**Da ich Rapifen und Dibidolor ebenfalls nicht als Nosoden erhalten konnte, verordnete ich stattdessen die ähnliche Nosode Opium.

  • Außerdem gab ich dem Patienten sein Konstitutionsmittel Luesinum  (Neigung zur Schwarzseherei) und die zu ihm passenden Darmnosoden Morgan (Hauptmittel gegen Ängste) und Sycotik co. (Tendenz zur Reizbarkeit und Bewegungsapparatbeschwerden), um in diesem besonderen Belastungsfall seine Konstitution zu stärken sowie
  • die Impfnosode Diphterie/Tetanus/Polio, da der Patient hiergegen geimpft worden war und damit diese Impftoxine keine Heilungsblockade verursachen können,
  • das von mir als „Entzündungs-Nosode“ bezeichnete Streptococcinum, da Streptokokken einerseits Entzündungen auslösen können und die aus ihnen hergestellte Nosode andererseits Entzündungen zu verhindern und hierdurch den Heilungsprozess zu beschleunigen vermag,
  • im täglichen Wechsel die beiden von mir als „Strahlen- Nosoden“ bezeichneten Nosoden Radium bromatum und X-Rays. Denn so wie Röntgen- und atmosphärische Strahlen unseren Knochen und Körpergeweben immensen Schaden zufügen können, so vermögen die entsprechenden homöopathischen Arzneien auf beides eine große Heilwirkung auszuüben.

Bis der Patient aus dem Krankenhaus kam, füllte ich ihm die Tagesdosis der benötigten Arzneien (von den Hochpotenzen 1 Globulus und von den niedrigen bis mittleren Potenzen 2-3 Globuli) jeweils zusammen in einem kleinen Caps ab, sodass er nur einmal täglich Globuli zu nehmen brauchte.

Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus setzte ich die Verletzungs-Arzneien und speziellen Medikamenten-Nosoden wieder ab, und er nahm nur noch die übrigen Nosoden nach Bedarf ein. (Weitere Informationen zur Nosodentherapie sowie Dosierung und Bezug von Nosoden und Solunaten siehe meinen Artikel  Wie man homöopathische Arzneien richtig verordnet)

2. Fallbeispiel mit weniger verabreichten Mitteln

In einem anderen, ähnlichen Fall benötigte ein Bekannter eine schnelle Abhilfe seiner unerträglichen Beschwerden: Er hatte sich bei einem Verkehrsunfall einen Splitterbruch zugezogen und hatte nach der anschließenden Operation eine Bewegungseinschränkung zurückbehalten, die als irreparabel galt und ihm besonders bei Belastung des Körpergliedes zu schaffen machte.

Da ich nicht wusste, welche schulmedizinischen Substanzen ihm verabreicht worden waren, und ich ihn nur als Notfall behandeln sollte, verabreichte ich ihm weniger Homöopathika als in dem zuvor beschriebenen Fall. Ich gab ihm folgende Homöopathika, wozu ich ihm einen kurzen Therapieplan aufschrieb:

  • Als Verletzungsarzneien Arnica und Symphytum,
  • als Darmnosoden Bacillus Nr. 7 (wegen seines Erschöpfungszustandes) und Sycotic co. (wegen seiner Bewegungsapparatbeschwerden),
  • zum Ausleiten von schulmedizinischen Schmerzmittel-Substanzen, und um gleichzeitig seine Beschwerden zu beheben, Morphinum und Opium sowie der am häufigsten erhaltenen Impfung die aus dem gleichnamigen Impfstoff hergestellte Impfnosode Diphterie/Tetanus/Polio,
  • die oben erwähnte „Entzündungs-Nosode“ Streptococcinum und
  • die ebenfalls dort aufgeführten „Strahlen- Nosoden“ Radium bromatum und X-Rays.

Behandlungsverlauf in beiden Fällen

2. Fallbeispiel

Als ich dem Bekannten nach einigen Tagen zufällig wieder begegnete, berichtete er mir verwundert und gleichzeitig erleichtert und erfreut, dass ihm die homöopathischen Mittel sogleich geholfen hätten, er sein operiertes Körperglied wieder voll belasten könnte und damit schon Kraftsport getrieben hätte.

1. Fallbeispiel

Der Mann erholte sich ohne jegliche Komplikation und Beschwerden und überraschend schnell von seiner Operation. Bezeichnenderweise sagte er einmal, „ich glaube, ich bekomme eine Erkältung“, doch bei dieser kurzen Empfindung blieb es, und er bekam keinen Infekt wie auch in den Jahren darauf nicht. Sechs Wochen nach der Operation stellte der weiterbehandelnde Chirurg und Orthopäde fest, dass der Bruch verheilt war, und er konnte wieder Fußball spielen.

Vergleich der beiden Fälle

Diese beiden Fälle habe ich kurz geschildert, um nun die beiden Heilungsverläufe angesichts dessen, dass ich im 2. Fall 6 homöopathische Arzneien weniger verabreicht habe, zu vergleichen. Da ich mich bemühe, so wenig Arzneien wie möglich, aber so viel wie nötig zu geben, stellt sich die Frage: Hätten im 1. Fall nicht weniger Mittel – wie im 2. Fall – ausgereicht?

Um diese Frage zu beantworten, muss ich erwähnen, dass im 2. Fall der Patient ein weiteres Mal meine Hilfe brauchte: Durch die ihm im Krankenhaus verabreichten und auch zunächst zu Hause eingenommenen Schmerzmittel hatte er Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und – wie er mir mitteilte – Magen-Darmblutungen bekommen. Hierfür verabreichte ich ihm die Nosoden Ibuprofen und Pantoprazol zusätzlich zu den oben erwähnten Darmnosoden und zu Morphinum. An weiteren, aus Medikamenten hergestellten Nosoden gab ich ihm noch Penicillinum – zum Ausleiten von eingenommenen Antibiotika sowie um seine Darmflora zu kurieren.

Im 1. Fall, in dem ich mehr ausleitende Nosoden verabreicht hatte, waren dagegen – wie bereits erwähnt – keine unerwünschten Arzneiwirkungen und auch sonst keine Beschwerden aufgetreten, sodass der Patient schnell wieder so symptomfrei wie zuvor wurde.

Fazit

Der Vergleich dieser beiden Fälle belegt, wie wirksam es sein kann, möglichst viele, anlässlich einer Operation verabreichten, schulmedizinischen Substanzen mit den entsprechenden homöopathischen Nosoden auszuleiten. Hierbei hat es sich als sinnvoll erwiesen, zusätzlich zu diesen Nosoden Konstitutionsmittel und bei Bedarf aus Heilpflanzen herstellte Homöopathika einzusetzen, sodass die Selbstheilungskräfte einen ausreichend starken Impuls bekommen, um wieder funktionieren und für Symptomfreiheit sorgen zu können. Bislang kenne ich keinen effektiveren und schnelleren Weg zur Heilung!

Weitere Informationen zur Behandlung chronischer Erkrankungen mit Nosoden erhalten Sie hier:

Bildnachweis: satyrenko / stock.adobe.com

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