Homöopathische Mittel

Ferrum metallicum in der homöopathischen Behandlung

Ferrum metallicum in der homöopathischen Behandlung
geschrieben von Marion Walsdorff

Das homöopathische Mittel Ferrum metallicum wird häufig bei Migräne, bei Schwindel und bei Anämien eingesetzt. Ferrum metallicum kann auch die Abwehrkräfte stärken, wenn eine erhöhte Blutungsneigung und eine schwache Konstitution zu häufigen Infekten führt. Lesen Sie hier, bei welchen anderen Beschwerden Ferrum metallicum angezeigt ist und welches psychische Bild es hat.

Das Ferrum-metallicum-Kind – der Kampf um das eigene Territorium

Typischerweise wird Ferrum metallicum eingesetzt, wenn auf der psychischen Ebene deutlich ein Kampf um den eigenen Lebensbereich beschrieben wird. Dies kann bei Kindern zutreffen, deren Eltern sehr dominant und fordernd sind. Sie machen ihrem Kind zu viele Vorschriften und wollen dem Kind vorschreiben, was es wann wie zu machen hat. Infolge der zu starken Einmischung durch die Eltern wird das Kind aufmüpfig und versucht durch Kampf den eigenen Bereich und die eigene Art zu behaupten.

Ferrum metallicum – Angriff, Verteidigung, Abwehrschwäche

Der ständige Kampf um den eigenen Bereich führt auch bei Erwachsenen zu einer verminderten körpereigenen Abwehr. Häufig sind heftige Migräne-Attacken mit Schwindel und Übelkeit bei Ferrum-metallicum-Personen zu finden. Die Menstruation kann unterbrochen sein oder ganz ausbleiben. Generell neigen Ferrum-metallicum-Persönlichkeiten zu starken Blutungen, was zu anämischen Beschwerden führen kann. Die Eisenmangel-Anämie wird häufig mit Ferrum metallicum günstig beeinflusst.

Ferrum metallicum – Neigung zu Blutungen und Blutandrang zum Kopf

Häufig tritt bei Kindern gemeinsam mit leichtem Schunpfen Nasenbluten auf. Während die Gesichtsfarbe in der Regel blass ist, neigen Ferrum-metallicum-Typen bei Schmerzen zu einem roten Gesicht. Auch gefühlsmäßige Erregung führt schnell zu einer heftigen Rötung des Gesichts.

Der starke Blutandrang zum Kopf kann auch heftige Kopfschmerzen bis hin zu Migräne-Kopfschmerzen auslösen. Die Kopfschmerzen sind typischerweise klopfend oder hämmernd. Sie treten periodisch auf und sind nachts oder morgens am schlimmsten. Das Klopfen beginnt häufig am Hinterkopf und breitet sich über die Schläfen nach vorne aus. Die Venen sind erweitert und pulsieren. Eine Besserung der Beschwerden erfolgt durch Druck und durch Nasenbluten.

Ferrum metallicum – Übersicht über die körperlichen Beschwerden

  • Schwindel, mit Gesichtsfeldausfall
  • Anämie
  • Rheumatismus, Gelenkrheumatismus
  • Schmerzen im linken Schultergelenk (bei Zurücknehmen des Armes)
  • intermittierende Menstruation
  • Diarrhoe während des Essens
  • Erbrechen gleich nach dem Essen
  • Migräne-Anfälle, periodisch auftetend
  • Kopfschmerzen, besser durch Nasenbluten

Nahrungsmittelverlangen von Ferrum metallicum

Es besteht ein besonderes Verlangen nach Brot und Butter, nach Fleisch, nach flüssiger Nahrung, nach heißen Speisen, nach unverdaulichen Dingen wie Kreide und Kalk, nach sauren Lebensmitteln und nach rohen Tomaten.

Abneigung besteht gegen Eier, fette und schwere Speisen, heiße Getränke und warme Speisen. Nicht vertragen werden Eier, Essig, fette und schwere Speisen, kalte Getränke, Milch, Süßigkeiten, Tee, Wein und warme Speisen.

Grundsätzlich wechseln starker Hunger mit Appetitlosigkeit häufig ab. Ferrum metallicum kann auch bei Anorexia nervosa (Magersucht von jungen Mädchen) angezeigt sein.

Modalitäten von Ferrum metallicum

Eine Verschlimmerung der Beschwerden tritt ein durch:

  • Wetterwechsel von kalt zu warm
  • Kälte
  • heftige Bewegung
  • in Ruhe, bei Stillsitzen, durch Sitzen
  • nachts und am frühen Morgen
  • im Winter

Eine Verbesserung der Symptome tritt bei Ferrum metallicum ein durch:

  • schnelle Bewegung
  • langsames Gehen
  • Wärme
  • Nasenbluten (bei Kopfschmerzen)

Grundsätzlich ist eher die linke Körperseite von den Beschwerden betroffen. Häufig existiert auch eine kreuzweise Aufteilung der Beschwerden von rechts oben und links unten.

Fazit:

Ferrum metallicum wird häufig bei Migräne, Schwindel und Anämien eingesetzt. Der pyschische Kampf um das eigene Territorium führt zur Schwächung der körpereigenen Abwehr und infolgedessen zu rheumatischen Beschwerden und Verdauungsproblemen. Eine Verschlimmerung der Beschwerden tritt häufig nachts oder morgens auf. Nasenbluten bessern die Kopfschmerzen.

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Bildnachweis: Mediteraneo / stock.adobe.com

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