Homöopathische Mittel

Das homöopathische Mittel Sulfur

Das homöopathische Mittel Sulfur
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geschrieben von Burkhard Strack

Das homöopathische Mittel Sulfur wird vorallem bei Hautkrankheiten eingesetzt. Lesen Sie hier, wofür es noch eingesetzt werden kann.

Das homöopathische Arzneimittel Sulfur – der Schwefel – gehört zu den wichtigsten Mitteln in der Hausapotheke und wird vor allem bei der Behandlung von Hautkrankheiten eingesetzt. Der natürliche Stoff hat auch in der chinesischen Medizin eine lange Tradition als Hautmittel und kommt heute in verschiedenen homöopathischen Zubereitungen zum Einsatz.

Herkunft

Schwefel, wie Sulfur auf Deutsch heißt, ist ein Naturstoff, der eine wichtige Rolle für das Leben spielt. Sowohl Pflanzen als auch Tiere bilden, verarbeiten und beinhalten schwefelhaltige Produkte, größtenteils in Form der Sulfate, den Salzen der Schwefelsäure. Aber auch als Reinstoff kommt der Schwefel vor und wird über eine Verreibung mit Milchzucker zu homöopathischen Zubereitungen verarbeitet.

Potenzen und Darreichungsformen

In der Homöopathie kommt Sulfur vor allem in den beiden mittleren Potenzen D6 und D12 sowie in den hohen Potenzen C30 und C200 zum Einsatz.

Krankheitsbilder und Einflussfaktoren

Wenn im Körper Stoffwechsel und Energieflüsse aus dem Gleichgewicht geraten, dann ist Schwefel meist ein passendes Mittel. Das trifft vor allem dann zu, wenn die folgenden gesundheitlichen Bereiche betroffen sind:

  • Haut und Schleimhäute sowie Haare und Fingernägel
  • Verdauung einschließlich Speiseröhre, Magen und Darm
  • Atemwege im Sinne von Reizungen und Allergien
  • rheumatische Beschwerden
  • Frauenleiden und Genitalbeschwerden

Der typische Sulfur-Patient macht einen eher ungepflegten Eindruck. Viele ziehen sich zurück und sind nur schwer zu überzeugen, der empfohlenen Therapie zu folgen. Obwohl sie selber ihre Pflege eher vernachlässigen, fühlen sich Sulfur-Patienten von Körpergerüchen sehr gestört.

Anwendungsgebiete

Als klassisches Hautmittel kommt Sulfur in diesem Bereich schon lange zum Einsatz. Allerdings gibt es zahlreiche andere Anwendungsgebiete:

  • Hautausschläge / Trockene Ekzeme: stark juckend, entzündlich
  • Hautentzündungen: wie Furunkel, Akne, Herpes oder Windpocken
  • Haarausfall: verbunden mit Schuppenbildung, übermäßiger Talgproduktion und entzündeter Kopfhaut
  • Durchfall: chronisch, eher morgens, meist gelblich und sehr übelriechend
  • Verstopfung: oft im Wechsel mit Durchfall, verbunden mit Blähungen, übelriechender, dunkler Stuhl
  • Hämorrhoiden: wunde, rote und juckende Haut, Risse und Blutungen
  • Erkältung: mit stechenden Brustschmerzen und Husten
  • Gerstenkorn: wiederkehrend, langanhaltend, schlimmer durch Reiben und Wärme
  • Wechseljahresbeschwerden: mit Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und unreiner Haut

Viele Sulfur-Patienten spüren eine Verschlechterung unter dem Einfluss von Wärme und fühlen sich deshalb im warmen Bett eher unwohl. Sie stehen lieber auf und bleiben in Bewegung. Kälte und frische Luft tun oft besonders gut. Wichtig ist aber, dass die Kälte eher trocken und nicht feucht ist, denn Nässe verschlechtert den Zustand bei Sulfur meist deutlich.

Dosierung und Anwendung

Die mittleren Potenzen D6 und D12 werden üblicherweise mit drei Gaben von 5 Globuli pro Stunde bei einer akuten Erkrankung und pro Tag bei einer chronischen Erkrankung dosiert. Der Einsatz als Akutmittel sollte nach der ersten Stunde beendet und auf eine Dosierung von maximal fünfmal 5 Globuli pro Tag gewechselt werden. Die übliche Dosierung von dreimal 5 Globuli sollte bis zum Abklingen der Beschwerden eingesetzt werden. Bei Pilzerkrankungen ist eine Einnahme über fünf Tage empfehlenswert. Dann erfolgt eine Pause.

Schwangerschaft, Stillzeit und Baby

Das gut verträgliche Sulfur ist während der Schwangerschaft ein beliebtes und wichtiges Mittel. Er eignet sich zur Behandlung von leichten Vaginalpilzerkrankungen, bei Übelkeit und Sodbrennen sowie bei Hämorrhoiden. Neugeborene, die aufgrund von Komplikationen einen schweren Start hatten, profitieren oft von der Sulfurgabe. Auch bei juckenden Ausschlägen und Hautveränderungen sowie bei einer Windeldermatitis ist Sulfur das Mittel der Wahl.

Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Weder während der Schwangerschaft noch bei Babys oder Kindern ist nach der Einnahme von homöopathischen Sulfur-Zubereitungen mit Problemen zu rechnen. Das Mittel gehört unbedingt in eine homöopathische Kinder-Hausapotheke.

Bildnachweis: Sonja Birkelbach / stock.adobe.com

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.