Homöopathische Mittel

Das homöopathische Mittel Phosphorus

Das homöopathische Mittel Phosphorus
geschrieben von Burkhard Strack

Die sogenannten Phosphate spielen eine wichtige Rolle für alles organische Leben und sind aus dem menschlichen Körper nicht wegzudenken. Erfahren Sie hier mehr.

Reiner Phosphor findet sich nicht in der Natur – er liegt immer in Form seiner Salze als Teil von Mineralien vor.

Im Zusammenspiel mit Calcium sind sie bedeutend für den Energiefluss im Körper und den Knochenbau. In der Homöopathie hat der Phosphor eine ausgleichende Wirkung und beruhigt bei Ängsten und Schwermut.

Herkunft

Reiner Phosphor ist hochgefährlich und stark schädigend. Er wurde in der Waffentechnologie eingesetzt, um Zivilisten zu schaden und kommt heute vor allem in Zündhölzern und Munition zum Einsatz.

Um das homöopathische Mittel Phosphorus herzustellen wird weißer Phosphor in Alkohol gelöst und im Folgenden filtriert, verdünnt und geschüttelt.

Potenzen und Darreichungsformen

In der Selbstmedikation kommen vor allem die Potenzen D6, D12, C30 und C200 zum Einsatz.

Potenzen von D3 und niedriger sind nur auf Rezept erhältlich.

Krankheitsbilder und Einflussfaktoren

Eine große Empfindlichkeit – sowohl körperlich als auch emotional – wird dem Phosphorus-Patienten und den passenden Krankheitsbildern zugeschrieben:

  • Ängste und Sorgen – oft auch bei Kleinigkeiten
  • Völlegefühl und Erbrechen nach warmer Nahrung
  • Entzündungen am Kehlkopf
  • langanhaltende, schwer zu stillende Blutungen

Als hochempfindliche Patienten brauchen Phosphorus-Menschen viel Zuspruch und Trost. Auch wenn sie meist offen und sympathisch wirken, trüben Ängste vor Dingen wie Dunkelheit oder Gewitter oft ihre Seele.

Anwendungsgebiete

Mit großer Empfindlichkeit und Schwäche sind typische Phosphorus-Beschwerden und -Einsatzgebiete verbunden. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Übelkeit und Erbrechen: mit Magenschmerzen, oft schnelles Erbrechen nach dem Essen
  • Sodbrennen: brennende Magenschmerzen, Blähungen, Durst auf kalte Getränke, die nach dem Erwärmen im Magen erbrochen werden
  • Menstruationsbeschwerden: langanhaltende, helle Blutung
  • Migräne: ausgelöst durch Ärger, verbunden mit Übelkeit, Schwindel und Sehstörungen
  • Haarausfall: in Büscheln, durch schlechten Allgemeinzustand nach einer Krankheit
  • Ängste und Depression: sensible Menschen mit großen Sorgen und Neigung zur Schwermut

Die empfindlichen Phosphorus-Patienten reagieren sehr fein auf ihre Umgebung und sind daher leicht durch äußere Umstände zu beeinflussen. Zu einer Besserung tragen Ruhe, Trost, Massagen und frische Luft bei.

Vor allem kaltes Essen und das Liegen auf der rechten Seite werden als angenehm empfunden. Demgegenüber sorgt alles, was unangenehm ist für eine Verschlechterung: Gestank, Lärm, Helligkeit, Gewitter oder Elektrosmog. Auch Wetterwechsel oder Überanstrengung tragen ihren Teil bei und belasten die Phosphorus-Patienten zusätzlich.

Dosierung und Anwendung

Im Normalfall kommt die Potenz D12 mit einer Dosierung von dreimal täglich 5 Globuli zum Einsatz. Als Akutmittel bei Durchfall oder Übelkeit kann die Dosis auf bis zu 3 Globuli pro Stunde gesteigert werden. Bessern sich die Beschwerden, wird wieder auf das normale Maß reduziert. Seelische Beschwerden behandelt man mit zweimal 5 Globuli am Tag über mehrere Tage hinweg.

Schwangerschaft, Stillzeit und Baby

Schwangere können Phosphorus zwar nutzen, allerdings zählt es nicht zu den Standardmitteln. Eingesetzt wird es neben Beschwerden wie Heißhunger, Reizhusten oder Sodbrennen vor allem bei diffusen Ängsten rund um die Schwangerschaft und das Baby.

Auch bei Babys ist das Phosphorus nicht allzu häufig Mittel der Wahl. Genutzt wird es bei Heuschnupfen, Erkältungen oder wässrigen Durchfällen. Im Kindesalter ist es beliebt bei wiederkehrendem Nasenbluten, zum Stillen von nicht enden wollenden Blutungen nach kleinen Unfällen oder bei blauen Flecken.

Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Phosphorus gilt als starkes homöopathisches Arzneimittel und ist bis zur D3 Potenz sogar verschreibungspflichtig. Schwangere und kleine Säuglinge sollten es nur unter kompetenter Anleitung erhalten. Schlägt es in der Selbstmedikation nicht recht bald an, sollte es abgesetzt werden.

Bildnachweis: designer491 / Adobe Stock

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.