Homöopathische Mittel

Chamomilla bei Zahnungsbeschwerden

Chamomilla bei Zahnungsbeschwerden

Die Zahnung ist ein bedeutsamer Schritt in der Entwicklung eines Kindes. Aber oft leiden die Kleinen dann an Zahnungsbeschwerden und den Eltern wird der Rat gegeben, ihrem Baby ein paar Kügelchen Chamomilla zu verabreichen. Das kann Wunder wirken, doch was passiert, wenn das Mittel Chamomilla gar nicht zu den Beschwerden passt?

Chamomilla hat schon so vielen Babys geholfen, ihre Zähnchen ohne Schmerzen, Fieber, Durchfall zu bekommen, dass sich das überall herumgesprochen hat. Ein paar Globuli Chamomilla, denken sich dann viele, das kann ja nicht schaden. Doch manchmal kommt es vor, dass die Babys dann noch mehr schreien, ganz rot werden, manchmal auch das typische Symptom entwickeln, dass eine Wange rot, die andere blass ist.

Sie sind noch weniger zu beruhigen als vor der Behandlung mit Chamomilla und jetzt ganz und gar unleidlich und berührungsempfindlich. Woran liegt das? Chamomilla ist bei weitem nicht so oft das passende Mittel, wie es verabreicht wird. Es kann nur wirken, wenn es passt.

Chamomilla bei Zahnungsbeschwerden

Bei folgender Konstellation können Sie Ihrem Baby Chamomilla geben: Extrem schlecht gelaunt, nichts kann ihm recht gemacht werden, es verlangt vieles und wirft es weg, wenn es ihm gegeben wird, es ist nur ruhig, wenn es dauernd getragen wird, wenn überhaupt. Es kann Fieber haben mit rotem Gesicht oder einer roten und einer blassen Wange, hat grünlichen Durchfall mit unverdauten Speiseresten, die wie faule Eier riechen.

Wenn das auf ihr Kind zutrifft, können Sie und Ihr Kind bald Erleichterung erfahren, doch seien Sie vorsichtig und geben Sie das Mittel einmalig in der Potenz C 30. Zu häufige Gaben können den Zustand verstärken, weil Ihr Kind dann zu stark auf das Mittel reagiert. Erst wenn das Mittel wirklich eindeutig geholfen hat, die Wirkung aber wieder nachlässt, können Sie es noch einmal wiederholen.

Wann hilft Chamomilla nicht?

Wenn das Kind zwar reizbar ist, aber noch andere Symptome auftreten, wie z. B. Lichtempfindlichkeit und Ruhelosigkeit, was auch für ein Mittel wie Belladonna sprechen kann oder wenn der Durchfall sauer riecht, was für wieder andere Mittel spricht, z. B. Rheum, oder wenn es wie verrückt auf harten Gegenständen herumkaut, was für Phytolacca sprechen könnte.

Auch Kreosotum wird oft mit Chamomilla verwechselt, weil die Reizbarkeit so groß ist, aber hier sind sämtliche Ausscheidungen wie Tränen, Speichel, Urin sehr ätzend. Es gibt noch viele Mittel, die oft bei Zahnung helfen wie Apis, Mercurius, Ferrum phosphoricum u. v. a.

Fazit

Die Zahnung ist ein großer Schritt in der Entwicklung Ihres Kindes. Dieser Schritt kann einhergehen mit Beschwerden, die nicht nur das Zahnfleisch betreffen, sondern das ganze Wesen mit Gemütssymptomen wie Reizbarkeit und körperlichen Symptomen wie Fieber, Durchfall, Augenentzündung, Husten, Schlaflosigkeit und Hautausschlägen.

Daher sollten Sie die Zahnungsbeschwerden Ihres Kindes ernst nehmen und es mit den passenden homöopathischen Mitteln unterstützen und nicht ohne zu prüfen, ob es passt, Chamomilla verabreichen. Das passende Mittel kann jedoch Ihrem Kind sehr helfen, seine Schritte in Richtung Unabhängigkeit zu gehen.

Bildnachweis: Sonja Birkelbach / stock.adobe.com

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Dr. rer. nat. Kathrin Wollmann