Homöopathische Mittel

7 wissenswerte Dinge über Nux Vomica: Anwendung und Wirkungsweisen

Nux Vomica wird in der Homöopathie vorrangig gegen Stress verschrieben, denn die auch als Brechnuss bekannte Pflanze wirkt in höheren Potenzierungen ideal gegen Stressymptome. Auch soll sie gegen Kopf- und Rückenschmerzen und bei Verdauungsproblemen helfen.
Nux vomica wird auch als „Katermittel“ eingesetzt, da es hilft, die Folgen von übermäßigem Konsum von Kaffee, Nikotin und Alkohol schnell zu beheben.

1. Vorkommen von Nux Vomica

Nux Vomica ist in der Natur ein Baum, der über 20 Meter hoch wachsen kann. In der Natur kommen die Bäume in Südostasien vor. Nux Vomica gehört zur Familie der Strychnosgewächse, aus denen Strychnin gewonnen wird. Strychnin ist in höherer Dosierung giftig und kommt etwa als Rattengift zum Einsatz. Daher ist die den Beschwerden entsprechende Dosierung extrem wichtig.

2. Die verschiedenen Namen des Baums

Der Baum ist in Deutschland unter vielen Namen bekannt, neben Brechnuss auch Strychninbaum oder Krähenaugenbaum. Der immergrüne Laubbaum ist besonders auffällig wegen seiner markante Rinde, die gräulich gelb ist. Außerdem schimmern die Blätter hellgrün. Zur Anwendung in der Homöopathie werden die getrockneten Samen der Früchte verwendet. Aufgrund ihrer augenähnlichen Form werden die Samen auch als Krähenaugen bezeichnet.

3. Anwendung und Dosierung

Je nach Dosierung können die Samen der Brechnuss sehr unterschiedliche Wirkungen haben. In homöopathischer Dosierung findet Nux Vomica Anwendung gegen:

  • Blähungen
  • Bauchkrämpfe
  • Hämorrhoiden
  • Migräne
  • Darmbeschwerden
  • Übersäuerung
  • Schwindel
  • Hexenschuss.

Eine leicht höhere Dosierung kann sogar in einer Schärfung der Sinneseindrücke resultieren.
Bevor Nux vomica als homöopathisches Mittel eingesetzt wurde, war das Mittel oft gefürchtet. Denn bereits ab einer Dosierung von 0,2 Gramm wirken die Giftstoffe der Brechnuss. Die Folgen bei einer Überdosierung sind Muskelzuckungen, Zwerchfellkrämpfe und im schlimmsten Fall daraus resultierend Tod durch Atemlähmung. Eine homöopathische Dosierung vom Heilpraktiker ist jedoch völlig unbedenklich. Auch bei Schwangeren und Säuglingen kommt das Mittel zur Anwendung.

4. Einschränkungen bei der Wirkung

Die Wirkung der Brechnuss kann durch eine Vielzahl an psychischen Faktoren extrem eingeschränkt werden. Vor allem Stress und übermäßige geistige Anstrengung wirken kontraproduktiv. Aber auch der Einnahme von Alkohol, Tabak oder Koffein wirkt Nux Vomica entgegen.

5. Anwendungsgebiete von Nux Vomica

Aufgrund seiner vielfältigen Anwendungsweise gegen Magen- und Darmbeschwerden und seiner Fähigkeit, Kopfschmerzen zu behandeln, wird die Brechnuss oft auch als Kater-Kur beschrieben. Tatsächlich wirkt Nux Vomica auch gegen die Symptome eines klassischen Katers, der durch zu viel Alkohol oder Tabak verursacht wurde.

Die vielfältige Anwendung ist besonders bei einem hektischen Lebensstil von Vorteil. Unregelmäßige Essenszeiten, Burn Out, Überarbeitung, Arbeit im Sitzen, Anspannung, beruflicher Stress und ein Mangel an gesunder Ernährung und Bewegung – oft kann eine Behandlung mit Brechnusssamen den ersten Schritt zu einer dauerhaften Therapierung und einem gesunden Lebenswandel bedeuten.

Nux Vomica gehört in der Homöopathie zu den wirkungsvollsten Polychresten und ist aus der heilpraktischen Anwendung nicht mehr wegzudenken.

6. Nux Vomica in der klassichen Medizin

Die Brechnuss wurde schon in Südostasien zur Behandlung von Schweißausbrüchen und Stresssymptomen verwendet, fand jedoch erst im 15. Jahrhundert ihren Weg nach Europa. In der klassischen Medizin wurde die Nuss lange Zeit als Naturheilmittel verwendet, findet jedoch keinen Einsatz mehr, da eine höhere Dosierung als die homöopathische Potenzierung im Körper zu Ablagerungen von Strychnin führen kann.

7. Die Therapie mit Nux Vomica

Eine Therapie mit Nux Vomica empfiehlt sich nicht nur als Behandlung klassischer Symptome, sondern ist vor allem auch vorbeugend extrem sinnvoll. So wird empfohlen, mit der Therapie bereits dann zu beginnen, wenn sich die ersten Stresssymptome äußern. Hierzu gehört auch eine erhöhte Reizbarkeit in Folge zu langer und zu intensiver Arbeit.

Um die Wirkung des Mittels zu verstärken, empfiehlt es sich, die Präparate am Abend einzunehmen. Auch ein kurzer Mittagsschlaf und Wärme üben einen förderlichen Einfluss auf die Wirkung des Mittels aus.

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.