Homöopathie

Homöopathische Kindermittel: Carcinosinum

Homöopathische Kindermittel: Carcinosinum
geschrieben von Marion Walsdorff

Carcinosinum ist ein wichtiges Konstitutionsmittel in der Klassischen Homöopathie. Es wird häufig in der Behandlung von Kindern eingesetzt, besonders dann wenn es in der Familiengeschichte – also bei den Eltern oder Großeltern – Krebserkrankungen gibt oder gegeben hat.

Das Carcinosinum-Kind – angepasst und liebevoll
Ein Kind, das konstitutionell Carcinosinum braucht, ist in der Regel sehr brav, versucht immer das Beste zu geben, ist ehrgeizig und möchte seine Eltern nicht enttäuschen. Seine Angst etwas falsch zu machen, kann so groß sein, dass es Probleme hat abends einzuschlafen. Meist leidet das Carcinosinum-Kind unter vielen Ängsten. Es kann nicht gut allein sein und fürchtet sich in der Dunkelheit. Sie können starke Ängste vor Prüfungen entwickeln, die zu somatischen Problemen führen.

Das Carcinosinum-Kind ist tierlieb und liebt die Natur
Carcinosinum-Kinder können extrem mitfühlen. So können sie keinerlei Grausamkeit ertragen, auch dann nicht, wenn sie sie im Fernsehen sehen und sie Tiere betreffen. Viele Carcinosinum-Kinder sind extrem tierlieb. So finden sie manchmal kranke oder verletzte Tiere, bringen diese (wenn sie dürfen) mit nach Hause und pflegen sie gesund.

Auch eine große Naturverbundenheit ist typisch für das Carcinosinum-Kind. So kann es sein, dass ihnen Pflanzen genauso wichtig sind wie Tiere, und sie versuchen keiner Pflanze weh zu tun.

Das Carcinosinum-Kind – rebellisch und hyperaktiv
Es gibt aber auch den anderen Carcinosinum-Typ, den kleinen Rebellen. Carcinosinum-Kinder können heftige Wutanfälle haben, sie können gegen jegliche Autorität rebellieren und sogar ihre Verwandten beschimpfen und beleidigen. Während ihrer Wutanfälle zerstören sie dann sogar ihr eigenes Spielzeug und sind unter Umständen durch nichts zu beruhigen.

Zwei unterschiedliche Carcinosinum-Typen – eine Ursache
Beide Carcinosinum-Typen resultieren aus der zu starken Anpassung des Kindes an die Bedürfnisse und Erwartungen von anderen. Während der sanfte Carcinosinum-Typ in dem Bemühen verharrt, die Anforderungen der Familienangehörigen zu erfüllen und ein möglichst perfektes Kind zu sein, rebelliert der andere Carcinosinum-Typ dagegen.

Bei beiden fehlt jedoch die innere Stärke, das was das Kind fühlt und denkt wahrzunehmen und nach außen zu vertreten und auch mal Erwartungen von anderen nicht zu erfüllen.

Carcinosinum – das körperliche Bild
Das auffälligste an Carcinosinum-Kindern ist das Ausbleiben von Kinderkrankheiten. Carcinosinum-Kinder leiden möglicherweise unter starken Ängsten, unter Einschlafproblemen und haben Albträume, aber sie sind fast nie krank. Selbst Erkältungen scheinen sie weniger häufig zu haben als andere Kinder.

Wenn sie krank sind, dann bekommen sie Asthma oder Ekzeme. Sie können unter Sodbrennen und Erbrechen leiden oder Aphten bekommen. Häufig bekommen Carcinosinum-Kinder früher als ihre Altersgenossen kariöse Zähne. Sie haben ein starkes Verlangen nach Süßigkeiten, Brot und Butter. Manche Carcinosinum-Kinder mögen rohe Zwiebeln und sauer Eingelegtes. Abneigung besteht besonders gegen fettes Fleisch und salzige Sachen.

Carcinosinum als miasmatisches Mittel in der Homöopathie
Carcinosinum ist auch ein bekanntest miasmatisches Mittel, das eingesetzt wird, wenn andere gut gewählte Mittel nicht wirken. Dann geht man in der Homöopathie davon aus, dass es eine miasmatische Blockade beim erkrankten Kind gibt, die mit einem entsprechenden homöopathischen Mittel überwunden werden muss.

Gelingt es, mit Hilfe des miasmatischen Mittels die Blockade zu lösen, kehrt man zu dem eigentlichen Konstitutionsmittel zurück. Carcinosinum kann auch helfen, wenn ein Kind nach einer Impfung ständig krank ist oder nicht zu seiner zuvor bestandenen Gesundheit zurück findet. 

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Marion Walsdorff

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