Homöopathische Behandlung

Schilddrüsenunterfunktion effektiv mit Homöopathika behandeln

Schilddrüsenunterfunktion effektiv mit Homöopathika behandeln
geschrieben von Irmgard Maria Post

Obwohl Schilddrüsenunterfunktion neben Diabetes zu den am häufigsten vorkommenden hormonellen Erkrankungen gehört, sind wirksame Alternativen zu den üblicherweise in der Schulmedizin eingesetzten Medikamenten nur wenig bekannt. Erfahren Sie nun, welche Homöopathika Sie zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion einsetzen können.

Ursachen für Schilddrüsenunterfunktion

Bei der Hypothyreose unterscheidet man die angeborene oder erworbene Form, die man wiederum auf eine zu geringe Jodbildung oder -fehlverwertung zurückführt oder aber auf einen Mangel an funktionierendem Schilddrüsengewebe, hervorgerufen durch Erkrankungen, Bestrahlungen, Jodfehlversorgung, Operationen und Medikamente.

Herkömmliche Behandlung der Hypothyreose

In der Schulmedizin wird die Schilddrüsenunterfunktion mit Levothyroxin behandelt, ein künstlich hergestelltes Hormonpräparat, das dem von der Schilddrüse gebildeten Hormon T4, der Vorstufe des wirksameren Schilddrüsenhormons T3, entsprechen soll und den Wirkstoff des häufig verordneten L-Thyroxin bildet.

Hierbei handelt es sich um eine Substitutionstherapie (Ersatztherapie), die den Körper mit einem Ersatz für das nicht ausreichend gebildete Schilddrüsenhormon versorgt. Da diese Medikamentation nicht die Ursache der Unterfunktion beheben kann, müssen die Betroffenen Levothyroxin meist lebenslang einnehmen.

Homöopathische Behandlung der Hypothyreose

1. Einsatz des homöopathischen L-Thyroxin

Da ich als Homöopathin bestrebt bin, so natürlich wie möglich zu therapieren, habe ich nach einem wirksamen Ersatz für dieses künstlich hergestellte Präparat gesucht und es in der homöopathischen Nosode L-Thyroxin, gewonnen aus dem natürlichen Schilddrüsenhormon des Schweins, gefunden.

Als Nosode dient L-Thyroxin eigentlich zum Ausleiten von Toxinen entsprechender schulmedizinischer Hormonpräparate. Da seine Ausgangssubstanz aber auch dem in unserer Schilddrüse gebildeten Hormon T4, ebenfalls Levothyroxin oder L-Thyroxin genannt, ähnelt, regt diese Nosode zugleich die Schilddrüse an, T4, das sich im Blut durch Abgabe eines Atoms in das 5-mal wirksamere T3 umwandelt, zu produzieren.

Tatsächlich fühlten sich Patienten, die anstelle des schulmedizinischen Präparates die gleichnamige, homöopathische Nosode einnahmen (1 Globulus in der Potenz C 200, 1-3 Mal täglich), sogar weniger müde und leistungsfähiger als zuvor mit dem eingenommenen, künstlichen Hormon.

2. Einsatz des Schüssler Salzes Nr. 15

Eine weitere wirksame Schilddrüsenarznei stellt das Schüssler Salz Nr. 15, Kalum jodatum D 12, dar. Dieses Mittel, das sowohl bei Schilddrüsenunterfunktion als auch -überfunktion helfen soll, habe ich bislang nur als effektiv bei Unterfunktion erlebt, wenn auch nicht so wirksam wie das homöopathische L-Thyroxin, was es aber, nach Bedarf – bis zu 6 Tabletten täglich – eingenommen, in seiner Wirkung unterstützt.

Fallbeispiel

Als eine chronisch kranke Patientin zu mir kam, weil sie sich, trotz homöopathischer Behandlung, miserabel fühlte, fiel mir, als ich sie vor mir sah, auf einmal auf, dass sie körperlich einen gestauten Eindruck machte. Trotz nicht kritischer Schilddrüsenwerte schien bei ihr der Stoffwechsel und damit einhergehend der Heilungsprozess zu stocken.

Daher sprach ich sie auf ihre Schilddrüsenwerte an. Da sie sagte, sie seien  in Ordnung gewesen, der TSH-Wert aber grenzwertig, verordnete ich ihr, weil ihre Symptome für eine latente (verborgene) Schilddrüsenunterfunktion sprachen, L-Thyroxin C 200, täglich 1 Globulus, und das Schüssler Salz Nr. 15, Kalum jodatum D 12, täglich 2-3 Tabletten nach Bedarf.

Als ich sie drei Tage später wiedertraf, sagte sie, nach der Arznei-Einnahme habe sie viel Harn ausgeschieden. Sie habe 3 kg – sie hatte eine kräftige Statur – abgenommen und ihr ginge es gut, was mittlerweile nach ca. 1 ½ Jahren noch immer anhält.

3. Einsatz von Strahlennosoden

Da eine Schilddrüsenunterfunktion, ganz gleich ob angeboren oder erworben, einhergeht mit einer Strahlenbelastung, was auf alle Menschen, die Röntgen- oder intensiven Sonnenstrahlen ausgesetzt waren, zutrifft, kann man m. E. nur ursächlich wirksam kurieren, wenn man zusätzlich zu L-Thyroxin zwei Strahlennosoden einsetzt:

Radium bromatum

Diese mineralische, homöopathische Nosode hat sich als wirksam zur Behandlung von Bestrahlungsfolgen erwiesen. Als Bestrahlungsfolgen können z.B. folgende Symptome auftreten:

Entzündeten Halsdrüsen, Gefäßverengungen und -verhärtungen, Zellschäden bis hin zu Krebs, allgemeine Stagnation, Reaktionsmangel, Hypotonie (niedriger Blutdruck), Mattig- und Müdigkeit sowie Schwächezustände, die mit tiefer Traurigkeit und großer, mitunter tränenreicher Verzweiflung oder aber der Unfähigkeit zu weinen einhergehen können.

X-Rays

Laut Abdur Rehmann (Handbuch der homöopathischen Arzneibeziehungen) ist X-Rays eines der am tiefsten wirkenden Mittel unserer Materica media (Arzneimittelsammlung), wenn nicht das tiefste. 

Diese durch Bestrahlung des Trägermaterials mit Röntgenstrahlen hergestellte Nosode hat sich bewährt bei Schäden durch wiederholte oder starke Röntgenbestrahlung, die sich auf alle Körperstrukturen auswirken und sogar die DNS der Zellen verändern kann.

Psychisch können sich Bestrahlungen als tiefe Resignation und absolute Hoffnungslosigkeit, d.h. darin, in nichts einen Sinn sehen zu können, auswirken – Gemütsymptome, die, laut Christiane Petras, auf X-Rays hinweisen.

Von den vielen Symptomen, die den Einsatz dieser Nosode erfordern, greife ich hier folgende auf, die auf eine gestörte Funktion der Schilddrüse zurückgehen können: Erschöpfung, Anämie, Mangel an hormonbildenden Schilddrüsenenzymen, Lebenswärmemangel, geschwollene Schilddrüse, hartnäckig sich haltende Beschwerden oder wenn kein Mittel zuvor geholfen hat.

4. Einsatz einer bakteriellen Nosode

Streptococcinum

Diese Nosode wird hergestellt aus Streptokokken, einer Bakteriengattung, deren am meisten krank machenden Stämme bei Abwehrschwäche zuerst eine lokale Entzündung hervorrufen und deren unter bestimmten Umständen freigesetzte Toxine auf andere Gewebe und Organe – bei hierfür anfälligen Menschen auch auf die Schilddrüse – übergreifen.

Da die multipotenten und multipräsenten Streptokokken in unserem Körper fast überall vorkommen und fast alles anrichten können, kann man davon ausgehen, dass sie auch am Entstehen einer Schilddrüsenunterfunktion zumindest indirekt beteiligt sind.

Streptococcinum vermag durch Streptokokken hervorgerufene Infekte und Entzündungen auszuheilen und insbesondere entzündetes Zellgewebe und geschwollene Drüsen zu kurieren.

5. Einsatz einer schulmedizinischen Nosode

Morphinum

Diese Nosode, hergestellt aus Morphin, einer Droge, die in der Schulmedizin seit 200 Jahren zur Behandlung von starken Schmerzen und zur Betäubung verwendet, hat in uns seine Spuren und Toxine hinterlassen.

Leiden wir unter einer Schilddrüsendysfunktion, kann sich das Ausleiten von Schmerz- und Betäubungsmittel-Toxinen mithilfe von Morphinum regenerierend auf die Schilddrüse auswirken und ihre Funktion wieder verbessern.

6. Einsatz einer Darmnosode

Bacillus No. 7

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse ist der Stoffwechsel vielfältig beeinträchtigt und Blutkreislauf, Lymphabfluss, Verdauungs- und Ausscheidungsvorgänge funktionieren nur eingeschränkt, sodass Stoffwechselprodukte und Toxine sich im Körper anstauen und den Organismus belasten und schädigen.

Um den Stoffwechsel anzuregen, empfiehlt sich die Einnahme von Darmnosoden, z.B. von Bacillus No. 7, das sich bei geschwollener Schilddrüse, allgemeine Schwäche und Überforderung bewährt hat.

(Quelle: Sat Purkh Kaur van Gestel: Homöopathisches Linksystem Sat)

Fazit

Mithilfe von Nosoden kann man die Schilddrüsenunterfunktion auf zwei Arten behandeln:

  • Mit dem Hormon-Präparat L-Thyroxin, evtl. ergänzt durch das Schüssler Salz Kalium jodatum, kann man vorrangig auf die Schilddrüsenunterfunktion einwirken.
  • Mit den oben erwähnten weiteren Nosoden, zusätzlich zu L-Thyroxin eingenommen, kann man Impulse auf die Ursachen dieser Dysfunktion ausüben und versuchen, sie von Grund auf in den Griff zu bekommen, wofür – je nach Krankengeschichte – evtl. weitere Nosoden benötigt werden. Diese Vorgehensweise vermag einen tiefgreifenden Heilungsprozess einzuleiten.

Weitere Informationen zu den hier genannten Nosoden und zur Nosodentherapie finden Sie hier:

Bildnachweis: Andrey Popov / stock.adobe.com

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