Homöopathie für Kinder

Ängste bei Kindern homöopathisch behandeln

Angst gehört zu den ersten Erfahrungen im Leben eines Kindes. Im Laufe seiner Entwicklung durchwandert jedes Kind verschiedene Phasen der Angst. Das ist völlig normal. Aber wann sind Ängste bei Kindern behandlungsbedürftig und wie kann die Homöopathie hier helfen?

Was ist Angst?

Angst ist eine situationsangemessene und natürliche Reaktion auf Bedrohungen. Angst löst erhöhte Aufmerksamkeit aus und schützt in gefährlichen Situationen. Schon Säuglinge empfinden dadurch naturgemäß Angst vor Bedrohungen wie Hunger, Trennung oder Schmerz. Kindliche Ängste lassen sich den verschiedenen Altersstufen zuordnen:

Angst vor Fremden: Im Alter von 8 bis 10 Monaten zeigt der Säugling eine normale, entwicklungsbedingte Angst vor fremden Personen.

Trennungsangst: Ab dem 10. Lebensmonat bis zum 3. Lebensjahr zeigt das Kind eine erhöhte Angst vor der Trennung von der Mutter oder von dem Vater. Meist lässt das Kind sich nach kurzer Trennung aber beruhigen und die Angst vergeht.

Räuber-, Tier-, Geist-, Gespenster-, Dunkelangst: Ab dem 2. Lebensjahr entwickelt das Kind "Phantasie-Ängste". Diese Ängste, die durch unvertraute Dinge und Situationen entstehen, verschwinden meist wieder von allein, wenn die entsprechende Entwicklungsphase abgeschlossen ist.

Auch wenn diese Ängste in den verschiedenen Entwicklungsphasen normal sind, stellen sie für das Kind doch eine reale Gefahr dar, die von den Eltern ernst genommen werden muss. Reden Sie Ihrem Kind also nicht die Ängste aus bzw. verharmlosen Sie sie nicht. Sätze, wie "der Hund macht doch gar nichts" oder "es gibt doch gar keine Gespenster",  helfen Ihrem Kind nicht.

Beruhigen Sie Ihr Kind und zeigen Sie Verständnis. Erzählen Sie am besten von den Ängsten, die Sie als Kind gehabt haben. Das beruhigt und nimmt ein bisschen von der Angst. 

Angststörungen

Im Gegensatz zu den entwicklungsbedingten Ängsten gibt es noch die Angststörungen. Diese Ängste stehen nicht unter willentlicher Kontrolle und treten auch ohne reale Bedrohung auf. Sie führen in der Regel zu einer Vermeidung der gefürchteten Situation und beeinflussen teilweise massiv die Lebensführung. Hierzu gehören:

  • Tierphobien
  • Schulangst 
  • Platzangst
  • soziale Phobien (Angst vorm Auftreten in der Öffentlichkeit, in der Schule oder auch in kleinen Gruppen)
  • Angst vorm Essen, vor Körperkontakt, vorm Fliegen  sowie auch Angst vor der Angst

Eine besondere Form der Angststörungen ist die Panikstörung. Diese beginnt plötzlich und unerwartet. Sie ist gekennzeichnet durch größte Angst bis hin zu Todesangst. Neben dem Gefühl der Angst, treten viele körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwitzen oder Zittern auf.

Wie können Sie Ihrem Kind helfen?

Die homöopathische  Behandlung bei Angststörungen sollte von einem erfahrenen Homöopathen durchgeführt werden und eignet sich nicht zur Selbstbehandlung durch die Eltern. Bei entwicklungsbedingten Ängsten, die in den verschiedenen Phasen auftreten, können Sie Ihr Kind aber homöopathisch unterstützen. Folgende Mittel finden hier häufig Anwendung:

Calcium Carbonicum: Bei Trennungsängsten für Kinder, die am liebsten zu Hause sind. Sie brauchen den Schutz der Mutter und jede Veränderung ist eine große Belastung. Häufig haben die Kinder auch Angst in der Dunkelheit und schlafen nur bei den Eltern. 

Aconitum: Bei Panikattacken. Die Angst kommt plötzlich und unerwartet. Das Kind reagiert mit Zittern, Entsetzen, Schweißausbrüchen.

Silicea: Für Kinder, die Ängste vor dem Misserfolg in der Schule oder auch in der Freizeit haben. Sie unternehmen nichts, aus Furcht, es könnte fehlschlagen. Das Selbstvertrauen ist sehr gering. Oft haben Sie auch Angst vor Nadeln und Spritzen.

Pulsatilla: Für Kinder, die sehr weinerlich und anhänglich sind. Sie haben große Angst vorm Alleinsein und die Trennung von den Eltern ist sehr schwierig. Das Kind hat ein starkes Verlassenheitsgefühl und fühlt sich allein auf der Welt.

Stramonium: Das Kind reagiert panisch bei Trennungen. Es klammert sich an die Mutter und ist durch nichts zu beruhigen. Das Kind hat Angst in der Dunkelheit, in Tunneln, vor Räubern und Hunden. Ein wichtiges Mittel auch bei nächtlichen Panikattacken.

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Britta Ganzmann