Homöopathische Behandlung

Asthma und die homöopathischen Wetter-Modalitäten

Asthma und die homöopathischen Wetter-Modalitäten
geschrieben von Andra Dattler

Gutes Wetter – schlechtes Wetter. Je nachdem, bei welchem Wetter das Asthma schlimmer oder besser wird, kann dies Hinweise auf das richtige homöopathische Mittel geben. Welche homöopathischen Mittel bei welchem Wetter angezeigt sein können, erfahren Sie hier.

Homöopathie ist eine komplizierte Angelegenheit: Für die Homöopathen sind nicht nur die speziellen Symptome, die emotionalen und geistigen Zustände der Patienten, seine Vorlieben und Abneigungen, sondern auch die Umstände der Verbesserung und Verschlechterung extrem wichtig. Bei Asthma hat man sehr viele allgemeine Symptome, z. B. dass Anstrengung verschlechtert oder dass Kleidung um den Hals und an der Brust unangenehm ist, die sehr häufig und somit auch bei fast jedem Mittel auftreten.

Für die Wahl des richtigen homöopathischen Mittels ist es aber wichtig, dass man außergewöhnliche, absonderliche und auffallende Symptome findet. Diese können gerade bei Asthma in der Verschlechterung oder Verbesserung durch Wetter liegen. Dennoch ist es für die endgültige Mittelwahl unabdingbar, eine Anamnese durch einen professionellen Homöopathen zu durchlaufen.

Asthma bei schlechtem Wetter

Bei besonders kaltem Wetter kommen folgende Mittel in Frage:

  • Antimonium tartaricum (besonders viel Schleim, der schwer abgehustet werden kann)
  • Arsenicum album (fröstelige, ängstliche, schwache Patienten, Anfall häufig nachts bis 2 Uhr)
  • Dulcamara (Erkältungen mit hohem Fieber, herrschsüchtig, Erkältungen durch feuchte Kälte)
  • Medorrhinum (Verbesserung am Meer, schläft in Knie-Ellenbogen-Stellung, v. a. für Kinder)
  • Natrium sulfuricum

Bei feucht-nassem Wetter (nicht unbedingt sehr kalt), kann man zusätzlich an folgende Mittel denken:

  • Aurum (übernimmt für alle die Verantwortung, kann depressiv mit Suizidgedanken sein)
  • Carcinosin (freundlich, immer für alle da, sehr gehorsam aber empfindlich
  • Kalium carbonicum (Angst bei jeder Erkältung, dass es Asthma wird)Schlimmer zwischen 2 und 4 Uhr, Zugluft, Liegen)
  • Silicea (Asthma bei Kindern nach Impfung, unterdrückter Otitis, wiederholte Bronchitis)
  • Veratrum (Asthma nach einem geschäftlichen Misserfolg)

Bei einer auffallenden Verbesserung in warmem Wetter kann man das Mittel Phelandrium genauer betrachten.

Asthma bei gutem Wetter

Tritt das Asthma immer bei warmem aber feuchtem Wetter auf:

  • Barium carbonicum (haben das Gefühl, sie können nichts, sind dumm oder schämen sich)
  • Belladonna (viele Alpträume, Ängste und Verschlechterung Nachts)
  • Carbo vegetabilis (Angst zu ersticken, braucht frische Luft, Aufstoßen und Flatus beim Asthma)
  • Syphilinum (zwischen Genie und Wahnsinn, Furcht vor Infektionen, Nachts ist alles schlimmer)

Wird das Asthma besonders bei trockenem Wetter schlimmer muss man folgende Mittel in Betracht ziehen:

  • Aconitum (vor allem trocken-kaltes Wetter, plötzlicher Anfall, schnelle Entwicklung)
  • Chamomilla (Kinder, die ständig wütend sind und schreien)
  • Hepar Sulfuris (Verschlechterung vor allem bei trockener Kälte, heftige Persönlichkeit, liebt Feuer)

Fazit

Die Wettermodalitäten können einen (unter vielen) Hinweis auf ein mögliches Asthma-Mittel geben. Da die Bestimmung des Mittels so schwierig ist, sollte man in jedem Fall eine erfahrene Homöopath/in aufsuchen.

Bildnachweis: Orawan / stock.adobe.com

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Andra Dattler