Homöopathische Behandlung

Ängste homöopathisch behandeln: Staphisagria unterdrückt Zorn

Ängste homöopathisch behandeln: Staphisagria unterdrückt Zorn
geschrieben von Marlene Stöckel

Zuweilen kommen Mütter mit ihren ängstlichen Kindern in die Praxis. Diese Ängste können sich auf Hunde beziehen oder auf vorbeifahrende Krankenwagen. Dunkelheit ist oft ein Angstauslöser oder die Vorstellung, es kämen nachts Räuber ins Haus. Homöopathisch sind alle Ausprägungen interessant und weisen uns den Weg zum Heilmittel. Lesen Sie hier, wann Staphisagria helfen kann.

Staphisagria – mitfühlend und ängstlich

Eine Mutter kommt mit ihrem 10-jährigen Sohn in die Praxis. Sie kommt aus Südamerika, ist temperamentvoll und hat sich einen deutschen Ehemann gesucht, der das Gegenteil verkörpert. Für ihn sind Temperamentausbrüche tabu, gelten als ungezügelt und peinlich. Der Sohn hat relativ langes Haar und ein sehr weiches, feminines Gesicht. Die Mutter berichtet, er könne keinen Krankenwagen vorbeifahren sehen, ohne zu weinen und sich furchtbare Sorgen zu machen, was dem Menschen geschehen sei.

Homöopathie führt wieder in die Balance

Des Weiteren hatten wir auf der körperlichen Ebene Warzen, wenn er nervös war, klagte er über Kopf- und Bauchschmerzen. Wütend werde er eigentlich nie, aber wenn doch, dann mit einer zerstörerischen Energie. Am meisten sorge die Mutter aber das extrem mitfühlende Wesen, was ihn immer wieder wegen Kleinigkeiten in Tränen ausbrechen lasse.

Der Heilungsprozess von Staphisagria bei Ängsten

Schon beim nächsten Follow up zeigt sich ein anderes Bild. Nicht nur, dass die Warzen verschwunden waren, der Junge hatte seither keine Schwierigkeiten mehr, Krankenwagen vorbeifahren zu sehen. Wenn ein Klassenkamerad sich verletzte, konnte er Hilfe leisten, ohne davon tagelang belastet zu sein.

Zu Hause begann er seine Meinung zu sagen, was zu Konflikten zwischen den Eltern führte. Während die Mutter heimlich stolz auf das Temperament ihres Sohnes wurde, empfand ihn der Vater als unerzogen. Seine seltenen, zerstörerischen Wutausbrüche ließen nach, zugunsten einer adäquat geäußerten Wut im Alltag.

Eltern als Heilungshindernis

Ich schreibe dies bewusst provokativ, denn nur zu oft erlebe ich, dass Eltern der offensichtlichen Gesundung ihrer Kinder im Weg stehen, weil diese vermeintliche Unannehmlichkeiten für sie bedeuten. Hier ist es immer wieder ratsam, sich darauf zu besinnen, was wir wirklich für unsere Kinder wollen. Wenn wir sie zwingen, ihre Natur zu unterdrücken, damit sie vorzeigbarer, braver und angepasster sind, legen wir den Grundstein für Disharmonie und Krankheitsgeschehen in ihnen.

Bildnachweis: esthermm / stock.adobe.com

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Marlene Stöckel