Das homöopathische Mittel Coffea

Fast jeder kennt die Wirkung von Kaffee. Gerade wenn man selten mal eine Tasse Kaffee trinkt, hat man unter Umständen mit verstärkter Unruhe, mit Herzklopfen oder auch mit Schlaflosigkeit zu tun, wenn man den Kaffee zu spät abends genießt. Das homöopathische Mittel Coffea wird aus der ungerösteten Kaffeebohne gewonnen. Das im Kaffee enthaltene Coffein ist hauptsächlich verantwortlich für die anregende Wirkung.

Was eine Tasse Kaffee auslöst, kann Coffea heilen
Fast jeder kennt die anregende oder gar aufputschende Wirkung von Kaffee. Wenn man keinen Kaffee gewohnt ist oder wenn man mal sehr viel Kaffee getrunken hat, bemerkt man schnell eine große Unruhe, eventuell kann es zu einer Zunahme der Herztätigkeit kommen, die sich in heftigem Herzklopfen oder gar in nervösen Herzstörungen äußern kann. Manche bekommen sogar Schweißausbrüche oder können längere Zeit nach dem Genuss von Kaffee nicht einschlafen.

Die Wirkung von Kaffee ist auf Coffein zurück zu führen
Das im Kaffee enthaltene Coffein steigert die Erregbarkeit der Reflextätigkeit des Körpers. Neben einer gesteigerten Lebhaftigkeit des Geistes kann auch die Empfindlichkeit der Sinnesorgane gesteigert sein, so dass Geräusche und Licht nicht so gut vertragen werden wie sonst. Coffein regt weiterhin das Vasomotorenzentrum an. Das Reizleitungssystem am Herzen wird zusätzlich angeregt, die Koronargefäße weiten sich.

Coffea hilft bei Schlaflosigkeit durch Gedankenandrang
In der Homöopathie wird Coffea in erster Linie als Nerven- und Gefäßmittel angewandt. Menschen die besonders abends übermäßig wach sind, die über eine leichte Auffassungsgabe verfügen und durch ihre tausend Gedanken und Pläne nicht in Schlaf fallen können, könnten das homöopathische Mittel Coffea brauchen. Coffea hilft auch bei negativen Folgen von zu starker und zu häufiger Einnahme von Genussmitteln.

Coffea als homöopathisches Konstitutionsmittel
Menschen, die Coffea konstitutionell benötigen, sind sehr schmerzempfindlich. Die Schmerzen werden mitunter so stark, dass die betroffenen Menschen darüber verzweifeln. (Hier muss man dann aber genau unterscheiden, ob nicht ein anderes homöopathisches Mittel wie Chamomilla oder Aconitum angezeigt ist.)

Häufig klagen diese Menschen über einen sogenannten Nagelkopfschmerz oder auch migräneartige Schmerzzustände. Auch bei Zahnschmerzen, die durch kaltes Wasser gebessert werden, sollte man an Coffea denken.

Beschwerden durch Freude ist ein Leitsymptom bei Coffea
Manche Menschen bekommen auch körperliche oder seelische Beschwerden nach freudiger Aufregung. Gerade hier kann Coffea eine Verbesserung bringen. Beschwerden in Folge von Gemütserregung weisen allerdings auch Ignatia und Opium auf.

Grundsätzlich gilt, dass jedes homöopathische Mittel auch für eine konstitutionelle homöopathische Behandlung eingesetzt werden kann. Diese sollte man allerdings nicht selbst durchführen, sondern sich in die Hände eines erfahrenen Homöopathen bzw. einer erfahrenen Homöopathin begeben.

Veröffentlicht am 28. Dezember 2008