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Histaminhaltige Lebensmittel

Lesezeit: 2 Minuten Histaminhaltige Lebensmittel wie zum Beispiel Wein, bestimmte Käsesorten, Rohwurst, Bier, Sauerkraut oder Fisch schaden uns in der Regel nicht. Lediglich in sehr hohen Mengen oder bei einer Histaminunverträglichkeit können solche Nahrungsmittel Probleme verursachen.

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Histaminhaltige Lebensmittel

Histaminhaltige Lebensmittel

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Histamin wird nicht nur im menschlichen Körper produziert. Vielmehr gibt es eine ganze Reihe von histaminhaltigen Lebensmitteln.

Histaminhaltige Lebensmittel und Pflanzen

Ein sehr bekanntes Beispiel dafür, dass es histaminhaltige Lebensmittel und Pflanzen gibt, ist die Brennnessel, die bei einer Berührung der stark histaminhaltigen Pflanzenhaare juckende Hautreaktionen auslöst. Insgesamt ist die Anzahl der pflanzlichen Nahrungsmittel, die einen sehr hohen natürlichen Gehalt an Histamin aufweisen, aber eher gering.

In der Regel schaden uns histaminhaltige Lebensmittel nicht. Lediglich bei einer Histaminintoleranz oder in zu großen Mengen können histaminhaltige Lebensmittel Probleme verursachen.

Anzahl der histaminhaltigen Lebensmittel ist eher gering

Die Anzahl histaminhaltiger Lebensmittel, in denen das Histamin in einer hohen Konzentration vorkommt, ist eher gering.

Dass dennoch einige histaminhaltige Lebensmittel relativ stark belastet sind, hängt vor allem mit deren Weiterverarbeitung und Haltbarmachung sowie mit dem natürlichen Alterungsprozess zusammen.

Insbesondere histaminhaltige Lebensmittel, die für ihre Reifung zusätzliche Bakterien benötigen, können eine hohe Histaminkonzentration aufweisen. Hierzu gehören zum Beispiel geräuchertes Fleisch, Salami oder Schinken, Fischprodukte (insbesondere Fischkonserven), gereifte Käsesorten (Hartkäse), eingelegtes Gemüse, Bier oder Hefe.

Zusätzlich kann der Verzehr von Lebensmitteln belasten, die das im Körper vorhandene Histamin freisetzen (insbesondere Alkohol).

Tabelle mit besonders histaminhaltigen Lebensmitteln

Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Auswahl von histaminhaltigen Lebensmitteln mir relativ hoher Histaminkonzentration.

Tabelle 1: Histaminhaltige Lebensmittel mit hoher Histaminkonzentration

Histaminhaltige LebensmittelBeispiele
Fisch– Thunfisch
– Makrele
– Sardellen
– Fischkonserven
Käse– Brie
– Emmentaler
– Hartkäse
– Camembert
– Roquefort
Alkohol– Rotwein
– Bier
– Sekt
Gemüse– Sauerkraut
– Spinat
– Tomaten
Wurst– Salami
– Rohschinken
– Dauerwurst
Fertiggerichte– Tütensuppen
– Dosensuppen
– Fertigmenüs
– Tiefkühlpizza
Sonstige Lebensmittel– Schokolade
– Nüsse
– Eier
– Erdbeeren/Himbeeren
– Milch
– Ananas

Histaminhaltige Lebensmittel bei Histaminintoleranz meiden

Eine Histaminintoleranz ist eine Unverträglichkeitsreaktion des Körpers, der nicht in der Lage ist, Histamin abzubauen. Die Ursachen und Symptome sind sehr vielfältig. So leiden Patienten zum Beispiel unter Migräne, Magen-Darm-Problemen, Herzrhythmusstörungen, niedrigem Blutdruck, Asthma, Hautjucken oder Hautrötungen. Grundlage zur Behandlung dieser Erkrankung ist das Meiden von histaminhaltigen Lebensmitteln.

Die häufigsten Auslöser einer Unverträglichkeitsreaktion sind die folgenden histaminhaltigen Lebensmittel:

  • Alkoholische Getränke (vor allem Rotwein)
  • Sehr lang gereifte Käsesorten
  • Schokolade
  • Rohwurstsorten
  • Walnüsse
  • Tomaten oder große Mengen von Ketchup
  • Sauerkraut
  • Spinat
  • Fischkonserven

Personen, die unter einer Histaminintoleranz leiden, sollten im Umgang mit histaminhaltigen Lebensmitteln Folgendes beachten:

  • Lebensmittel sollten so frisch wie möglich verzehrt werden.
  • Fischkonserven vermeiden und auf frischen Fisch ausweichen. Generell auf geräuchertem, getrocknetem oder gesalzenem Fisch und Fischsorten wie Makrelen, Sardellen, Heringen oder Thunfisch verzichten.
  • Auf gereifte Lebensmittel wie Sauerkraut verzichten.
  • Frische Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an biogenen Aminen (z. B. Bananen, Tomaten, Spinat etc.) einschränken.
  • Die Konzentration des Histamins in histaminhaltigen Lebensmitteln ändert sich durch Kochen, Backen oder Einfrieren in der Regel nicht.
  • Den Alkoholkonsum stark einschränken und auf Rotwein ganz verzichten.
  • Hartkäse meiden. Stattdessen auf jungen Käse ausweichen.
  • Auf den Verzehr von Salami, Schokolade und Nüssen (insbesondere Wallnüsse) verzichten.

Bildnachweis: Zerbor / stock.adobe.com

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