Was Frauen gegen Inkontinenz (Blasenschwäche) tun können

Was Frauen gegen Inkontinenz (Blasenschwäche) tun können

Machen auch Sie sich vor Lachen in die Hose? Das muss Ihnen nicht peinlich sein. Inkontinenz – auch Blasenschwäche genannt – ist ein weitverbreitetes Problem bei Frauen. Aber es ist auch ein Tabuthema. Niemand spricht gerne darüber und auch dem Arzt gegenüber wird es oft verschwiegen. In diesem Artikel erfahren Sie Wissenswertes über die Ursachen und was Sie selbst dagegen tun können.

Stressinkontinenz

Damit ist nicht die Blasenschwäche gemeint, die durch Stress (körperliche und seelische Belastungen) verursacht wird. Hier ist die eigentliche Bedeutung des Wortes Stress gemeint. Das Wort Stress kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt "Druck". Im Zusammenhang mit Inkontinenz ist die Blasenschwäche gemeint, die durch Druck entsteht.

Beim Husten, Niesen und Lachen wird großer Druck auf die Blase ausgeübt. Bei einer Blasenschwäche hält der Blasenschließmuskel nicht dem Druck stand und es kommt zum unfreiwilligen Abgang von Urin. Dabei kann es sich um ein paar kleine Tropfen oder aber auch um eine größere Menge Urin handeln.

Stressinkontinenz ist die häufigste Form der Inkontinenz bei Frauen. Sie kann in jedem Alter auftreten. Ursache ist eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur oder eine Schädigung des Bandapparates.

Inkontinenz in der Schwangerschaft

Bereits in der frühen Schwangerschaft kann es zu Blasenschwäche kommen. In den letzten Schwangerschaftsmonaten kennt fast jede werdende Mutter dieses Problem. Durch das wachsende Kind wird die Muskulatur der Blase gedehnt und vermindert. Zusätzlich übt die immer schwerer und größer werdende Gebärmutter von oben Druck auf die Blase aus. Meist bessert sich die Inkontinenz nach der Geburt wieder. Bei einigen Frauen bleibt die Inkontinenz aber auch lange Zeit nach der Geburt noch bestehen.

Was Sie selbst tun können

  • Gezielte Stärkung der Beckenbodenmuskulatur. Suchen Sie sich einen Kurs oder einen Physiotherapeuten, bei dem Sie lernen, die Übungen richtig durchzuführen.
  • Beckenbodenübungen gehören zur Rückbildungsgymnastik nach der Geburt. Sie sollten nicht nur einmal in der Woche im Kurs durchgeführt werden, sondern mehrmals täglich.
  • Eine gesunde Vollwertkost mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und wenig Fleisch, Fettem, Fast-Food, Fertiggerichten reguliert das Gewicht und wirkt gegen Verstopfung. Übergewicht und Pressen beim Stuhlgang sind eine hohe Belastung für die Beckenbodenmuskulatur.
  • Trinken Sie trotz Blasenschwäche ausreichend, sonst ist die Gefahr von Blasenentzündungen erhöht.
  • Entleeren Sie regelmäßig die Blase. Ständiges Einhalten fordert die Muskulatur stark.
Veröffentlicht am 2. August 2012