Frauen-Gesundheit

K.-o.-Tropfen – Gefahr lauert in Discos und auf Partys

K.-o.-Tropfen – Gefahr lauert in Discos und auf Partys
geschrieben von Burkhard Strack

Besonders junge Frauen werden immer häufiger Opfer von Raub und Vergewaltigung. Um die Frauen wehrlos und gefügig zu machen, werden ihnen ohne ihr Wissen die meist geruchs-, geschmacks- und farblosen K.-o.-Tropfen eingeflößt. Wie wirken die K.-o.-Mittel? Wie können Sie sich davor schützen? Hier finden Sie hilfreiche Tipps.

Was versteht man unter dem Begriff K.-o.-Tropfen?

Die Bezeichnung K.-o. wird vom englischen Begriff Knock-out (außer Gefecht setzen) abgeleitet. Es gibt verschiedene Substanzen, die man als K.-o.-Tropfen bezeichnet. Der bekannteste Wirkstoff ist die Gamma-Hydroxybuttersäure (GHB). Diese Substanz fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Wer sich im Besitz dieses Wirkstoffes befindet, macht sich strafbar! Wer ihn einsetzt, begeht eine kriminelle Handlung, die mit einer Haftstrafe geahndet wird.

Eine Vorstufe von GHB ist GBL – Gamma-Butyrolacton – das im Körper in GHB umgewandelt wird. GBL ist bisher nicht als Betäubungsmittel eingestuft. Es findet als Lösungsmittel in der Industrie, als Reinigungsmittel und als Nagellackentferner Verwendung.

Als Weichmacher wird in der Industrie der Wirkstoff BDO (1,4 Butandiol) eingesetzt. Er wird auch als K.-o.-Mittel verwendet.

Wie werden K.-o.-Mittel noch bezeichnet?

  • Liquid Ecstasy
  • Liquid X
  • Soap
  • Fantasy
  • Borametz
  • Thunder Nectar

Wenn Sie diese Begriffe in Ihrem Umfeld hören, sollten Sie besonders vorsichtig sein!

Wie könnten Ihnen K.-o.-Mittel verabreicht werden?

Auf einer Party oder bei einem Discobesuch ist es normal, dass Sie Ihr Getränk gelegentlich aus den Augen verlieren. Vielleicht unterhalten Sie sich, gehen tanzen oder auf die Toilette. Ihr Glas steht dann unbeobachtet auf dem Tresen oder dem Tisch. Für eine andere Person ist es nun relativ einfach, die meist geruchs- und farblosen K.-o.-Substanzen in Ihr Getränk zu schütten. Die K.-o.-Tropfen lösen sich dort auf und der geringe, leicht seifige Eigengeschmack wird vom Geschmack des Getränkes überdeckt.

Wann setzt die Wirkung der verabreichten K.-o.-Tropfen ein?

Wenn Ihnen K.-o.-Tropfen ins Getränk geschüttet wurden, ist der Wirkungseintritt von der Dosierung abhängig. Die Wirkung der Droge kann nach etwa 10 Minuten bis etwa einer halben Stunde einsetzen. Sie werden das Gefühl haben, dass Sie eine viel zu große Menge Alkohol konsumiert und nun einen gewaltigen Rausch haben.

Welche Symptome treten nach der Einnahme eines K.-o.-Mittels auf?

  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Brechreiz
  • Benommenheit
  • Schläfrigkeit
  • Erinnerungslücken
  • Verwirrtheit
  • Wahrnehmungs- und Bewusstseinsstörungen
  • Willenlosigkeit
  • Muskelkontrollverlust
  • Blutdruckabfall
  • verminderte Herzfrequenz
  • Schweißausbrüche

Was sollten Sie unbedingt beachten, damit Sie nicht zum willenlosen Opfer werden?

  • Kommen und gehen Sie gemeinsam mit zuverlässigen Freunden auf Partys und in Diskotheken.
  • Lassen Sie Ihre Getränke niemals offen stehen.
  • Falls Ihr Getränk lange Zeit unbeaufsichtigt war, sollten Sie es nicht mehr trinken.
  • Trinken Sie niemals Getränke, die Ihnen eine andere Person in die Hand drückt.
  • Falls Sie sich stark alkoholisiert fühlen, ohne dass Sie viel Alkohol getrunken haben, sollten Sie zusammen mit einer zuverlässigen Person die Party oder Diskothek verlassen und einen Arzt aufsuchen.

Wichtig! Der Nachweis von K.-o.-Tropfen ist nur kurze Zeit möglich!

Falls Sie den Verdacht haben, dass Ihnen oder einer anderen Person K.-o.-Tropfen verabreicht wurden, sollten Sie unbedingt so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. GHB kann im Blut nur etwa 8 Stunden und im Urin nur etwa 12 Stunden nachgewiesen werden. Eine Urinprobe, die in einem sauberen Gefäß aufgefangen und gut gekühlt wurde, kann einem Arzt oder einem Krankenhaus den nötigen Beweis liefern. Sie sollten die Urinprobe so schnell wie möglich untersuchen lassen.

Bildnachweis: Herrndorff / stock.adobe.com

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.