Frauen-Gesundheit

Blasenentzündung – kann die Cranberry Ihnen helfen?

Blasenentzündung – kann die Cranberry Ihnen helfen?
geschrieben von Burkhard Strack

Leiden Sie an einer unkomplizierten Blasenentzündung? Tritt bei Ihnen immer wieder ein Harnweginfekt auf? Wenn Sie an akuten und immer wiederkehrenden Infektionen der Harnwege oder einer Reizblase leiden, ist eine umfassende Behandlung und Vorbeugung besonders wichtig. Ist es in diesem Fall sinnvoll, Cranberry-Produkte einzunehmen? Hilft die Cranberry wirklich?

Was ist eine Blasenentzündung und welche Symptome zeigen sich?

Eine Blasenentzündung wird auch als Harnweginfekt bezeichnet. Frauen haben, bedingt durch ihre kürzere Harnröhre, ein sehr viel höheres Risiko an einem Harnweginfekt zu erkranken, als Männer. Typische Anzeichen für eine Blasenentzündung sind Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und Blut im Urin. Eine Blasenentzündung hat in den meisten Fällen eine bakterielle Ursache. Folgende Faktoren können eine Blasenentzündung begünstigen:

  • Kälte
  • Nässe
  • Stress
  • Harnverhalten
  • vermehrten Geschlechtsverkehr (es gibt sogar die Bezeichnung “Flitterwochen-Zystitis”)
  • Menstruation

Was sind Cranberries?

Die Cranberry ist die nordamerikanische Preiselbeere. Sie ist größer als die in Europa beheimatete Preiselbeere. Die Cranberry kennt man auch unter dem Begriff “großfrüchtige Moosbeere”. Die positive Wirkung der Cranberry auf die Blase und die Harnwege ist in Nordamerika schon seit Jahrhunderten bekannt. Moderne wissenschaftliche Untersuchungen konnten die Wirksamkeit der Cranberry gegen Harnweginfekte bestätigen.

Welche Inhaltsstoffe machen die Cranberry so wertvoll?

Cranberries enthalten neben natürlichem Vitamin C, sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralstoffe. Die Proanthocyanidine, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören, spielen bei der Behandlung von Harnweginfekten eine maßgebliche Rolle. Die Proanthocyanidine haben die Eigenschaft, dass sie an Bakterien “andocken” können. Dadurch gelingt es den Bakterien – die für die Blasenentzündung verantwortlich sind – nicht mehr, sich an der Blasenschleimhaut fest zu setzen. Die Bakterien werden mit dem Urin ausgeschieden.

Eine Abtötung der Bakterien – wie dies bei einer Antibiotikatherapie der Fall ist – findet durch die Proanthocyanidine nicht statt. Das natürliche gesunde Bakterienmilieu wird im Körper durch die Cranberry nicht verändert.

Wie kann man die Cranberry einnehmen?

Zu Vorbeugung gegen immer wiederkehrende Blasenentzündungen eignen sich der Cranberry-Saft oder besser der Cranberry Muttersaft, der einen höheren Anteil an sekundären Pflanzenstoffen enthält, als ein normaler Saft. Zur Behandlung eines Harnweginfektes sollte ein Cranberry-Extrakt – am besten in Kapsel- oder Tablettenform – eingenommen werden. Der Cranberry-Extrakt ist je nach Wirkstoffkonzentration in der Regel wesentlich höher konzentriert, als der Cranberry Muttersaft.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie Blut im Urin haben, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Tipp: Eine Kombination aus Cranberry- und Kürbiskern-Extrakten bekämpft den Harnweginfekt und stärkt zusätzlich die Blase gegen eine Neuinfektion. Wenn Sie öfters an einer Blasenentzündung leiden, sollten Sie Cranberry Kapseln über einen längeren Zeitraum – etwa sechs bis acht Wochen – einnehmen.

Bildnachweis: Ekaterina Elagina / stock.adobe.com

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.