Ernährung

Wie Sie Erdnüsse in Ihren Speiseplan einbauen

Wie Sie Erdnüsse in Ihren Speiseplan einbauen
geschrieben von Julia Poluliakh

Mit Erdnuss verbindet man meist den Brotaufstrich für Kinder, der in zwei Geschmacksvarianten kommt: mit oder ohne knusprigen Stückchen darin. Aber das muss nicht sein. Denn die Erdnuss ist eine überaus vielseitige und gesunde Frucht, die man auf ganz verschiedene Weise in der Küche verwenden kann. Hier bekommen Sie ein paar Tipps und auch Informationen zur Erdnuss.

Die Erdnuss als Öl- und Fett-Lieferant

Was vor allem diejenigen kennen werden, die gerne asiatisch kochen, ist die Verwendung von Erdnussöl zum Anbraten oder Aromatisieren. Man kann hier in unterschiedlichen Intensitäten würzen: Wem der pure Geschmack von Erdnussöl als Fett im Wok zu intensiv ist, der kann sich eine Mischung aus Sonnenblumenöl und Erdnussöl ganz nach Geschmack zusammenstellen.

Wir empfehlen erst eine Mengeneinheit Sonnenblumenöl in den Wok zu geben und diesen dann mit Erdnussöl zu würzen. Wenn Sie sich sehr unsicher sind, welches Verhältnis von Sonnenblumenöl zu Erdnussöl Sie haben wollen, experimentieren Sie erst in einer kleinen Schüssel, wo Sie per Löffelabmessung unterschiedliche Mischungsverhältnisse ausprobieren.

Mit der Zeit kommt dann die Erfahrung und Sie machen es „freihändig“ direkt in den Wok. Thai Erdnuss-Sauce zu gegrilltem Fleisch besteht übrigens aus Erdnüssen, Kokosmilch, Currypaste, Fischsauce, Palmzucker, Essig und Salz.

Herstellung und Namensgebung der Erdnuss

Erdnussöl wird wie Olivenöl durch Kaltpressung gewonnen. Man trocknet die Erdnüsse nach der Ernte, um den Wassergehalt zu reduzieren und den Fettgehalt auf 45% zu erhöhen. Dann schält man sie, wirft die Schale weg und presst die Kerne aus. Der Name der Erdnuss ist auch sehr interessant. Der deutsche Name bezieht sich darauf, wie die Nuss wächst: die Nuss der einjährigen Pflanze wächst nämlich unter der Erde und nicht wie Walnüsse oder Haselnüsse als Frucht an Bäumen oder Sträuchern. In England heißt sie „peanut“, also auf Deutsch „Erbsen-Nuss“, weil sie wie eine Erbse in der Schote wächst.

In der Tat ist die Erdnuss auch botanisch gesehen keine Nuss, sondern gehört in die Familie der Hülsenfrüchte. Sie ist die einzige Hülsenfrucht, die man roh verzehren kann. тDer spanische Name „cacahuete“ kommt von der ursprünglichen Bezeichnung der Inkas her, die ihre Kulturpflanze und deren Frucht den Namen „tlacacáhuatel“ trug, was Kakaobohne der Erde bedeutet. Die Inkas und in Südamerika kannte man Erdnüsse als essbare Frucht schon Tausende von Jahren, bevor sie dann nach Europa kam. In Deutschland wurde die Erdnuss erst in der Nachkriegszeit bekannt und populär, als amerikanische GIs sie unters Volk brachten.

Vorteile und Risiken der Erdnuss

Die Erdnuss ist reich an Eiweiß und enthält auch ganz besonders viel Magnesium. Neben diesen zwei Nährstoffen, die sie übrigens für einen vegetarischen Speiseplan besonders empfehlenswert machen, enthält die Erdnuss auch noch Kalium, Phosphor, Kalzium, Zink, Eisen und diverse Vitamine aus dem B-Komplex (inklusive Folsäure) und Vitamin E.

Allerdings erschwert der relativ hohe Phytat-Gehalt, dass diese Stoffe komplett im Körper umgesetzt werden können. Ebenso sollte man sich auch bei Irritationen auf eine Erdnussallergie testen lassen, denn Erdnüsse enthalten viele allergene Stoffe. Das Risiko einer Erdnuss-Allergie ist sehr hoch.

Bildnachweis: nancy10 / stock.adobe.com

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Julia Poluliakh