Ernährung

Wie gesund leben Frutarier wirklich?

Wie gesund leben Frutarier wirklich?
Farina Fontaine
geschrieben von Farina Fontaine

Frutarier leben nach strengen und asketischen Regeln, was ihre Ernährung betrifft. Fleisch und Milchprodukte sind tabu und nicht mal jede Pflanze kann gegessen werden. Ob diese Ernährung gesund und vor allem im Alltag gut umzusetzen ist, ist umstritten. Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel.

Veganer, Vegetarier, Flexitarier – Ernährungsformen gibt es viele. Eine besonders extreme Form der Ernährung leben Frutarier. Sie haben strenge Regeln was ihr Essen angeht und achten nicht nur Tiere, sondern auch Pflanzen. Frutarier essen nur, was die Natur ihnen freiwillig gibt, was in der Umsetzung zu vielen Einschränkungen führt.

Fleisch und Milchprodukte sind für Frutarier tabu, da gehen sie mit Veganern einher. Ihre Ernährungsphilosophie geht allerdings noch weiter, indem sie nicht alle Pflanzen essen, da sie diese nicht töten wollen.

Was Frutarier essen und was nicht

Nüsse und Obst wie zum Beispiel Beeren oder Äpfel sind für Frutarier in Ordnung, da sie von Bäumen oder Sträuchern gepflückt werden und die Pflanze dabei nicht zerstört wird. Auch Tomaten, Kürbisse oder Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Erbsen essen Frutarier.

Kohl, Zwiebeln, Kartoffeln oder Rüben stehen bei ihnen allerdings nicht auf dem Speiseplan, da diese Pflanzen bei der Ernte zerstört würden. Sie wachsen nicht an Bäumen oder Sträuchern und können von dort gepflückt werden, sondern sind Teile der Knollen, Wurzeln, Stängel oder Blätter.

Auch diese Dinge sind tabu:

Manche Frutarier verzichten sogar auf den Verzehr von Getreide, da es in Monokulturen angebaut wird. Grundsätzlich ist Getreide für Frutarier aber erlaubt.

Was Leder angeht, verzichten Frutarier wie auch Veganer auf dieses Produkt, da es von Tieren stammt. Sogar Holz ist für viele Frutarier tabu, wenn der Baum extra für das Möbelstück gefällt wurde.

Diese Ernährungsform ist keine Diät-Variante

Die Gruppe der in Deutschland lebenden Frutarier ist sehr klein. Wer denkt, er kann Frutarier werden, um abzunehmen, sollte sich das gründlich überlegen. Die Einschränkungen sind nicht ohne und auch die Versorgung des Körpers mit Mineralstoffen und Spurenelementen muss als Frutarier regelmäßig überprüft werden.

Zudem steht hinter dieser Ernährungsweise mehr als der bloße Gedanke des Gewichtsverlusts. Frutarier leben streng dogmatisch, nach einer strikten Philosophie, nämlich dass nichts Lebendes für sie sterben soll – im Alltag ist diese Lebensart nicht immer leicht umzusetzen, worüber sich jeder im Klaren sein sollte.

Frutarier zu sein bedeutet mehr als nur seine Ernährung umzustellen

Wer diese Ernährung allerdings mal für eine kurze Zeit ausprobieren möchte, um beispielsweise den Körper zu entgiften, der kann dies nach ärztlicher Absprache ruhig tun. Bei vielen Fastenkuren ist eine bloße Ernährung durch Obst und Gemüse vorgesehen und für eine gewisse Zeit ist das in der Regel unproblematisch.

Um richtiger Frutarier zu sein gehört allerdings mehr dazu, als für eine kurze Zeit auf Kartoffeln, Zwiebeln und Getreide zu verzichten. Die Philosophie ist komplex und die Umsetzung erfordert einige Fachkenntnisse in Botanik, weshalb dieser Lebensstil nicht von heute auf morgen gelebt werden kann.

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Bildnachweis: contrastwerkstatt / Adobe Stock

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