Ernährung

Veganes Schulessen: Wieso unsere Kinder weiterhin Fleisch serviert bekommen sollten!

Veganes Schulessen: Wieso unsere Kinder weiterhin Fleisch serviert bekommen sollten!
geschrieben von Burkhard Strack

Veganes Schulessen ist momentan wieder in aller Munde. Ein Vater hatte gegen die Schule seiner Tochter geklagt, da diese seiner Tochter kein veganes Essen bereitstellen wollte. Die Klage wurde vom zuständigen Gericht abgewehrt, welches damit zugleich den Empfehlungen der DGE Recht zuspricht. Diese sprechen sich deutlich gegen veganes Schulessen aus.

Zur Vollständigkeit gilt es zu erwähnen, dass sich die Klage des Vaters um den Anspruch auf Prozesskostenhilfe drehte, welche für das anschließende Verfahren rund um das vegane Schulessen bereitgestellt werden sollte. Das Gericht schmetterte diese ab. Die Begründung: „keine hinreichenden Aussichten auf Erfolg.“ Aber sollte veganes Schulessen tatsächlich eingeführt werden?

1. Die DGE rät von der veganen Ernährung ab

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) spricht sich eindeutig gegen eine vegane Ernährung von Kindern und Jugendlichen aus. Grund sind Mangelzustände aufgrund der fehlenden ausgewogenen Ernährung, die vor allem im jungen Alter Folgen auf die physische Entwicklung und Gesundheit nehmen können. Zugleich sei es vielen Kindern noch nicht möglich, sich eigenständig und bewusst für ihre Ernährung zu entscheiden.

Hier werden dann vor allem die Gewohnheiten der Eltern übernommen – sprechen sich diese für vegane Ernährung aus, müssen die Kinder meist folgen. Jugendliche könnten zwar selbst kochen, aber auch hier bestimmt das Elternhaus maßgeblich den Ernährungsplan.

Kein Anrecht auf ein veganes Schulessen

Kinder haben in deutschen Schulen kein Recht auf eine vegane Essensausgabe. Gründe lassen sich dafür in zahlreicher Form finden, darunter auch die eingangs erwähnte Empfehlung der DGE – eine vegane Essensausgabe würde sich folglich gegen die Empfehlung der höchsten Instanz der Ernährung in Deutschland stellen. Weitere Gründe gegen veganes Schulessen stellen sich wie folgt dar:

2. Wirtschaftlich kaum realisierbar

Veganes Essen im eigenen Zuhause, wo für ein, zwei, drei oder vier Personen gekocht wird, ist zwar etwas umständlicher, keinesfalls aber unmöglich. An ihre Grenzen stößt diese Planung, wenn Großküchen zusätzlich zu den angebotenen Mahlzeiten auch noch veganes Schulessen zubereiten und anbieten müssen – zumal die Resonanz darauf keinesfalls eindeutig ist. Wirtschaftlich ist die Einführung also mit hohen Kosten verbunden. In der reinen Bildung, beispielsweise über hochwertige Lehrmaterialien und bestens ausgebildete Fachkräfte, ist dieser Teil vom Budget wesentlich besser aufgehoben.

3. Kinder können sich selbst versorgen

Während ein Anrecht auf veganes Schulessen nicht besteht, sollten Kinder und Jugendliche dennoch die Möglichkeit geboten bekommen, sich im sozialem Umfeld vegan zu ernähren – das heißt eigens mitgebrachte Mahlzeiten sollten auch in die Kantine mitgenommen werden dürfen. Besteht diese Regelung, gibt es keinen Grund für Schüler ihr veganes Essen nicht einfach selbst mitzubringen. Eltern, die also mit dem Artikel 4-3 vom Grundgesetz, dem Recht auf freie Gewissensentscheidung, argumentieren möchten, können Mahlzeiten Zuhause anfertigen und diese dem Kind mitgeben.

Ein Zugang zur Mikrowelle muss dafür ebenfalls durch die Schule gestellt werden. Solange diese Voraussetzungen gegeben sind, existiert keine Notwendigkeit ein eigenes veganes Schulessen finanzieren zu müssen.

4. Einhaltung des geregelten Standards

In der Argumentation durch die Staatsseite muss eine rote Linie erkennbar sein. So ist es nicht möglich, dass der offizielle DGE einerseits eine Empfehlung für eine vegane Ernährung bei Kindern und Jugendlichen verweigert, zugleich dann aber aus Staatsmitteln eine vegane Ernährung für eben diese Kinder und Jugendlichen finanziert wird. Solange mögliche Mangelzustände und deren Einfluss nicht eindeutig abzuschätzen sind, muss sich die Schule als pädagogische Anstalt an der geltenden Empfehlung orientieren.

Da sie selber eine lehrende Funktion innehat, kann sich ihr eigener Standpunkt erst dann wenden, wenn sich auch die Argumentation der offiziellen deutschen Institution dafür ändert.

In absehbarer Zeit wird es also kein veganes Schulessen geben. Was sind Ihre Erfahrungen zu dem Thema? Vielleicht sind Sie selbst Veganer und der Überzeugung, dass veganes Schulessen angeboten werden sollte? Oder sind Sie komplett gegen die vegane Ernährung und halten es für schädlich? Nennen Sie uns Ihre Meinung!

Bildnachweis: JackF / stock.adobe.com

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.