Ernährung

Superfoods – Tipps zu Sprossen und Keimlingen

Superfoods – Tipps zu Sprossen und Keimlingen
geschrieben von Andra Dattler

Ein gekeimtes Getreidekorn enthält bis zu 600 mal mehr Vitamine oder Vitalstoffe, als das Korn in seinem trockenen Zustand. Gerade im Winter können wir mit gekeimten Samen, Sprossen und Hülsenfrüchten für die Zufuhr von wichtigen Nährstoffen und Vitaminen sorgen. Welche Arten sich eignen, und wie man Sprossen ganz einfach auf der Fensterbank zieht, erfahren Sie hier.

Sprossen und Keimlinge haben schon seit langem ihren Platz in der gesunden Ernährung gefunden. Gerade in der kalten Jahreszeit ziehen viele Leute ihre Sprossen auf der Fensterbank. Diese können jederzeit im Salat, auf Brot oder als frische Zugabe zu gekochten Speisen genossen werden.

Sprossen und Keimlinge enthalten ein Vielfaches an Enzymen gegenüber dem normalen Gemüse oder Obst. Dazu kommen große Mengen an Vitalstoffen, Vitaminen und Antioxidantien. Lässt man die Sprossen so lange wachsen, bis sich grüne Blättchen zeigen, kommt noch das Chlorophyll hinzu.

Keimlinge und Sprossen: Welche Sorten eignen sich?

Alfalfa ist die Königin der Keimlinge. Sie enthält den neben einem hohen Anteil an Vitaminen und Mineralien auch Antioxidantien und sehr viel Chlorophyll sowie Phytoöstrogene, die in den Wechseljahren wichtig sind. Saponine sorgen für ein starkes Immunsystem. Diese Sprossen haben einen sanften und leicht nussigen Geschmack. Alfalfa schmeckt besonders in Salaten oder zusammen mit anderen Aufstrichen auf Brot und in Sandwiches.

Rettich, Radieschen, Kresse und Co.

Für das gewisse Etwas sorgen die Sprossen von Radieschen, Kresse und Rettich  Sie schmecken kräftig, teilweise sogar richtig scharf und werden gerne auf Brot und im Salat gegessen. Für Kinder sind diese Sprossen oft zu scharf. Brokkoli-Sprossen sind besonders gesund. Sie enthalten Sulforaphan – ein Mittel gegen Krebs und Arthritis.

Gekeimtes Getreide – Die Vitaminbomben

Vitamine und Nährstoffe pur bekommt man, wenn man Getreide wie Weizen, Gerste, Hafer, Roggen oder Dinkel etwa einen halben Zentimeter keimen lässt. So eignet sich das Getreide als Zugabe zu Rohkostsalaten, in Gemüsegerichten oder einfach pur, kurz in etwas Butter geschwenkt. Lässt man das Getreide weiterwachsen, kann man nach etwa 10 Tagen Weizengras, Gerstengras etc. ernten, das in Smoothies verarbeitet einen richtigen Gesundheitskick gibt. Dann ist der Chlorophyllgehalt nämlich viel höher.

Hülsenfrüchte gekeimt: Eiweiß und Vitamine

Gekeimte Hülsenfrüchte wie Mungbohnen, Linsen, Sojabohnen oder kleine Azukibohnen liefern nicht nur Vitamine und Eiweiß. Sie sind auch eine bunte Augenweide im Salat. Durch die Keimung werden die Linsen und Bohnen ganz weich und können auch roh leicht verdaut werden. Sie schmecken angenehm mild und nussig im Salat, auf dem Gemüse oder sogar auf Brot. Natürlich kann man sie auch kochen und wie gewohnt weiter verarbeiten – z. B. zu einem leckeren Hummus.

Sprossen und Keimlinge auf der Fensterbank

All diese Vielfalt an Sprossen und Keimlingen lassen sich leicht auf der Fensterbank ziehen. Dazu benötigt man entweder einen sogenannten Sprossengarten oder Sprossenturm – das sind Siebe aus durchsichtigem Acryl, die übereinandergestapelt werden können. Oder man nimmt für jede Sorte ein Schraub-Glas von etwa 300ml, spannt ein Stück Mullwindel oder dünnen Stoff mit einem Gummi über die Öffnung und stellt es in einem 45 Grad Winkel mit der Öffnung nach unten auf einen Teller. Dazu benötigt man eine Stütze, z. B. aus Salzteig, Ton oder Holz gebastelt.

In jedem Fall lässt man die Sprossen über Nacht in einem Glas Wasser einweichen und gibt sie dann in das Keimgefäß. Morgens und abends spült man sie mit Wasser aus (deshalb die Mullwindel) und lässt sie abtropfen. Nach einigen Tagen zeigen sich die ersten zarten Keime. Dann lässt man sie auf die gewünschte Länge wachsen.

Bildnachweis: HandmadePictures / stock.adobe.com

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