Ernährung

Mit einem Ernährungstagebuch gezielt Unverträglichkeiten herausfinden

Mit einem Ernährungstagebuch gezielt Unverträglichkeiten herausfinden
geschrieben von Daniela Kunath

Wer unter einer Lebensmittelintoleranz leidet, beschreibt oftmals ein allgemeines körperliches Unwohlsein. Betroffene leiden unter Verdauungsstörungen wie Krämpfen, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall und Übelkeit bis hin zum Erbrechen. Ausgelöst werden derartige Beschwerden meist durch Bakterien oder Viren, doch auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten können Beschwerden auslösen.

Allergie und Lebensmittelunverträglichkeit – was ist der Unterschied?

Während bei einer Lebensmittelallergie das Immunsystem auf im Prinzip harmlose Stoffe mit einer Abwehrreaktion reagiert, liegt bei einer Lebensmittelunverträglichkeit eine Störung im Enzymbereich vor. Nur in Ausnahmefällen ist eine solche Störung angeboren, in fast allen Fällen sind Lebensmittelunverträglichkeiten die Folge einer dauerhaften falschen Ernährung oder eines ungesunden Lebenswandels.

Stress und industriell gefertigte Lebensmittel werden als Auslöser in Betracht gezogen, da sie mutmaßlich das Verdauungssystem überfordern. Ob dem tatsächlich so ist, wird seit Jahren erforscht.

Gründe von Intoleranzen

Hat der Körper die Fähigkeit verloren, einen bestimmten Stoff zu verdauen, kommt es zu einer Intoleranz. Die meisten Menschen können Milchzucker (Lactose) nicht verdauen, doch auch Fruchtzucker (Fructose), gewöhnlicher Haushaltszucker (Saccharose) und das als Gluten bekannte Klebeeißweiß in Getreide können Ursachen Ihrer Unverträglichkeit sein.

Unverträglichkeiten diagnostizieren

In vielen Fällen dauert es Jahre, bis Intoleranzen erkannt werden. Oft bringen Betroffene ihre Ernährung nicht in Verbindung mit den Beschwerden, außerdem sind die Symptome denen eines Reizdarms sehr ähnlich.

Erschwerend kommt hinzu, dass jeder hin und wieder an Krämpfen, Durchfall oder Blähungen leidet. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Beschwerden auf einer Lebensmittelunverträglichkeit basieren, ist es ratsam, dass Sie für einige Zeit ein Ernährungstagebuch führen, um Ihrem Verdacht auf den Grund zu gehen.

Essen Sie wie gehabt, schreiben Sie jedoch alles auf, was Sie zu sich nehmen. Getränke ebenso wie Lebensmittel. Notieren Sie außerdem etwaige Beschwerden, unabhängig davon, ob Sie diese mit Ihrer Ernährung in Verbindung bringen oder nicht.

  • Bauchschmerzen oder Krämpfe
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Übelkeit (mit oder ohne Erbrechen)
  • Hautausschläge
  • Extreme Müdigkeit
  • Kopfschmerzen

Zu empfehlen ist es, dass Sie auftretende Beschwerden sowie Nahrungsmittelaufnahme mit Uhrzeiten notieren, so dass ein Zusammenhang – wenn vorhanden – auch ersichtlich wird.

Stellen Sie nach etwa zwei Wochen fest, dass es Ihnen nach dem Genuss eines bestimmten Lebensmittels oder Bestandteils nicht gut geht, verzichten Sie ebenfalls für etwa zwei Wochen auf dieses. Notieren Sie weiterhin Ihre Nahrungsaufnahme und etwaige Beschwerden. Bessern sich diese durch den Verzicht, ist die Wahrscheinlichkeit einer Intoleranz hoch. Der Gang zum Fachmann sollte die Konsequenz sein, um Ihre Selbstdiagnose zu bestätigen und Therapiemöglichkeiten zu besprechen.

Intoleranz behandeln

Eine tatsächliche Therapie gibt es bei einer Lebensmittelunverträglichkeit nicht. Der erste Schritt zur Besserung Ihrer Symptome ist sicherlich der Verzicht auf den entsprechenden Stoff. Wenn Sie selber kochen, ist das für viele realisierbar, beim auswärts essen sieht das ganze meist schon anders aus.

Tipps:

  • Bei einer Laktoseintoleranz können Sie mit Laktasetabletten Beschwerden entgegenwirken. Die bestehen aus künstlichen Enzymen, die Ihnen helfen die Laktose zu verarbeiten und in Folge dessen die Symptome lindern.
  • Eine Fruktoseunverträglichkeit ist meist unterschiedlich ausgeprägt: Sie reagieren auf verschiedene Fruchtsorten in verschiedener Intensität, außerdem sind die Beschwerden bei fruktosesiruphaltigen Lebensmitteln meist schlimmer als bei Obst.
  • Am meisten eingeschränkt sind von einer Zöliakie (Glutenintoleranz) Betroffene. Denn hier helfen keine Tipps und Tricks, ausschließlich eine strenge Diät und der absolute Verzicht auf Gluten.

Bildnachweis: Elnur / stock.adobe.com

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Daniela Kunath