Ernährung

Manuka-Honig – vielseitiges Heilmittel aus der Natur

Manuka-Honig – vielseitiges Heilmittel aus der Natur
Andrea Fettweis
geschrieben von Andrea Fettweis

Manuka-Honig hat zwar seinen Preis, aber er kann durch seine vielfältigen Wirkungen sogar Antibiotika ersetzen. Lesen Sie, wie Sie Manuka-Honig einsetzen.

Manuka-Honig hat so viele positive Wirkungen, dass es sich lohnt, ihn trotz des hohen Preises zu testen. Er wird nur in Neuseeland und teilweise im Südosten Australiens gewonnen, weil dort die entsprechende Pflanze wächst, deren Nektar von den Bienen gesammelt wird: der Manuka-Strauch.

Manukagewächse sind unverwüstlich

Das Myrtengewächs gibt es in allen möglichen Formen vom Bodendecker bis zum Baum. Es breitet sich ungehemmt auf allen Böden aus und schützt sich selbst durch seine Inhaltsstoffe vor den meisten Krankheiten, ob durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht. Nur bei extrem feuchtem Boden kann Manuka von Mehltau befallen werden.

Manuka-Honig kann häufig Antibiotika ersetzen

Die Ureinwohner Neuseelands entdeckten schon früh die wundheilende Wirkung des Honigs und wenden ihn seit Jahrhunderten auch gegen Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden an.

Studien neuseeländischer Forscher bestätigen, dass der Manuka-Honig gegen die Bakterien Escherischia coli und Helicobacter pylori wirkt, die Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüre auslösen.

Auch bei Erkältungskrankheiten ist der Manuka-Honig ein probates Mittel ohne Nebenwirkungen.

Er hindert den Staphylokokkus aureus daran, sich auszubreiten, und bremst seine Aktivität. Somit können Entzündungen der Haut, Bronchien, Lungen, Nasennebenhöhlen und des Mittelohrs zuverlässig vermieden werden.

Auf diese Weise kann man meist auf ein Antibiotikum verzichten, zumal Staphylokokkus aureus inzwischen etliche antibiotikaresistente Stämme ausgebildet hat. Manuka-Honig hilft sogar in einer 54-fachen Verdünnung, normaler Honig nur bis zu einer zehnfachen Verdünnung.

Obwohl Manuka-Honig viel Zucker enthält, wirkt er fast so gut karieshemmend wie Mundspülungen. Bei Pilzerkrankungen kann der Honig sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden.

Anwendung von Manuka-Honig

Am besten wird der Honig pur angewendet. Nehmen Sie dreimal täglich einen Teelöffel voll und lassen Sie den Honig so langsam wie möglich auf der Zunge zergehen.

So werden schon einmal die Keime auf den Schleimhäuten in Mund, Rachen, Hals sowie in Magen und Darm abgetötet. Anschließend wirkt der Honig zudem innerlich über das Blut.

Ähnlich wie eine Nasensalbe können Sie ihn auch dünn in den Nasenlöchern verteilen. Bei Hautproblemen streichen Sie die betroffenen Stellen mit Honig ein und decken diese mit etwas Mull ab, um Wunde und Kleidung zu schützen. Zusätzlich nehmen Sie den Honig auch bei äußerlichen Beschwerden ein.

Kauftipps für Manuka-Honig

Wie bei anderen Honigsorten auch gibt es beim Manuka-Honig erhebliche Qualitätsunterschiede. Diese richten sich nach dem Hauptwirkstoff MGO – Methylglyoxal. Je höher dessen Gehalt ist, desto wertvoller ist der Honig.

Vor dem Verkauf wird er daher untersucht und mit einer Kontrollnummer versehen, sodass der Verbraucher den Wert jederzeit erfragen kann.

In Deutschland wird der MGO-Wert oft auf dem Etikett angegeben. Dafür muss der Imker eine Gebühr bezahlen. In Neuseeland wird der Wirkstoffgehalt in UMF (Unique Manuka Factor) deklariert. Er entspricht etwa folgenden MGO-Werten:

  • UMF 10 = MGO 100
  • UMF 15 = MGO 250
  • UMF 20 = MGO 400
  • UMF 25 = MGO 550

Ein hochwertiger Manuka-Honig hat einen Gehalt von mindestens 400 MGO. Durch den langen Importweg ist der Honig nicht gerade preiswert, aber dennoch eine wertvolle Alternative für ein Antibiotikum. Letzteres sollte nur in wirklichen Notfällen angewendet werden.

Bildnachweis: exclusive-design / Adobe Stock

Über Ihren Experten

Andrea Fettweis

Andrea Fettweis

Andrea Fettweis sammelte durch ihre vielseitige Tätigkeit als Pharmazeutisch-technische Assistentin über 20 Jahre lang Erfahrungen in öffentlichen Apotheken, die sie ständig durch private medizinische Studien ergänzte. Seit 1995 schreibt sie für eine Fachzeitschrift des Deutschen Apothekerverlags, schloss ein Studium für Journalismus ab und ist seitdem u. a. für mehrere Online-Magazine als Autorin und Redakteurin tätig. Für experto.de schreibt sie aktuell über gesundheitliche Themen mit den Schwerpunkten Naturheilkunde, chronische Krankheiten, Ernährung, Pharmazie sowie Körper & Seele.