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So vermeiden Sie gefährliche Keime im Eis

So vermeiden Sie gefährliche Keime im Eis
geschrieben von Burkhard Strack

Die Eisproduktion läuft auf Hochtouren und viele Eiscafés sind überfüllt. Speiseeis lagert in den Tiefkühltruhen von Supermärkten, Eisdielen, Cafés, Konditoreien, Eisständen und Privathaushalten. Eisgenießer, die eine eigene Eismaschine besitzen, stellen ihr selbstgemachtes Eis her. Warum ist die richtige Portionierung und Lagerung von Eis so wichtig? Wodurch können Keime ins Eis gelangen?

Tut es Ihnen auch gut, an heißen Tagen ein leckeres Eis zu genießen?

Ein gutes Eis an einem warmen Sommertag genießen, das „streichelt Ihre Seele“. Die Eismasse zerschmilzt zart auf Ihrer Zunge und kühlt zudem Ihren Körper an heißen Tagen. Die vielfältigsten Eissorten sorgen für Abwechslung und treffen den Geschmack jeden Eisliebhabers.

Doch der Eisgenuss kann auch seine Schattenseiten haben. Haben Sie schon einmal nach dem Verzehr von Speiseeis Durchfall bekommen? Dann kann es sein, dass das Eis mit Keimen belastet war.

Welche Keime können hauptsächlich im Speiseeis vorkommen?

  • Enterobakterien
  • Schimmelpilze
  • Listerien
  • Salmonellen

Wie können die Keime ins Eis gelangen?

Dafür gibt es verschiedene Wege:

  • In Eiszutaten befanden sich schon vor der Eisherstellung Keime. Dies können zum Beispiel Schimmelpilze in Früchten oder Bakterien in den verwendeten Milchprodukten sein.
  • Das Eis wurde unsachgemäß und zu warm gelagert.
  • Das Eis wurde falsch transportiert.
  • Das Verkaufspersonal hat das Eis unhygienisch entnommen.
  • Der Eisportionierer wurde in warmem Wasser gelagert und nicht regelmäßig unter fließendem Wasser abgespült.
  • Ungenügend gereinigte Herstellungs- und Aufbewahrungsgefäße.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie selbst Milcheis herstellen, kennen Sie sicher viele Rezepte mit Eigelb. Wenn Sie Eigelb für die Eisherstellung verwenden, ist es möglich, dass sich Salmonellen im Eis befinden. Ersetzen Sie das Eigelb durch Sahnestandmittel. Für 2 Eigelbe benötigen Sie 1 Teelöffel Sahnesteif. Falls Sie dies nicht möchten, müssen Sie unbedingt darauf achten, nur frische Eier zu verwenden.

Welche Beschwerden können nach dem Genuss von verdorbenem Eis auftreten?

  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen

Was sollten Sie beim Kauf von Eis und bei der Eislagerung beachten?

  • Wenn Sie in einer Eisdiele oder an einem Eisstand Eis kaufen, sollte das Eis nicht zu weich sein und keine wässrigen Eiskristalle gebildet haben.
  • Das Verkaufspersonal darf den Eisportionierer nicht im warmen Wasser stehen lassen, denn dort bilden sich vermehrt Bakterien. Der Portionierer muss regelmäßig unter fließendem Wasser abgewaschen werden.
  • Wenn Sie im Supermarkt Eis einkaufen, sollten Sie es als letztes in Ihren Einkaufswagen legen und sofort zur Kasse gehen. Ist das Eis eingescannt, muss es für den Transport sofort in eine Kühltasche.
  • Entnehmen Sie das Eis zu Hause sofort aus der Kühltasche und legen Sie es in eine Gefriertruhe (es sei denn, Sie möchten es sofort genießen).
  • Achten Sie darauf, dass die Temperatur in Ihrer Gefriertruhe mindestens Minus 18 Grad Celsius beträgt.
  • Wenn Sie das Eis portionsweise entnehmen, sollten Sie den Eisportionierer unter fließendem Wasser abspülen und den Restinhalt der Eisverpackung sofort wieder in das Gefrierfach stellen.
  • Legen Sie eine Frischhaltefolie auf den Eisrest, bevor Sie ihn wieder ins Gefrierfach legen, das kann die Bildung von Eiskristallen verhindern.
  • Wenn sich auf dem Eis starke Eiskristalle gebildet haben und das Aussehen des Eises sich verändert hat, dürfen Sie es nicht mehr essen.

Bitte beachten Sie: Gefrieren Sie Eis nicht wieder ein, das bereits angetaut ist!

Bildnachweis: bildschoenes / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.