Ernährung

Kokosblütenzucker – gesund und umweltfreundlich

Kokosblütenzucker - gesund und umweltfreundlich
Andrea Fettweis
geschrieben von Andrea Fettweis

Kokosblütenzucker schmeckt nicht nach Kokos, sondern nach leicht karamellisiertem Haushaltszucker. Er ist allerdings gesünder als letzterer und enthält sogar Mineralstoffe. Außerdem kann er ökologisch und nachhaltig produziert werden. Warum sich Kokosblütenzucker so positiv auf den Energiehaushalt auswirkt und welche Vorteile er noch besitzt, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Er ist zwar teurer, hat aber unschlagbar viele Vorteile: Kokosblütenzucker ist ein naturbelassenes Produkt, das deutlich gesünder als raffinierter Haushaltszucker ist. Da er einen niedrigen glykämischen Index hat, steigt der Blutzucker nur langsam an und spendet über längeren Zeitraum Energie. Das schont auch die Bauchspeicheldrüse, da sie weniger Insulin produzieren muss.

Kokosblütenzucker hält den Blutzucker stabil

Je weniger Insulin hergestellt wird, desto geringer ist die Gefahr, dass nach dem Genuss von Kokosblütenzucker Heißhunger auf mehr Süßes entsteht. Im Gegensatz zum normalen Haushaltszucker hält das Sättigungsgefühl länger an. Insofern ist Kokosblütenzucker ein optimales Süßungsmittel, das natürlich dennoch nicht in großen Mengen verzehrt werden sollte, aber die Versuchung ist ohnehin gering.

Kokosblütenzucker enthält mehr als Energie

Wer sich gesund ernähren möchte, jedoch nicht ganz auf Süßes verzichten kann, sollte Kokosblütenzucker einmal testen. Er sorgt nicht nur für einen stabilen Energiehaushalt, sondern enthält auch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Magnesium, Eisen, Bor, Zink, Schwefel und Kupfer. Davon können besonders Verbraucher mit Erkrankungen wie z. B. Diabetes, Herzkreislaufbeschwerden oder Übergewicht profitieren.

Wie wird Kokosblütenzucker verwendet?

Der braune Kokosblütenzucker hat die gleiche Süßkraft wie normaler weißer Zucker. Er schmeckt nicht nach Kokosnuss, wie man vermuten könnte, sondern überrascht mit einer leichten Karamellnote. Diese passt zu den meisten Gerichten, es sei denn, man mag dieses Aroma nicht. Wird der Kokosblütenzucker nur in geringen Mengen verwendet, zum Beispiel ein Teelöffel in einer Tasse Tee, Kaffee oder anderen Getränken, ist das Karamellaroma kaum zu schmecken.

Süßspeisen mit Kokosblütenzucker

Möchten Sie den Kokosblütenzucker für Süßspeisen oder selbst gemachtes Eis verwenden, sollten Sie ihn zunächst in einer der flüssigen Komponenten des Rezepts auflösen. Wird er nur verrührt, kann es vorkommen, dass er seine Kristallform behält und sich nicht richtig auflöst. Bei manchen Rezepten kann das erwünscht sein, zum Beispiel wenn man eine Karamellkruste auf einer Crème brulée haben möchte.

Um gesündere Bonbons herzustellen, muss der Kokosblütenzucker ebenfalls in ganz wenig Wasser aufgelöst werden. Anschließend wird er entweder auf dem Herd oder in der Mikrowelle aufgekocht, bis die Masse dickflüssig ist. Dann kann sie entweder portionsweise auf Backpapier gegeben oder in Silikonförmchen gefüllt werden und dort aushärten.

Nachhaltige Produktion von Kokosblütenzucker

Beim Kauf von Kokosblütenzucker sollten Sie darauf achten, dass Sie eine Sorte wählen, die ökologisch und nachhaltig produziert wird. Dies ist sehr leicht möglich, da Kokospalmen für die Zuckerproduktion nicht gefällt und neu angepflanzt werden müssen.

Ein einziger Baum reicht aus, um eine Familie ein ganzes Leben lang mit Kokosprodukten zu versorgen. So können auch Kleinbauern mit wenig Land und einigen Bäumen Kokosblütenzucker ernten und verkaufen. Gedüngt wird auf einer ökologischen Farm mit alten Palmenblättern und Kokosschalen.

Bildnachweis: Ideenkoch / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Andrea Fettweis

Andrea Fettweis

Andrea Fettweis sammelte durch ihre vielseitige Tätigkeit als Pharmazeutisch-technische Assistentin über 20 Jahre lang Erfahrungen in öffentlichen Apotheken, die sie ständig durch private medizinische Studien ergänzte. Seit 1995 schreibt sie für eine Fachzeitschrift des Deutschen Apothekerverlags, schloss ein Studium für Journalismus ab und ist seitdem u. a. für mehrere Online-Magazine als Autorin und Redakteurin tätig. Für experto.de schreibt sie aktuell über gesundheitliche Themen mit den Schwerpunkten Naturheilkunde, chronische Krankheiten, Ernährung, Pharmazie sowie Körper & Seele.