Ernährung

Können Nahrungsmittelunverträglichkeiten geheilt werden?

Können Nahrungsmittelunverträglichkeiten geheilt werden?
geschrieben von Burkhard Strack

Wurde bei Ihnen eine Nahrungsmittelunverträglichkeit festgestellt, möchten Sie sicherlich wissen, wie die Zukunftsprognose aussieht. In den meisten Fällen sind Intoleranzen und Allergien nicht heilbar. Es gibt aber dennoch einige Lösungsansätze.

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit begleitet Sie meistens über viele Jahre hinweg oder sogar ein Leben lang. Für die meisten Varianten gilt, dass sie schulmedizinisch betrachtet nicht heilbar sind. Dennoch müssen Sie sich nicht mit der Situation abfinden, denn es gibt durchaus noch Möglichkeiten, die Sie ausprobieren können.

Rückbildung der Nahrungsmittelunverträglichkeit durch Darmsanierung

Insbesondere eine erworbene Nahrungsmittelunverträglichkeit, die also nicht von Geburt an besteht, kann sich im Laufe der Zeit zurückbilden, wenn sich die grundlegende Situation im Körper ändert. Hat sich beispielsweise aufgrund einer erhöhten Durchlässigkeit des Dünndarms eine Histaminintoleranz gebildet, so kann diese durch entsprechende Stärkung des Darms gemildert oder sogar wieder beseitigt werden. Möchten Sie diesen Versuch wagen, suchen Sie am besten den Heilpraktiker Ihres Vertrauens auf. Er wird Ihnen zeigen, wie Sie Ihre Darmgesundheit wiederherstellen. Mögliche Bausteine der Behandlung können sein:

  • basische Ernährung
  • konsequentes Meiden der Nahrungsmittel, auf die Sie reagieren
  • frisch gepresste Gemüse-, Gras- und Kräutersäfte
  • viel stilles Wasser, zwei bis drei Liter pro Tag
  • Ansiedelung von hilfreichen Darmbakterien im Darm über entsprechende Darmaufbaupräparate
  • Einnahme von Flohsamenschalen und Bentonit zur Reinigung des Darms
  • Einnahme von Bitterstoffen zur Unterstützung der Leber
  • Zuführung von Mineralstoffen
  • mehr Bewegung

Dadurch wird der Darm gekräftigt und kann seine Aufgaben wieder besser erfüllen. Ob dies im Endeffekt auch einen Einfluss auf die Nahrungsmittelunverträglichkeit hat, hängt vom Einzelfall ab.

Hyposensibilisierung: Per Gewöhnungseffekt zur Heilung?

Bei der Hyposensibilisierung spritzt der Arzt dem Patienten in wiederkehrenden Abständen eine steigende Dosis des Allergens, um den Körper und vor allem das Immunsystem daran zu gewöhnen und so die extremen Reaktionen abzumildern. Dadurch lassen sich Allergien langfristig behandeln. Die Hyposensibilisierung, auch spezifische Immuntherapie genannt, wird allerdings vor allem gegen Heuschnupfen oder Insektengiftallergien eingesetzt. Mittlerweile gibt es aber weiterentwickelte Verfahren, die den Einsatz auch gegen Nahrungsmittelallergien möglich macht. Helfen kann die Hyposensibilisierung allerdings nur bei echten Allergien, bei denen also eine Sofortreaktion des Immunsystems erfolgt.

Vermeidung der Lebensmittel

Für die meisten Betroffenen bedeutet die Diagnose einer Lebensmittelunverträglichkeit den weitgehenden oder sogar vollständigen, dauerhaften Verzicht auf das Lebensmittel. Oftmals wird nach der Diagnose eine über Wochen andauernde Reduktionsdiät durchgeführt, die den Verzicht des Auslösers der Unverträglichkeit einschließt. So kann sich der Körper von der ständigen Alarmbereitschaft erholen. Oftmals ist er danach wieder in der Lage, kleinere Mengen des auslösenden Nahrungsmittels zu vertragen. Dennoch ist auch weiterhin ein sparsamer Umgang damit notwendig.

Unterstützung durch Medikamente

Mit Medikamenten können Nahrungsmittelunverträglichkeiten zwar nicht geheilt werden, doch ermöglichen sie sie den Betroffenen oftmals ein angenehmeres Leben. So können bei allergischen Reaktionen Antihistaminika gegeben werden, um die Symptome zu mildern. Histaminintolerante können mit Mitteln, die die Histaminausschüttung hemmen, weitgehend normale Mahlzeiten bestreiten. Lactoseintolerante hingegen können Milchprodukte zu sich nehmen, indem sie per Medikament die im Körper fehlende Laktase ersetzt.

Bildnachweis: underdogstudios / Adobe Stock

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.