Ernährung

Frühstück: Diese 3 Gründe sprechen dagegen!

Frühstück: Diese 3 Gründe sprechen dagegen!
geschrieben von Burkhard Strack

Ohne Frühstück direkt zur Arbeit – eine seltsame Vorstellung. Denn ein altes Sprichwort besagt: Speise morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler. Die positive Wirkung von Brot, Quark und Wurst galt lange als Dogma, doch die aktuelle Forschung nimmt eine andere Stellung ein. Soll man nun mit oder ohne Frühstück aus dem Haus gehen?

Eine Studie aus Alabama zeigt das Gegenteil: Über einen Zeitraum von vier Monaten wurde eine Gruppe von 300 Personen beobachtet. Nur ein Teil von ihnen durfte frühstücken, während sich die anderen in Verzicht übten. Am Ende nahmen alle Probanden ungefähr gleich viel ab und das Märchen vom gesunden Frühstück war widerlegt. Somit ist die wichtigste Mahlzeit des Tages doch nicht so wichtig, wie es der Volksmund behauptet.

1. Frühstück hilft nicht bei Gewichtsverlust

Ein deftiger Start in den Morgen soll den Stoffwechsel anregen. Wer gesund und schlank bleiben will, sollte sich eine opulente erste Mahlzeit gönnen. Zudem wird der Cholesterin- und Blutzuckerspiegel durch das Frühstücken positiv beeinflusst. Diese Punkte gelten als wesentliche Argumente für die frühe Mahlzeit. Deshalb nimmt das Frühstück bei vielen Diätprogrammen eine zentrale Rolle ein.

Leider lassen sich diese Pluspunkte wissenschaftlich kaum nachweisen. Meistens beruhen die Studien auf Beobachtungen und sind daher anzuzweifeln. Denn auch ein intensives Sportprogramm oder eine Ernährungsumstellung könnte zur Abnahme geführt haben.

Frühstücken ist nicht wertvoller als andere Mahlzeiten. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der britischen Universität in Bath. Sie führten eine Studie mit 33 Probanden durch, bei der sie die Auswirkungen auf den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel sowie die Ruhestoffwechselrate untersuchten. Nach sechs Wochen konnten keine Unterschiede innerhalb der beiden Gruppen festgestellt werden.

2. Nicht-Frühstücken senkt den täglichen Kalorienverbrauch

Am Ende des Tages kommt es darauf an, wie viele Kalorien Sie zu sich genommen haben. Wer sich das Frühstück schenkt, kann schneller abnehmen. Entgegen der üblichen Meinung bleibt der Heißhunger aus, wenn Sie auf die frühe Mahlzeit verzichten. Nur selten müssen Snacks als Ersatz herhalten und das Mittagessen fällt kaum größer aus.

Je nach Tagesplan sollte man das Frühstück einfach weglassen. Manche argumentieren mit einem besseren Stoffwechsel, doch dieser Effekt ist zu vernachlässigen. Die Wechselrate erhöht sich minimal und kann die zusätzlichen Kalorien nicht ausgleichen. Somit ist ein kompletter Verzicht die sinnvollere Lösung – sofern es um eine Gewichtsabnahme geht.

3. Konzentriertes Durchstarten geht auch ohne Frühstück

Einige Eltern schwören auf eine ausgiebige erste Mahlzeit. Manche Studien scheinen sogar einen positiven Zusammenhang zu zeigen, doch das kann ein weiterer Messfehler sein. Denn die guten Leistungen können mit einer besseren Förderung der Kinder zusammenhängen. Häufig sind es Familien mit soliden finanziellen Verhältnissen, die auf Routinen wie das tägliche Frühstücken einen großen Wert legen. Und diese Personengruppe achtet sehr auf die Lernleistung ihres Nachwuchses.

Für die Konzentration ist ein erholender Schlaf ausschlaggebend. Nehmen Sie keine Arbeit mit ins Bett, sondern schalten Sie zwei Stunden vor der Schlafphase komplett ab. Lesen Sie ein interessantes Buch und halten Sie Abstand von allen Themen, die Ihnen schlechte Laune bereiten. So verbessern Sie Ihre Konzentration und nicht etwa mit einem Frühstück.

Das „was“ ist die Erfolgsformel

Es kommt nicht darauf an, wann Sie etwas essen. Eine Diät entscheidet sich daran, welche Speisen Sie zu sich nehmen. Wer Gewicht verlieren möchte, sollte fettige Speisen durch viel Fisch und Gemüse ersetzen. Die Ernährung sollte kaum Zucker und wenig Weizen enthalten. Besonders fertiges Müsli ist eine Kalorienbombe schlechthin: Reduzieren Sie die hohe Energiedichte mit Früchten oder essen Sie lieber Joghurt und Quark.

Wer unter Heißhunger leidet, sollte regelmäßig Nahrung zu sich nehmen. Ein üppiges Frühstück stillt den Hunger nur für wenige Stunden. Besser sind vier bis sechs über den Tag verteilte kleinere Mahlzeiten.

Fazit:

Bis vor wenigen Jahren galt das Frühstück als wichtigste Mahlzeit des Tages. Heute fallen die Antworten deutlich zurückhaltender aus. In manchen Fällen kann sich sogar ein kompletter Verzicht bezahlt machen. Es kommt stark auf das persönliche Wohlbefinden an, ob eine frühe Mahlzeit notwendig ist. Am Mittelmeer wird kaum gefrühstückt, da man erst später zu Abend isst. Kaum jemand würde dort das vermeintlich „gesunde“ Frühstück vermissen.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Frühstücken Sie jeden Tag? Wenn ja, was essen Sie gerne? Oder frühstücken Sie vielleicht nur am Wochenende? Oder gar nicht? Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Bildnachweis: fredredhat / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Please wait...

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.