Ernährung

Essen erlaubt – die Irrtümer der Ernährungsberater

Essen erlaubt – die Irrtümer der Ernährungsberater
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geschrieben von Daniela Hoppaus

Unser gesamter Organismus, das heißt Verdauung, Stoffwechsel, Nahrungsaufnahme und Speicherung funktionieren noch genauso, wie in der Steinzeit. Deshalb haben regionale und saisonale Unterschiede im natürlichen Nahrungsangebot ihre Gründe und sind mittels TCM nachvollziehbar.

Viele Köche verderben den Brei – Viele Diäten verwirren den Kunden

Wenn man unsicher ist, ob unsere Ernährungsgewohnheiten in Ordnung sind und Empfehlungen zutreffen, muss man sich nur vergegenwärtigen, ob es unsere Urgroßeltern, ein Kind, wenn man es nur lässt oder ein nicht verhätscheltes und überzüchtetes Tier auch so machen würden.

Auch ein Blick auf die noch existierenden Naturvölker zeigt uns, ob und wie unsere Ernährungsgewohnheiten von den wahren Bedürfnissen unseres Steinzeitkörpers abweichen.

Kalorienbedarf unterschätzt

Wissenschaftler sollen sich bei der Festsetzung der empfohlenen täglichen Kalorienzufuhr geirrt haben, weil Kalorien nicht bedacht wurden, die beim Atmen oder beim Gehen verbraucht werden. Wir dürften also täglich 16% mehr Kalorien essen. (Quelle: Weekend Magazin, Nr.4)

Die goldenen Regeln der Ernährung

  • Essen Sie, wenn Sie Hunger haben – Hungergefühle sind Schreie des Körpers nach Nährstoffen
  • Essen Sie, was Ihnen schmeckt und nicht das, wovon Sie glauben, dass es gut für Sie ist. Ihr Körper weiß, was er braucht. Trauen Sie ihrem Gusto.
  • Essen Sie bewusst, kauen Sie gut und vor allem: Genießen Sie jeden Bissen. Bei Heißhunger nach Süßem reicht oft schon ein kleines Stück Schokolade, welches Sie langsam auf der Zunge zergehen lassen.
  • Hören Sie auf zu essen, wenn Sie das Gefühl haben, satt zu sein. Wenn Sie jeden Bissen gut kauen, stellt sich das Sättigungsgefühl auch früher ein, als wenn Sie in aller Eile Ihr Essen hinunterschlingen. Der Magen ist trainierbar. Bei ständigem übermäßigem Essen kann er sich ausdehnen und dabei andere Organe beeinträchtigen, wie das Herz oder die Lunge. Er kann sich aber auch zusammenziehen, um Hungergefühl zu vermeiden.
  • Verzeihen Sie sich „Ausrutscher“. Auch wenn Sie auf gesunde Ernährung achten wollen, verbieten Sie sich nicht die „kleine Belohnung zwischendurch“.

Einige in Verruf geratene Lebensmittel

Einige Lebensmittel sind durch die Ernährungsberatung in Verruf geraten. Zwei gängige Irrtümer sollen hier vorgestellt werden:

Das Ei als Cholesterinbombe: In Wahrheit gehören Eier zu den perfekten Lebensmitteln. Sie enthalten alle Aminosäuren in einem ideal ausgewogenen Verhältnis, dazu die Vitamine A, D und E, ebenso Schwefel, Eisen und Lecithin. Das Frühstücksei ist also der perfekte Einstieg in den Tag.

Kaffee als Entwässerer: In Wahrheit entwässert Kaffee den Organismus nicht, er beschleunigt nur die Tätigkeit der Niere. Zwei Tassen Kaffee dürfen deshalb ohne weiteres zur Flüssigkeitsaufnahme hinzugezählt werden. Übermäßiger Kaffeegenuss jedoch führt zur Erhöhung des Blutdrucks und sollte deshalb vermieden werden.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien

Eine Nahrungsmittelallergie kann im Allergietest nicht nachgewiesen werden. Meist handelt es sich dabei auch nur um eine Unverträglichkeit, wie bei der Laktoseintoleranz. Eine Unverträglichkeit erwirbt man durch eine ständige Zufuhr von immer demselben Nahrungsmittel. Also betrifft dies meistens ausgerechnet unsere Leibspeise. Da hilft nur, das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen durch eine 6-8 wöchige Vermeidung des auslösenden Nahrungsmittels.

Der Einfluss unserer Ernährung auf die Umwelt

Dabei geht es nicht ums Verpackungsmaterial. Der größte Produzent tierischer Nahrung ist die USA. Sie hat damit auch einen hohen Anteil an der Methanproduktion. Wertvolle Ackerbauflächen werden dem Viehbestand geopfert.

Ebenso ist das Rapsöl als Treibstoff Vernichtung wertvoller Nahrungsmittel. Wir kennen etwa 50.000 essbare Pflanzen. Allerdings werden vom Menschen nur 3(!) davon zur Deckung von 54% der Nahrungsenergie genutzt. Diese sind Reis, Weizen und Mais.

Bildnachweis: Maksym Azovtsev / stock.adobe.com

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