Basische Ernährung

Was schadet der Darmflora?

Was schadet der Darmflora?
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geschrieben von Julia Poluliakh

Der Darm ist ein wahrer Tummelplatz für Bakterien. Durch die Nahrungsaufnahme siedeln sich dort mehrere Hundert Bakterienarten an. Diese befinden sich in der Regel in einem ausgewogenen Gleichgewicht, das heißt, schädliche Bakterien und gesundheiterhaltende Bakterien sind in etwa der gleichen Anzahl vorhanden.

Ebenfalls sind die „guten“ Bakterien im Darm dafür zuständig, Verdauungsenzyme zu produzieren oder dabei zu helfen, den Cholesterinspiegel niedrig zu halten. Ihre Aufgaben sind ebenso vielfältig wie wichtig für den gesamten Körper und das eigene Wohlbefinden.

Der Darm verfügt über Abwehrzellen, die mit den aufgenommenen Substanzen als erste in Berührung kommen. Diese Substanzen können mitunter schädlich sein; daher entwickeln die Zellen Abwehrstrategien, die das körpereigene Immunsystem vor den schädlichen Eindringlingen warnen.

Die Mikroorganismen, die den Darm besiedeln, trainieren also das Immunsystem.

Darmpflege ist das A&O

In umfangreichen Forschungen wurde festgestellt, dass bei einer unausgeglichenen Zusammensetzung der Darmflora das Diabetes-Risiko erhöht wird.

Den Darm gesund zu halten und für eine harmonische Darmflora zu sorgen, kann also zur Senkung des Diabetes-Risikos beitragen.

Herrscht ein Ungleichgewicht zwischen nützlichen und schädlichen Darmbakterien, führt dies zu einer Unausgeglichenheit der Darmflora (Dysbiose). Diese wird als Vorläufer als auch als Auslöser für den Typ-II Diabetes in Erwägung gezogen.

Das im Darm vorzufindende Ungleichgewicht an Darmbakterien gilt als aussagekräftiger Faktor bei der Diabetes-Frühdiagnose, denn die Unausgeglichenheit der Darmflora tritt bereits im Vorfeld der typischen Symptome einer Diabetes auf.

Generell lässt sich sagen, dass der Anteil der nützlichen Darmbakterien bei über 80% liegen sollte, damit von einer ausgeglichen Darmflora gesprochen werden kann.

Forscher stellten Parallelen fest

Bei Untersuchungen wurde festgestellt, dass Patienten, die an Typ-II Diabetes leiden, zugleich eine überaus gestörte Darmflora aufweisen. Die Zahl der schädlichen Darmbakterien war hier überdurchschnittlich hoch.

Gegenübergestellt wurden die Diabetiker bei der Untersuchung gesunden Menschen. Bei den Diabetikern wurde dabei eine verstärkte Darmfloraverschiebung festgestellt.

Diese Erkenntnis zeigt, welche Auswirkungen die Vernachlässigung der eigenen Darmflora haben kann. Für ein Gleichgewicht von nützlichen und schädlichen Bakterien im Verdauungssystem zu sorgen, trägt also nicht nur zu einem allgemeinen Wohlbefinden bei, sondern senkt zugleich das Diabetes-Risiko.

Was der Darmflora schadet

Gerade nach der Einnahme von Antibiotika ist es wichtig, die Darmflora wieder zu sanieren. Denn Antibiotika bringt die Darmflora erheblich aus dem Gleichgewicht, da nicht nur die schädlichen sondern zugleich auch die guten Bakterien zerstört werden.

Jedoch sind es die schädlichen Bakterien, die sich schneller erholen und so den Darm ungestört besiedeln können. Nach einer Antibiotika-Therapie empfehlen sich daher probiotische Präparate. Diese reaktivieren die guten Darmbakterien und bauen so eine gesunde Grundlage im Darm auf, bevor sich die schädlichen Bakterien wieder verbreiten können.

Natürlich ist es nicht nur Antibiotika, dass das Ungleichgewicht der Darmflora fördert. Ebenso schädlich sind Stress und eine unausgewogene Ernährung, die vor allem auf Zucker, Fast Food und raffinierten Kohlenhydraten beruht.

Möchte man seinem Körper etwas Gutes tun, kann man seine Darmflora aufbauen bei Ernährung mit einer gesunden, basenüberschüssigen Kost. Diese schafft eine gute Basis für die Ansiedlung der nützlichen Darmbakterien. Auf dem Ernährungsplan sollten daher etwa Knoblauch (roh), Probiotika oder Pfefferminzöl stehen.

Bildnachweis: OBprod / stock.adobe.com

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