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Beschneidung: ein Angriff auf die männliche Gesundheit!

Lesezeit: 2 Minuten Operationen an der Vorhaut sind bei erwachsenen Männern nur sinnvoll, wenn es gesundheitliche Probleme durch eine verengte Vorhaut, chronische Entzündungen an der Penisspitze oder der Harnwege gibt. Ob dabei die Vorhaut entfernt werden muss, sollte im Einzelfall kritisch abgewogen werden, da durch eine Beschneidung erhebliche Beschwerden auftreten können.

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Beschneidung: ein Angriff auf die männliche Gesundheit!

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Bei der Beschneidung wird die Vorhaut, die die Eichel schützt, entweder vollständig oder teilweise entfernt. Dies geschieht wahlweise unter Vollnarkose oder mithilfe von örtlicher Betäubung. Eine Operation an der Vorhaut kann Allergien gegen Lokalanästhetika, Schmerzen, Blutergüsse, Blutungen aus dem Narbenbereich, Schwellungen und Gefühlsstörungen nach sich ziehen.

Beschneidung bietet keine Vorteile

Bei einem gesunden Mann bietet eine Beschneidung keine überzeugenden Vorteile. Viele Betroffene klagen anschließend über Schmerzen an der Narbe und bei Erektionen, über Spannungsgefühle, Empfindungsstörungen sowie über ein ausbleibendes Orgasmusgefühl. Die Erektionsfähigkeit verändert sich durch die Beschneidung nicht. Auch die Reinigung des Penis lässt sich mit Vorhaut genauso gründlich durchführen wie beim beschnittenen.

Die Vorhaut ist hochsensibel

Die genannten Beschwerden werden häufig von Urologen nicht ernst genommen, dabei sind sie leicht nachvollziehbar. Schließlich bietet die Vorhaut einen natürlichen Schutz für die empfindliche Eichel und ist zugleich erogenes Gewebe, das für die normale sexuelle Funktion wichtig ist.

Die Vorhaut enthält rund 20.000 spezialisierte Nervenenden und ist daher noch sensibler als die Eichel, als Lippen und Fingerspitzen. In einer Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass der Penis nicht beschnittener Männer viermal empfindlicher ist als der von beschnittenen.

Eine Beschneidung verzögert die Ejakulation

Bei Erregung wird ein salbenähnliches Sekret abgesondert, das durch die Vorhaut gehalten und gleichmäßig verteilt wird, um die Gleitfähigkeit zu erhöhen. Fehlt die Vorhaut, könnte es zum Beispiel bei der manuellen Befriedigung zu einem Mangel an Feuchtigkeit und zu fehlenden Reizen kommen.

Ohne Gleitmittel ist die Masturbation bei etlichen Betroffenen nicht mehr möglich. Die Zeit bis zur Ejakulation verzögert sich nach einer Beschneidung und kann auch beim Geschlechtsverkehr unerwünscht lange dauern.

Narbengewebe kann Probleme verursachen

Bei einer teilweisen oder kompletten Entfernung der Vorhaut entsteht Narbengewebe, das zu einem Störfeld werden kann und gesundheitliche Probleme verursacht. Wird die Vorhaut nur unvollständig entfernt, besteht das Risiko, dass sich die Narbe zusammenzieht und Schmerzen beim erigierten Penis auslöst. Eine weitere Operation wird notwendig, die die komplette Entfernung der Vorhaut beinhaltet.

Störungen durch zerschnittenes Vorhautbändchen

Ein weiterer, erheblicher Nachteil einer Beschneidung entsteht durch die Zerstörung des Vorhautbändchens, das normalerweise entscheidende Reize überträgt. Nach der Operation wird die Empfindung reduziert und die Erregung oft erheblich verzögert, was sich ebenfalls nachteilig auf die Partnerin auswirkt. Eine Studie ergab, dass beschnittene Männer dreimal häufiger Orgasmusschwierigkeiten hatten als unversehrte.

Recht auf körperliche Unversehrtheit

Vor allem sollten Beschneidungen bei Jungen nicht ohne eindeutigen medizinischen Grund durchgeführt werden, damit sie als Erwachsene selbst entscheiden können, ob sie dies wünschen oder nicht. Jeder Mensch hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Das gilt auch für Beschneidungen.

Was halten Sie von Beschneidungen bei Männern und Jungen? 2012 gab es in Deutschland die große Beschneidungsdebatte: Wie haben Sie davon gedacht? Sollte sich die Politik einmischen oder ist das Sache der Eltern? Welche Erfahrungen haben Sie selbst gemacht? Sagen Sie uns Ihre Meinung!

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