Gesundheit

6 häufige Ursachen für Magenschmerzen

6 häufige Ursachen für Magenschmerzen
geschrieben von Burkhard Strack

Magenschmerzen sind ein oft auftretendes Phänomen. Die Art der Schmerzen kann stark variieren. Manchmal sind die Ursachen harmlos, doch hin und wieder kann auch eine ernste Erkrankung dahinterstecken.

Oft verraten zusätzliche Symptome die zugrunde liegende Krankheit. Welche das sind und wann Sie zum Arzt gehen sollten, lesen Sie hier:

1. Magenschmerzen durch Stress und falsche Ernährung

Treten Magenschmerzen auf, sind häufig falsche Ernährungs- und Essgewohnheiten die Ursache. Gerade in stressigen und hektischen Situationen essen viele Betroffene zu schnell etwas zu Fettiges oder schwer Verdauliches. Diese Mahlzeit liegt ihnen dann buchstäblich schwer im Magen und kann zu Magendrücken, Schmerzen und Völlegefühl führen.

Auch zu viel zu reichhaltiges Essen an den Feiertagen oder im Rahmen von Familienfesten kann vorübergehend Magenschmerzen verursachen. Diese Beschwerden sind meist von kurzer Dauer und geben sich nach einigen Stunden wieder.

Stress selbst kann ebenfalls auf den Magen schlagen. Der Körper schüttet dabei vermehrt Stresshormone wie Adrenalin und Kortisol aus. Diese reizen auf Dauer die Magenschleimhäute, die mit schmerzhafter Reizung und Brennen reagiert. Auch der übrige Magen-Darm-Trakt kann auf Stress mit Symptomen wie Durchfall oder Krämpfen reagieren.

2. Magenschmerzen durch einen Infekt

Gelangen Keime über die Nahrung in den Körper, können sie im Verdauungstrakt eine Magenentzündung auslösen. Diese Gastroenteritis heißt umgangssprachlich auch Magen-Darm-Grippe.

Häufige Symptome sind:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Fieber

Wie die Krankheit verläuft, hängt von der Art des Erregers ab. In vielen Fällen klingen diese Magenschmerzen und ihre Begleiterscheinungen nach einigen Tagen von selbst wieder ab. Tritt nach drei bis vier Tagen keine Besserung auf, sollten Sie jedoch einen Arzt zurate ziehen, um ernsthaftere Erkrankungen ausschließen zu können.

Auch Babys, Kleinkinder und alte Menschen sollten schon bei den ersten Anzeichen zum Arzt gehen. Der Körper kann bei ihnen durch den hohen Flüssigkeitsverlust bei Erbrechen und Durchfall schnell austrocknen.

3. Magenschmerzen im Rahmen einer Gastritis

Magenschmerzen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit und Blähungen können auch die Ursache einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) sein. Da der Magen zur Verdauung der Speisen aggressive Säfte und Säuren produziert, würde er sich ohne die schützende Schleimhaut selbst verdauen.

Bei einer Gastritis ist diese Schleimhaut durch Autoimmunerkrankungen, den Keim Helicobacter Pylori oder die Einnahme bestimmter Medikamente wie Diclofenac oder Acetylsalicylsäure (Aspirin) beeinträchtigt. Haben Sie diese unbestimmten Magenschmerzen längere Zeit, ist ein Gang zum Arzt ratsam, da sich aus einer unbehandelten Gastritis ein Magengeschwür entwickeln kann.

4. Magengeschwüre verursachen ebenfalls Magenschmerzen

Ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi) ist ebenfalls oft der Grund für Magenschmerzen. Gerade im Anfangsstadium ist diese Erkrankung relativ symptomlos. Einzig Magenschmerzen in Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme können einen Hinweis auf ein Geschwür im Magen oder im anschließenden Zwölffingerdarm geben.

Generell gilt: Treten die Magenschmerzen direkt nach dem Essen auf, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein Magengeschwür. Kommen Sie meist bei leerem Magen oder nachts vor, ist es oft ein Zwölffingerdarm-Geschwür. Auch bei diesen Symptomen ist ein Gang zum Arzt angezeigt, da ein Magengeschwür unbehandelt ernsthafte gesundheitliche und lebensbedrohliche Folgen haben kann.

5. Magenschmerzen als Anzeichen für Magenkrebs

Eine der gravierendsten Ursachen für Magenschmerzen ist Magenkrebs (Magenkarzinom). Diese Erkrankung verursacht lange Zeit keine ausgeprägten Symptome. Ein Warnzeichen kann sein, wenn Sie plötzlich auf gut vertragene Speisen mit Übelkeit, Magenschmerzen oder Völlegefühl reagieren.

Auch Sodbrennen und eine unerklärliche Abneigung gegen Fleisch gehören dazu. Im fortschreitenden Stadium können Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust hinzukommen.

Lassen Sie diese Symptome unbedingt von einem Arzt untersuchen, denn je früher Magenkrebs diagnostiziert wird, desto besser sind die Heilungschancen.

6. Magenschmerzen durch Reizmagensyndrom

Neben oben genannten Auslösern kann auch das Reizmagensyndrom (funktionelle Dyspepsie) hinter Ihren Symptomen stecken. Diese Erkrankung ist bei gut der Hälfte der Patienten mit Magenschmerzen der Auslöser der Beschwerden. Grund ist eine übersteigerte Schmerzwahrnehmung in den Verdauungsorganen. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten können ein Reizmagensyndrom auslösen. Neben Schmerzen äußert es sich durch allgemeine Beschwerden wie Druck, Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen.

Im Gegensatz zu den meisten oben genannten Ursachen ist ein Reizmagen keine Krankheit, auch wenn er die Betroffenen in ihrer Lebensqualität stark einschränkt. Der Arzt kann nach Bedarf durch die Gabe von Medikamenten Symptome wie Schmerzen, übermäßige Säureproduktion oder Verdauungsprobleme lindern.

Fazit:

Magenschmerzen sind ein recht unspezifisches Symptom und deuten oft auf harmlose Erkrankungen hin. Da sie auch ernste Ursachen haben können, sollten Sie bei längerem Verlauf ohne Besserung auf jeden Fall einen Arzt konsultieren.

Bildnachweis: nikodash / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.