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5 wissenswerte Dinge über die Krankheit Narkolepsie

Lesezeit: 2 Minuten Narkolepsie wird im Deutschen spielerisch Schlummersucht oder Schlafkrankheit genannt, bezeichnet aber eine durchaus ernste Störung der Schlaf-Wach-Regulation. Oftmals handelt es sich bei der Narkolepsie um eine neurologische Erkrankung, die dringend behandelt werden sollte. Folgendes sollten Sie dabei wissen.

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5 wissenswerte Dinge über die Krankheit Narkolepsie

5 wissenswerte Dinge über die Krankheit Narkolepsie

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  1. Sekundäre Narkolepsie
  2. Gefahren und Symptome
  3. Auswirkungen
  4. Medikamentöse Behandlung
  5. Nichtmedikamentöse Behandlung

Grundsätzlich wird in Narkolepsie mit und ohne Kataplexie unterschieden. Bei der Krankheitsform mit Kataplexie handelt es sich um einen Sturz in den Schlafzustand ohne Bewusstseinstrübung. Hierbei fallen Erkrankte in einen Wachschlaf, in dem der Muskeltonus kurzzeitig seine Funktionalität einbüßt.

Diese Kataplexie wird durch heftige, emotionale Zustände ausgelöst – für Patienten ist dies wegen des vollen Bewusstseins, das behalten wird, oft besonders unheimlich.

Rund 90 Prozent aller Narkolepsie-Patienten leiden an Kataplexie.

1. Die sekundäre Narkolepsie

Die sekundäre Narkolepsie ist der wohl gefährlichste Zustand des Reizschlafes, denn hierbei ist die Erkrankung nur Symptom einer strukturellen Läsion des Zwischenhirns oder Hirnstamms. Auch ein Tumor kommt als Ursache für die plötzlichen Einschlafattacken in Frage.

2. Gefahren und Symptome von Narkolepsie

Die Symptome bei Narkolepsie-Erkrankungen fallen meist ähnlich aus. Vor allem eine ist eine extreme Tagesschläfrigkeit bei den Erkrankten zu verspüren. Diese geht einher mit unwillkürlichen Einschlafattacken.

Eine der primären Gefahren bei allen Narkolepsieformen sind Stürze, denn Patienten verlieren oft im Stand, auf offener Straße oder bei Alltagstätigkeiten das Bewusstsein und stürzen in den Schlaf. Die Muskulatur verliert ihre Spannung, ein normales Abfangen wird unmöglich.

Auch am Steuer eines Automobils sind spontane Einschlafattacken eine extreme Gefahr, die höchste Wahrscheinlichkeit plötzlicher Einschlafattacken gibt es allerdings bei monotonen Tätigkeiten wie Zugfahrten oder Vorlesungen. Hier wird der Schlafdrang für viele Patienten nahezu unwiderstehlich.

Zu den Symptomen zählen außerdem Schlaflähmungen und kurz nach dem Erwachen oder vor dem Einschlafen empfundene Halluzinationen. Diese Halluzinationen entstehen durch eine Verschiebung der Schlafphasen. Patienten erleben die REM-Phasen, in denen der Mensch träumt, zu dicht an der Grenze zwischen Wachen und Schlafen und Träume fühlen sich dadurch hyperreal an und werden als Halluzination wahrgenommen.

Auch die Schlaflähmungen gehören für Narkoleptiker zu den unheimlichen Nebenerscheinungen der Krankheit. Die Erschlaffung der Muskulatur im Tiefschlaf ist ein natürlicher Prozess, der verhindert, dass wir uns während eines Traumes real bewegen. Narkoleptiker erleben die Schlaflähmung allerdings bewusst mit und sind gezwungen, die Schlafparalyse regungslos zu erdulden. Ausgenommen von der Paralyse sind (wie in den REM–Phasen auch) Augen- und Atemmuskulatur.

Einhergehend mit der generellen Verschiebung der Wach- und Schlafphasen ist der Nachtschlaf für Narkoleptiker kaum noch erholsam.

3. Auswirkungen der Erkrankung

Unter der Tagesschläfrigkeit leidet auch der Nachtschlaf der Patienten, denn die Müdigkeit und Einschlafneigung im Laufe des Tages wirkt sich auf den Schlaf während der Nacht aus. An ruhiges Durchschlafen ist nicht mehr zu denken.

Auch auf den Kreislauf wirken sich Narkolepsie-Erkrankungen aus, vor allem Übergewicht kann eine Folge der Schlafkrankheit sein. Die regelmäßige Unterbrechung des Nachtschlafes führt bei vielen Patienten dazu, dass sie nachts essen.

4. Die medikamentöse Behandlung

Bei Verdacht auf Narkolepsie geben Ärzte den Patienten in der Regel einige Schlaffragebögen mit nachhause, auch das Erstellen eines Schlaftagebuches gehört für Narkoleptiker zum Alltag dazu. Ebenso sind Messungen des Orexin-Spiegels im Hirnwasser zur Diagnose geeignet.

Die Behandlung erfolgt in der Regel medikamentös, begleitend zu therapeutischen Maßnahmen. Stimulanzmittel behandeln dabei gezielt die Tagesschläfrigkeit, während Narkoleptiker gegen Schlaflähmungen und die begleitende Kataplexie in der Regel Antidepressiva verschrieben bekommen.

5. Die nichtmedikamentöse Behandlung

Zu den nichtmedikamentösen Strategien der Narkolepsiebehandlung gehört vor allem das Vermeiden von schlafverursachenden Triggersituationen. Dies wird individuell auf den Patienten abgestimmt. Auch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten, eine gesündere Ernährung oder sportliche Betätigung können dabei helfen, den Körper natürlich zu ermüden und somit einen erholsameren Nachtschlaf zu gewährleisten.

Die Ausprägung der Symptome variiert von Lebensphase zu Lebensphase und daher muss auch die nichtmedikamentöse Behandlung stets individuell angepasst werden.

Bildnachweis: Antonioguillem / stock.adobe.com

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