Geldanlage

Zinspolitik der EZB steigert die Kosten für Verbraucher!

Zinspolitik der EZB steigert die Kosten für Verbraucher!
geschrieben von Jörgen Erichsen

Die Zinsen sind aufgrund der Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) schon seit längerem im Keller und ein Ende ist nicht absehbar. Das Ziel der EZB ist klar: Sie will erreichen, dass die Unternehmen billig Kredite bekommen, damit sie investieren und somit Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze schaffen. Dabei ist die Vorgehensweise der EZB auch unter Experten durchaus umstritten.

Und für Normalverbraucher überwiegen vor allem die Nachteile der aktuellen Zinspolitik der EZB.

Zinspolitik der EZB steigert die Kosten für Verbraucher

Denn was sind die Konsequenzen, die sich für die Verbraucher ergeben? Schon seit Jahren gibt es für Spargelder allenfalls noch Minizinsen. Viele Banken zahlen überhaupt keine Guthabenzinsen mehr. In der Folge verliert das Geld der Verbraucher durch die – zwar geringe, aber nach wie vor vorhandene Inflation – immer mehr an Wert. Was hinzukommt bzw. hinzukommen wird, sind steigende Kosten und Gebühren für Bankdienstleistungen. Da den Banken durch den Niedrigzins ebenfalls Nachteile entstehen, z. B. durch fehlende bzw. rückläufige Zinserträge, wollen und werden sie sich die sinkenden Erträge an anderer Stelle wieder reinholen.

Verbraucher und Kunden müssen mit steigenden Kosten für Konten und andere Dienstleistungen, z.B. Kreditkarten, Depots oder bei Abhebungen von Geldautomaten, rechnen. Erste Institute haben die Gebühren für Kontoführung schon angehoben und auch einige Banken, die ihren Kunden bislang kostenlose Konten zur Verfügung gestellt haben, berechnen jetzt Gebühren. Zudem muss damit gerechnet werden, dass die Banken ihre Kosten senken werden, um den Gewinn zu stabilisieren.

Stichwort an dieser Stelle: Filialschließungen und Einschränkungen der Serviceleistungen. Betroffen hiervon sind nicht nur ältere Leute, die sich mit Online-Banking nicht anfreunden können oder wollen. Auch viele jüngere Kunden, die Online-Banking beispielsweise aus Sicherheitsgründen nicht nutzen möchten, sind betroffen.

Sie müssen entweder auf Online-Angebote umstellen oder längere Fahr- und Wegstrecken bis zur nächsten Filiale in Kauf nehmen. Aktuell ist zu beobachten, dass vor allem öffentliche Institute das Filialnetz ausdünnen bzw. im ersten Schritt die Öffnungszeiten reduzieren. Davon betroffen sind auch Beschäftigte: Wenn Filialschließungen umgesetzt und Leistungen eingeschränkt werden, gehen auch Arbeitsplätze verloren. 

Fazit: Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank ist vor allem für Unternehmen gedacht und soll hier Vorteile bringen, etwa in Form billigen Geldes, das für Investitionen genutzt werden soll. Verbraucher hingegen werden gleich mehrfach das Nachsehen haben. Auf der einen Seite erhalten sie kaum noch Zinsen für ihr Erspartes; ihnen entgehen also Einnahmen. Gleichzeitig müssen sie Kostensteigerungen und Einschränkungen beim Umfang von Bankleistungen hinnehmen. Und die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass die Kosten nicht mehr zurückgehen werden. Auch nicht, wenn die Zinsen wieder steigen und die Banken hierdurch wieder gut verdienen. 

Was halten Sie von der momentanen Zinspolitik der EZB? Haben Sie schon höhere Kosten bei Ihrer Bank festgestellt? Vielleicht müssen sie jetzt Kontogebühren bezahlen? Sagen Sie uns Ihre Meinung?

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Jörgen Erichsen

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