Wie sinnvoll ist eine Studentenwohnung als Kapitalanlage?

Das Geschäft mit Studentenwohnungen kann lukrativ sein

Studentenwohnungen werden immer begehrter und der Strom der wohnungssuchenden Studierenden wird auch in den nächsten Jahren nicht abnehmen. Anleger haben daher die Kapitalanlage Studentenwohnung für sich entdeckt und hoffen auf hohe Renditen. Welche Vor- und Nachteile diese Form der Investition birgt, lesen Sie in diesem Artikel!

Immobilien und gerade Eigentumswohnungen gelten schon lange als solide Geldanlage. Welcher Trend sich seit einigen Jahren abzeichnet ist, dass besonders Studentenapartments immer beliebter werden und 1-Zimmer-Wohnungen in Studentenstädten hohe Renditen abwerfen können.

Wohngemeinschaften, in denen mehrere Studenten gemeinsam eine große Wohnung bewohnen gibt es viele, doch auch der Wunsch nach Einzelapartments ist durchaus vorhanden. Da diese sehr begehrt sind, werden sie häufig zu Wucherpreisen angeboten und werden für Studenten somit schnell unerschwinglich. Da die Not aber besteht, werden die Wohnungen dennoch angemietet, auch wenn sie nicht ganz zentrumsnah sind oder der Quadratmeterpreis völlig überhöht ist.

Auch für die nächsten Jahre eine lohnende Kapitalanlage: Studentenwohnungen

Immer mehr Eltern von Studenten versuchen häufig gleich eine Studentenwohnung zu kaufen. Diesen Trend entdecken auch immer mehr Kapitalanleger für sich und investieren in Studentenwohnungen. Da die Masse an wohnungssuchenden Studenten in den nächsten Jahren nicht weniger werden wird, ist diese Form der Kapitalanlage eine lohnende Investition. Geschätzt werden bis zum Jahr 2020 rund 450.000 Studenten ein Studium in Deutschland aufnehmen, die alle eine Bleibe benötigen.

Liegt eine Studentenwohnung in der Nähe des Zentrums oder der Universität, so können bei einem 1-Zimmer-Appartment deutlich höhere Quadratmeterpreise verlangt werden als bei größeren Wohnungen. Auf diese Weise sind bis zu 6 oder 7 % Rendite pro Jahr drin, die mit der Kapitalanlage Studentenwohnung erwirtschaftet werden können. 

Weitere Vorteile von Studentenwohnungen

Die höheren Quadratmeterpreise und die nicht abreißenden Nachfragen sind jedoch nicht die einzigen Vorteile einer Studentenwohnung als Kapitalanlage. Dadurch, dass die Apartments meist nur für ein paar Jahre bezogen werden, können die Preise regelmäßig an das aktuell herrschende Marktniveau angepasst werden.

Solange die Nachfrage so hoch und der Wohnraum weiterhin begrenzt bleiben wird, werden auch die Mieten steigen. Wer einen guten Preis für seine Immobilie erzielen kann, muss an monatlicher Tilgungsrate meistens gar nicht mehr soviel hinzuzahlen (wenn überhaupt), was die Kapitalanlage noch attraktiver macht. Falls die Wohnung nach einigen Jahren verkauft werden soll, ist dies mit kleineren Wohnungen häufig deutlich einfacher als mit großen.

Nachteile und Alternativen

Der  Nachteil einer Studentenwohnung ist, dass sie häufig zweckgebunden ist und tatsächlich nur an Studenten vermietet werden darf. Aus diesem Grund kann der Weiterverkauf etwas schwieriger sein als bei einer üblichen Eigentumswohnung.

Ein relativ neues Modell sind Fonds, über die sich Interessierte an einem Studentenwohnheim beteiligen können. Mit einem Mindesteinsatz von 50.000 Euro sollen Anleger eine geplante Rendite von 5,5 % erhalten. Um die tatsächliche Verwaltung der Immobilie müssen sie sich dabei nicht kümmern. 

Anleger sollten sich gründlich informieren

Der Anlageerfolg hängt bei einer Studentenwohnung als Kapitalanlage von vielen verschiedenen Faktoren ab. Sowohl der Kaufpreis als auch die Monatsmiete, die verlangt werden kann sind ebenso entscheidend wie die Finanzierung der Immobilie und die Kosten der Verwaltung und Instandhaltung. All diese Faktoren sollten gegeneinander abgewogen werden, bevor eine Studentenwohnung gekauft wird.

Über die Miet- und Wertentwicklung eines Objekts eine Aussage zu treffen ist häufig rein spekulativ, da es schwierig ist abzusehen, wie sich beispielsweise ein Stadtteil in den nächsten zehn Jahren entwickeln wird. Dennoch gibt es Trends, die es lohnt zu verfolgen und anhand dessen das Risiko ein bisschen besser einschätzen zu können.

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Veröffentlicht am 15. Dezember 2014