Geldanlage

Welche Fonds eignen sich für Kleinanleger?

Viele Kleinanleger halten sich von Fonds fern, weil sie das Risiko dieser Anlageform scheuen. Dadurch vergeben sie aber auch die Chance auf eine höhere Rendite, die sie nur mit Festgeldanlagen nicht erwirtschaften können. Mit der richtigen Fondsauswahl liegen die Chancen für ein Depot jedoch deutlich höher als das Risiko. Welche Fonds eignen sich also für Kleinanleger?

Sicher bieten
Fonds, die in bestimmten Branchen oder in Schwellenländern anlegen, höhere Chancen auf große Gewinne als weltweit anlegende Fonds. Zugleich steigt aber auch das Risiko einen Teil des Vermögens oder sogar das gesamte Kapital zu verlieren um ein Vielfaches. Darum sind diese Art Fonds für Kleinanleger eher ungeeignet.

Auch in größeren Depots sollte der Anteil an risikoreicheren Anlagen nicht mehr als zehn Prozent betragen. Als Anfänger in Sachen Geldanlage lässt man besser die Finger ganz von diesen Anlageformen und vertagt das Zocken auf Zeiten, in denen man sich dies ohne schlaflose Nächte leisten kann.

Ganz auf Fonds verzichten sollten aber auch Kleinanleger nicht. Am besten geeignete Fonds für Kleinanleger sind weltweit anlegende Fonds, hier wird das Vermögen bereits mit dem ersten Euro auf verschiedene Länder und Branchen verteilt. Eine Alternative sind auch Europafonds, die ihr Vermögen zumindest im gesamten Euroland oder sogar in ganz Europa anlegen.

Das Risiko solcher Fonds ist geringer als das von reinen Deutschlandfonds. Diese sind eher als Beimischung geeignet, weniger als Basisinvestition in einem kleinen Depot.

Risikostreuung im kleinen Depot

Unabhängig von der Depotgröße sollte niemals alles Geld in eine einzige Anlage gesteckt werden, so gut diese Anlage auch bewertet sein mag. In einem sehr kleinen Depot sollte man zumindest einen weltweit anlegenden Fond mit einer Festgeldanlage kombinieren. Damit vermindert man das Verlustrisiko erheblich. Ein Totalverlust ist bei einem weltweit anlegenden Fond ein eher theoretisches Risiko, praktisch wird dieser Fall kaum eintreten.

Ein Kursverlust von über dreißig Prozent ist aber durchaus möglich. Die Festgeldanlage sorgt dann für eine gewisse Stabilität. Möglich ist auch die Aufteilung des Vermögens auf zwei Fonds, möglichst mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Das könnten beispielsweise ein Weltfond und ein Europafond sein.

Geringe Kosten

Wichtig in einem kleinen Depot ist die Geringhaltung der Kosten. Sonst fressen diese schnell die erwirtschafteten Gewinne auf. Zum einen heißt dies, dass Sie Ihr Vermögen möglichst selten oder gar nicht umschichten. Zum anderen sind sogenannte ETFs (Exchange-traded-funds) empfehlenswert. Diese werden an der Börse gehandelt, so entfällt der oft hohe Ausgabeaufschlag beim Kauf dieser Fonds.

Außerdem bilden sie einen Index nach und werden meistens passiv gemanagt, was ebenfalls Kosten spart.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.