Was sind ETFs?

ETF ist die Abkürzung für Exchange-traded fund. Das heißt auf deutsch „börsengehandelter Fonds“. Es handelt sich also um einen Investmentfonds, der an der Börse gehandelt wird. In der Regel werden ETF passiv gemanagt. Sie orientieren sich an einem vorher bestimmten Börsenindex, wie zum Beispiel dem DAX oder dem MSCI World Index. Sie versuchen, ihn möglichst genau nachzubilden. Inzwischen werden auch immer mehr aktiv gemanagte Fonds an der Börse gehandelt. Diese sind hier jedoch nicht gemeint.

Die Vorteile von ETF

Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds verändert sich der Bestand in ETF nicht oder nur selten. Dadurch fallen zum einen weniger Transaktionskosten an, zum anderen weiß der Anleger, in welche Aktien der Fond gerade investiert. Außerdem entfallen bei einem passiv gemanagten Fond die teilweise recht hohen Managergebühren beziehungsweise sie sind sehr viel niedriger.

Da ETF in der Regel an der Börse gehandelt werden, fällt kein Ausgabeaufschlag der Investmentgesellschaft an. Dafür müssen die üblichen Gebühren für den Börsenhandel gezahlt werden. Diese sind aber meistens geringer als der Ausgabeaufschlag eines Fonds. Nicht zu unterschätzen ist auch die Tatsache, dass etwa 80 bis 90 Prozent der aktiv gemanagten Fonds sich schlechter entwickeln als der Index, in dem ihre Aktien notiert sind.

Das heißt im Klartext, dass ETF, die den Index möglichst exakt nachbilden eine bessere Performance haben, als die meisten aktiv gemanagten Fonds der gleichen Kategorie.

Gibt es "sichere" Fonds?

Ebenso wie aktiv gemanagte Fonds unterliegen auch passive Fonds gewissen Schwankungen. Sie sind also keineswegs sicherer. Aufgrund der niedrigeren Kosten lässt sich leichter eine positive Rendite erwirtschaften.

Da die Entwicklung der wichtigsten Indizes mehrmals täglich in den Medien bekanntgegeben wird, lässt sich die Entwicklung des eigenen Fonds relativ leicht beurteilen. Im Falle einer negativen Entwicklung besteht so die Möglichkeit, schneller einzugreifen und so Verluste gering zu halten.

ETF als Grundlage des Depots

Das Kapital in einem Depot sollte gut gestreut sein. Dafür bieten sich Fonds an. Denn schon mit kleinen Anlagebeträgen wird das eingesetzte Kapital auf viele Aktien oder Wertpapiere verteilt. ETF sind als Grundlage eines ausgewogenen Depots besonders geeignet, denn die laufenden Kosten sind wesentlich geringer als bei aktiv gemanagten Fonds.

Ebenso ist die Kontrolle des Depots mit ETF leichter zu bewerkstelligen, denn ein Blick in die Zeitung oder die Nachrichten im Fernsehen geben zumindest einen Überblick über den dem Fond zugrundeliegenden Index. Trotzdem sollte man nicht das gesamte Kapital auf einen einzelnen Index setzen, sondern auch andere Papiere in das Depot nehmen.

Veröffentlicht am 7. März 2014
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